Bachelorarbeit, 2020
81 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1 Die Mediengesellschaft
1.1 Medien
1.2 Mediatisierung
1.3 Symbolischer Interaktionismus
2 Jugend als Lebensphase
2.1 Abgrenzung zu anderen Lebensphasen
2.2 Entwicklungsaufgaben der Jugend
2.3 Sozialisation in der Jugend
3 Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen
3.1 Internetmilieus
3.2 Rollen der Medien im Alltag
3.3 Mediale Jugendkulturen
4 Mediensozialisation
4.1 Mediatisierte Sozialisation
5 Mediatisierte Soziale Arbeit
5.1 Gegenstand der Sozialen Arbeit
5.2 Theorie der Sozialen Arbeit
5.2.1 Lebensweltorientierte Soziale Arbeit
5.3 Medienpädagogik
5.4 Handlungsorientierte Medienpädagogik
5.5 Medienkompetenz
5.5.1 Vier Dimensionen der Medienkompetenz
6. Soziale Arbeit in der mediatisierten Gesellschaft
6.1 Kinder- und Jugendhilfe
6.2 Jugendarbeit in der mediatisierten Gesellschaft
6.3 Medienpädagogische Kompetenz
7 Stimmen aus der Praxis
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Jugendarbeit in einer digital mediatisierten Gesellschaft gestaltet werden muss, um Jugendliche bei ihrer Sozialisation und Lebensbewältigung zu unterstützen, während sie sich gleichzeitig mit den damit verbundenen Herausforderungen und neuen Chancen auseinandersetzt.
1.3 Symbolischer Interaktionismus
Die wichtigsten Autoren des symbolischen Interaktionismus sind die US-amerikanischen Soziologen Georg Herbert Mead und sein Schüler Herbert Blumer, wobei Blumer die Lehren Meads nach dessen Ruhestand weiterführte und dann den Begriff des symbolischen Interaktionismus prägte. Blumers Theorie basiert auf drei einfachen Annahmen:
1- Menschen handeln mit Dingen auf Grundlage der Bedeutung, die diese Dinge für sie haben
2- aus sozialen Interaktionen entstehen die Bedeutungen von Dingen
3- die Bedeutungen von Dingen müssen interpretiert werden
Er betont, dass die erste Annahme kein Alleinstellungsmerkmal des symbolischen Interaktionismus sein kann, da die Annahme, dass Menschen den Dingen Bedeutungen zumessen und demnach mit ihnen interagieren, keine neue Erkenntnis darstellt. Erst in Verbindung mit der zweiten Annahme sieht Blumer eine Besonderheit an der Theorie. Im Gegensatz zu den beiden, damals klassischen Ansätzen, die erklären, wie die Bedeutung eines Dinges zustande kommt, tritt der symbolische Interaktionismus als eine neue Erscheinung auf. Der aus philosophischer Sicht des Realismus argumentierter Ansatz, spricht den Dingen quasi angeborene Bedeutungen zu, die den Dingen zugehörig sind und keinem Prozess unterliegen. Der zweite Ansatz, den Blumer als “psychische Akkretion“ identifiziert und ebenfalls widerspricht, beschreibt die Bedeutung von Dingen als den Ausdruck der innerlichen psychologistischen Organisation einer Person. Die psychologische Verfassung einer Person ist somit für die Bildung von Bedeutungen für Dinge maßgeblich verantwortlich. Blumer geht mit diesen beiden klassischen Auffassungen durch die zweite Annahme des symbolischen Interaktionismus in den Widerspruch und vertritt die Ansicht, dass durch die Interaktion von Personen bezogen zu einem Ding, Bedeutungen erschaffen werden.
1 Die Mediengesellschaft: Dieses Kapitel erläutert den technologischen Wandel der Gesellschaft und die Rolle der Medien als Vermittler und beeinflussender Metaprozess.
2 Jugend als Lebensphase: Das Kapitel definiert die Jugend als Lebensphase, die durch spezifische Entwicklungsaufgaben und den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenalter geprägt ist.
3 Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen: Hier wird das Mediennutzungsverhalten analysiert und basierend auf verschiedenen Internetmilieus differenziert dargestellt.
4 Mediensozialisation: Dieses Kapitel untersucht, wie Medien als Sozialisationsinstanz die Entwicklung und Identitätsbildung junger Menschen beeinflussen.
5 Mediatisierte Soziale Arbeit: Hier werden Theorien der Sozialen Arbeit auf ihre Eignung geprüft, um den Herausforderungen der Mediatisierung kompetent zu begegnen.
6. Soziale Arbeit in der mediatisierten Gesellschaft: Dieses Kapitel beleuchtet die praktische Umsetzung einer mediatisierten Jugendarbeit und die notwendige medienpädagogische Kompetenz der Fachkräfte.
7 Stimmen aus der Praxis: Die AutorInnen teilen ihre Erfahrungen aus der Jugendarbeit während der Corona-Pandemie und reflektieren über neue mediale Strategien.
8 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Medien in der Jugendarbeit als Ressource statt als bloßes Problem zu begreifen.
Mediatisierung, Jugendarbeit, Sozialisation, Medienkompetenz, Soziale Arbeit, Medienpädagogik, Lebensweltorientierung, Internetmilieus, Identitätsbildung, Digitalisierung, Jugend, Entwicklungsaufgaben, Mediennutzung, Mediensozialisation, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung und Mediatisierung auf die Lebensphase Jugend sowie die daraus resultierenden Anforderungen an die professionelle Jugendarbeit.
Die zentralen Themen umfassen die Mediatisierungstheorie, die Lebensphase Jugend, das Mediennutzungsverhalten, die Mediensozialisation und die theoretische Fundierung einer mediatisierten Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Jugendarbeit kompetent auf die mediatisierte Lebenswirklichkeit von Jugendlichen reagieren und sie bei der Lebensbewältigung unterstützen kann.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender medienpädagogischer und sozialwissenschaftlicher Theorien sowie einer qualitativen Befragung von Fachkräften aus der Praxis.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Medien und Gesellschaft, die Analyse der Jugendphase, die Darstellung von Mediennutzungsmustern, die Mediensozialisation sowie die Anwendung dieser Erkenntnisse auf die Soziale Arbeit.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mediatisierung, Medienkompetenz, Jugendarbeit, Lebensweltorientierung und Mediensozialisation definiert.
Die Einteilung erfolgt anhand von soziologischen Kriterien wie Bildungsgrad, Werten und der Einstellung zur Technik, von "Souveränen" bis hin zu "Verantwortungsbedachten".
Die Pandemie diente als Anlass für eine empirische Befragung, da sie die Notwendigkeit, digitale Tools in der Jugendarbeit neu zu bewerten, abrupt in den Vordergrund rückte.
Die Arbeit betont, dass Fachkräfte über digitale Lebenswelten informiert sein müssen, ihre eigene Medienkompetenz ausbauen sollen und Medien als wichtige Ressource für ihre pädagogische Arbeit begreifen müssen.
Obwohl digitale Kanäle eine notwendige Ergänzung darstellen, betonen die befragten Fachkräfte, dass sie das persönliche, physische Setting in der Jugendarbeit nicht vollständig ersetzen können, da dieses für eine tiefgehende Beziehungsarbeit essenziell bleibt.
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