Bachelorarbeit, 2020
84 Seiten, Note: 1,3
I Einleitung
1.1 Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
II Theoretischer Hintergrund
2 Was ist Mobbing?
2.1 Begriffsdefinition „Mobbing“
2.2 Formen von Mobbing
2.2.1 Psychisches Mobbing
2.2.2 Virtuelles Mobbing
2.2.3 Physisches Mobbing
2.2.4 Erscheinungs- und Interaktionsformen von Mobbing
2.3 Der Zusammenhang zwischen Gewalt und Mobbing
2.3.1 Gewalt in der Schule
2.3.2 Exkurs: Migrationshintergrund und Gewalt
3 Migration und Flucht
3.1 Begriffsdefinition „Flüchtling“
3.2 Formen der Migration
3.2.1 Arbeitsmigration
3.2.2 Fluchtmigration
3.2.3 Irreguläre Migration
3.3 Bildung und Schule
3.3.1 Kinder mit Fluchterfahrung in der Schule
3.3.2 Exkurs: Rassismus & Diskriminierung, Stereotype & Vorurteile
4 Zwischenfazit
III Empirischer Teil
5 Methodik und Vorgehen
5.1 Qualitative Forschung
5.2 Untersuchungsmethode
5.2.1 Vorbereitung und Durchführung der Interviews
5.2.2 Auswahl der Interviewpartner
5.2.3 Eckdaten der Lebensgeschichten
5.3 Datenauswertung mittels der qualitativen Inhaltsanalyse
6 Auswertung der Interviews
6.1 Kategorie Flüchtling
6.1.1 Beschreibung
6.1.2 Interpretation
6.2 Kategorie Mobbingtäter
6.2.1 Beschreibung
6.2.2 Interpretation
6.3 Kategorie Mobbingbegünstigende Faktoren
6.3.1 Beschreibung
6.3.2 Interpretation
6.4 Kategorie Folgen von Mobbing
6.4.1 Beschreibung
6.4.2 Interpretation
V Schlussfolgerung
7 Conclusion und Auswertung aller Kategorien
8 Fazit und Ausblick
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Zusammenhänge zwischen Mobbing und Kindern bzw. Jugendlichen mit Fluchterfahrungen qualitativ-empirisch zu untersuchen, um auf Basis dieser Erkenntnisse Handlungsempfehlungen für die präventive Schularbeit abzuleiten.
6.3.1 Beschreibung
Worauf stützt sich Fremdenhass? In einer Klasse befinden sich Schüler mit unterschiedlicher Herkunft und Kultur, mit unterschiedlichem Aussehen und unterschiedlicher Hautfarbe. Olweus (1995) erklärt, dass Spannungen zwischen diesen Personen schon fast automatisch folgen müssen bzw. vorprogrammiert sind. „[…], weil ich aus Syrien gekommen bin, hatte ich einen anderen Style und ich hatte das Gefühl, dass viele das nicht, ähm, für viele nicht okay war. Sie haben mich echt komisch angeschaut. […], weil ich hatte das Gefühl, jeder guckt mich blöd an […]“ (Dima 022). Dima listet die Bekleidung als einen Grund für das Mobbing auf. Hierzu zählen jedoch auch Hintergründe, wie der Akzent bzw. die Artikulation und mangelnde Sprachkenntnisse: „Die [Schüler] haben immer über meine deutsche Sprache gelacht, weil ich nicht richtig Deutsch kann oder die Grammatik nicht richtig sage“ (Broula 035). „[Ich] hatte […] immer das Gefühl, wenn ich was beantworte, die Schüler lachen mich aus und wenn ich was vorlesen muss, weil ich so langsam vorgelesen habe, dass die mich ausgelacht haben“ (Dima 022). Jedoch zählen auch ganz ‚einfache‘ Gründe zu den mobbingbegünstigenden Motiven, bspw. der Spaß am Malträtieren anderer und die pure Langeweile.
I Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik von Mobbing bei Kindern mit Fluchterfahrung ein und erläutert die Zielsetzung sowie den methodischen Aufbau der Arbeit.
II Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel definiert Mobbing, differenziert zwischen verschiedenen Erscheinungsformen und beleuchtet den Zusammenhang mit Gewalt sowie Migration und Schulerfahrungen.
III Empirischer Teil: Der empirische Teil erläutert das methodische Vorgehen, insbesondere das problemzentrierte Interview und die qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring.
Auswertung der Interviews: Hier werden die Forschungsergebnisse in den Kategorien „Flüchtling“, „Mobbingtäter“, „Mobbingbegünstigende Faktoren“ und „Folgen von Mobbing“ analysiert und interpretiert.
V Schlussfolgerung: Die Schlussfolgerung führt die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Bedeutung für die Schulpraxis und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsfragen.
Mobbing, Flucht, Migration, Schule, qualitative Forschung, Vorurteile, Stereotype, Rassismus, Diskriminierung, Schulerfolg, Gruppendynamik, Lehrerrolle, Integration, Jugendliche, Trauma
Die Arbeit untersucht die Erfahrungen von geflüchteten Kindern und Jugendlichen mit Mobbing im deutschen Schulalltag.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Mobbing, die Auswirkungen von Flucht auf die Schulsituation sowie die Rolle von Stereotypen, Vorurteilen und Rassismus in der Schule.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie und warum Kinder mit Fluchterfahrung Mobbing erleben, und daraus Erkenntnisse für eine präventive Schularbeit zu gewinnen.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf problemzentrierten Interviews mit zwei geflüchteten jungen Erwachsenen basiert, die mittels der qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Abschnitt über Mobbing und Migration sowie einen empirischen Abschnitt, in dem die Interviews ausgewertet und in Kategorien eingeordnet werden.
Mobbing, Flucht, Integration, Schule, Vorurteile, Rassismus, qualitative Analyse und Schulerfahrung sind die zentralen Begriffe.
Lehrkräfte fungieren oft als Vorbilder; wenn sie nicht einschreiten oder sich abfällig äußern, kann dies Mobbing unter Schülern unbeabsichtigt legitimieren oder verstärken.
Die Folgen können tiefgreifend sein, darunter psychosomatische Beschwerden, Angststörungen, sozialer Rückzug und negative Auswirkungen auf den Bildungserfolg bis hin zur Schulabbrecher-Quote.
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