Bachelorarbeit, 2020
50 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Problemstellung
1.3 Wissenschaftliche Relevanz
1.4 Forschungsfrage
1.5 Aufbau der Arbeit
2. Migration und Integration
2.1 Migration
2.1.1 Arbeitsmigration
2.2 Integration
2.3 Assimilation
3. Historischer Hintergrund der Gastarbeiterphase
3.1 Ursachen der Auswanderung
3.2 Die Anwerbung ausländischer Arbeitnehmer
3.2.1 Die Anwerbung türkischer Arbeitnehmer
3.3 Der Anwerbestopp
4. Theoretische Grundlagen
4.1 Kapitaltheorie nach Victor Nee & Jimy Sanders
4.1.1 Theoretischer Bezug und theoretische Erwartung
4.2 Assimilation und Integration nach Hartmut Esser
4.2.1 Theoretischer Bezug und theoretische Erwartungen
4.3 Neo-Assimilation nach Richard Alba & Victor Nee
4.3.1 Theoretischer Bezug und theoretische Erwartung
5. Studienüberblick
5.1 Studie über die soziale Lage der ausländischen Arbeitskräfte (1971/1972)
5.1.1 Interpretation und Theoriebezug
5.2 „Befragung deutscher und ausländischer Haushalte zur Ausländerintegration in Berlin“ (1979/1980)
5.2.1 Interpretation und Theoriebezug
5.3 Studie über die gesetzliche Regelung der Zuwanderung in der BRD (1965-1991)
5.3.1 Interpretation und Theoriebezug
5.4 „Berufliche und soziale Integration von Zuwanderern in Westdeutschland“ (1991-1995)
5.4.1 Interpretation und Theoriebezug
6. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen, mit denen türkische Gastarbeiter zwischen 1961 und 1995 bei ihrer sozialen und strukturellen Integration in Deutschland konfrontiert waren, und analysiert dabei den Einfluss sozioökonomischer Faktoren sowie politischer Rahmenbedingungen.
3.2.1 Die Anwerbung türkischer Arbeitnehmer
Das Anwerbeabkommen mit der Türkei wurde am 30. Oktober 1961 unterzeichnet. Die türkischen Gastarbeiter waren im Durchschnitt zwischen 20 und 40 Jahren alt und kamen hauptsächlich „aus armen bildungsschwachen ländlichen Gebieten Anatoliens“ (Karakaya 2014: 26). Zudem waren sie sowohl schulisch als auch beruflich gering qualifiziert und fast nur ungelernte oder angelernte Arbeiter (ebd.). Somit ist feststellbar, dass auch diese Gruppe der ausländischen Arbeitnehmer hauptsächlich aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland auswanderte. Allerdings wollten sie nur genug Geld verdienen und anschließend wieder zurückkehren, „um sich in der Türkei eine eigene Existenz aufbauen zu können“ (Karakaya 2014: 27). Insgesamt bewarben sich bis zum Anwerbestopp 2.659.512 Türken um einen Arbeitsplatz in Deutschland; ca. ein Viertel (648.029) von ihnen wurde angenommen (ebd.).
Die Regierung befristete den Aufenthalt auf zwei Jahre, sodass sie nach Ende des Vertrages wieder in die Heimat zurückkehren sollten, was auch dem Interesse der Gastarbeiter entsprach (Karakaya 2014: 24). Die Arbeitgeber jedoch forderten die Auflösung dieses Rotationsprinzips, weil die Kosten für die Einarbeitung der türkischen Arbeitnehmer höher waren als der Nutzen, den sie erbringen sollten (Karakaya 2014: 25). Stattdessen wollten sie, falls das auch dem Interesse der Arbeiter entsprach, die Dauer verlängern, denn ihre Einarbeitung erforderte eine längere Zeit, nicht zuletzt wegen mangelnden Sprachkenntnissen (ebd.). Dieser Wunsch wurde auch umgesetzt, sodass im Jahr 1964 die Zwei-Jahres-Frist wegfiel. Dies führte wiederum zum dauerhaften Verbleib der meisten türkischen Arbeitnehmer (Karakaya 2014: 26).
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage, der wissenschaftlichen Relevanz des Themas sowie des Aufbaus der Arbeit.
2. Migration und Integration: Definition zentraler Begriffe wie Migration, Arbeitsmigration, Integration und Assimilation als theoretische Basis.
3. Historischer Hintergrund der Gastarbeiterphase: Untersuchung der Ursachen für die Auswanderung sowie der Anwerbeprozesse der Bundesrepublik, speziell bezogen auf türkische Arbeitskräfte.
4. Theoretische Grundlagen: Erläuterung der Kapitaltheorie, der Assimilation nach Esser sowie der Neo-Assimilation, um Hypothesen für die Analyse abzuleiten.
5. Studienüberblick: Empirische Untersuchung und Interpretation verschiedener Studien zur sozialen und strukturellen Lage türkischer Migranten in den betrachteten Zeiträumen.
6. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Bestätigung der aufgestellten Hypothesen.
Türkische Gastarbeiter, Migration, Integration, Assimilation, Arbeitsmarktintegration, Sozioökonomischer Status, Sprachkenntnisse, Diskriminierung, Soziales Kapital, Institutionelle Rahmenbedingungen, BRD, Anwerbeabkommen, Sozialintegration, Strukturelle Integration, Bevölkerungsstruktur.
Die Arbeit analysiert die Integrationsschwierigkeiten türkischer Gastarbeiter in Deutschland zwischen 1961 und 1995 und untersucht, welche Faktoren deren soziale und strukturelle Teilhabe beeinflussten.
Zentrale Themen sind die Migrationsgeschichte der Gastarbeiter, die Rolle von Kapital und sozialen Netzwerken, die Bedeutung der deutschen Sprache sowie die Auswirkungen staatlicher Integrationspolitik.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich zu klären, welchen spezifischen Herausforderungen türkische Gastarbeiter bei ihrer sozialen und strukturellen Integration in Deutschland im Zeitraum von 1961 bis 1995 gegenüberstanden.
Die Arbeit nutzt eine Literatur- und Studienanalyse, bei der soziologische Theorien auf historische Daten und empirische Befunde aus verschiedenen Studien angewendet werden, um Hypothesen zu verifizieren.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (Bourdieu, Esser, Alba & Nee) vorgestellt und anschließend auf vier verschiedene empirische Studien angewendet, die den Integrationsverlauf und die Lebensbedingungen der Migranten dokumentieren.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Integration, türkische Gastarbeiter, sozioökonomischer Status, Arbeitsmigration, institutionelle Unterstützung und Diskriminierung.
Die Arbeit zeigt auf, dass die Vernachlässigung einer aktiven Integrationspolitik seitens der Regierung und das Festhalten an der Idee eines vorübergehenden Aufenthalts erhebliche Barrieren für die soziale und strukturelle Integration schufen.
Ein niedriger sozioökonomischer Status, oft bedingt durch geringe Bildung und finanzielle Ressourcen, erschwerte den Zugang zu qualifizierten Arbeitsplätzen und führte häufig zur räumlichen und sozialen Segregation.
Sprachkenntnisse werden als eine der wichtigsten Vorbedingungen für soziale Interaktionen und beruflichen Aufstieg identifiziert; mangelnde Kenntnisse dienten oft als Barriere und führten zur sozialen Isolation.
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