Masterarbeit, 2018
82 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Ernährungswissenschaftliche Grundlagen zum Zuckerkonsum
2.1 Definition von Zucker
2.2 Einfluss von Zuckerkonsum auf die Gesundheit
3. Einfluss von Steuern auf den Konsum der Bevölkerung
3.1 Grundbegriffe der steuerlichen Wirkungslehre
3.2 Literaturüberblick
3.3 Erhebung der Zuckersteuer in Frankreich
4. Empirische Analyse des Einflusses der Zuckersteuer auf die Gesundheit
4.1 Beschreibung der Daten
4.2 Identifikationsstrategie
4.2.1 Grundlagen zur Difference-in-Difference Methode
4.2.2 Anwendung der Difference-in-Difference Methode
4.3 Ergebnisse
5. Limitationen der Untersuchung
6. Handlungsempfehlung und Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den kausalen Einfluss der im Jahr 2012 in Frankreich eingeführten Zuckersteuer auf die gesundheitliche Verfassung der Bevölkerung ab einem Alter von 50 Jahren, basierend auf Daten des SHARE-Datensatzes. Ziel ist es, mittels empirischer Kausalanalyse zu prüfen, ob die Steuer zu messbaren Verbesserungen bei BMI, Adipositas-Raten, subjektiver Gesundheitswahrnehmung und alltäglichen Einschränkungen führt.
3.1 Grundbegriffe der steuerlichen Wirkungslehre
Unter einer Steuer versteht man eine öffentliche Abgabe, welche ohne Gewährung einer Gegenleistung vom Staat gegenüber natürlichen und juristischen Personen erhoben wird. Die Abgabe, welche einer Zwangsabgabe entspricht, ist in der Höhe einseitig festgesetzt (Gabler Wirtschaftslexikon, 2018b). Wichtige Grundbegriffe in der Steuerlehre sind „Steuersubjekt“, „Steuerobjekt“ und „Steuersatz“. Bei dem Steuersubjekt handelt es sich um die Person, welche die Steuer zahlen muss. Das Steuerobjekt bzw. der Steuergegenstand ist der Tatbestand, an welchen die Steuererhebung anknüpft. Der Steuersatz bestimmt die Höhe der zu zahlenden Steuer (Gabler Wirtschaftslexikon, 2018b). Außerdem wird zwischen progressiven, proportionalen und regressiven Steuertarifen unterschieden. Ein progressiver Steuersatz bezeichnet eine Steuer, welche mit steigender Höhe der Bemessungsgrundlage ebenfalls steigt. Ein Beispiel für eine progressive Steuer ist die Einkommenssteuer (Gabler Wirtschaftslexikon, 2018a). Ein regressiver Steuersatz kennzeichnet sich hingegen dadurch aus, dass dieser niedrige Einkommensschichten relativ stärker belastet als höhere (Gabler Wirtschaftslexikon, 2018c). Dieser Fall tritt zum Beispiel bei einer Verbrauchssteuer ein. Da Menschen mit geringen Einkommen eine relativ höhere Konsumquote als Menschen mit hohen Einkommen haben, werden sie auch von der Verbrauchssteuer relativ stärker belastet (Gabler Wirtschaftslexikon, 2018c).
Der englische Begriff „tax“ wird im allgemeinen Sprachgebrauch häufig als Übersetzung des deutschen Begriffs „Steuer“ verwendet, kann allerdings auch jede weitere Abgabe bezeichnen (z.B. eine Umweltabgabe oder einen Sozialversicherungsbeitrag) und ist somit weitergefasst. Grundsätzlich wird die Abgrenzung zwischen einer Steuer und einer Abgabe jedoch als nicht relevant erachtet, sondern die Wirkung, die mit einer solchen Maßnahme erzielt wird (Richter, 2006).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik von Übergewicht und Adipositas in Europa ein und stellt die französische Zuckersteuer als politische Interventionsmaßnahme vor, deren gesundheitliche Wirksamkeit in dieser Arbeit empirisch untersucht wird.
2. Ernährungswissenschaftliche Grundlagen zum Zuckerkonsum: Das Kapitel definiert verschiedene Zuckerarten und beleuchtet deren physiologische Wirkung im Körper, insbesondere den Zusammenhang zwischen dem Konsum zuckerhaltiger Getränke, dem Blutzuckerspiegel und der Entstehung von Übergewicht sowie Folgeerkrankungen.
3. Einfluss von Steuern auf den Konsum der Bevölkerung: Es werden steuerliche Grundbegriffe sowie das Konzept der Preiselastizität erläutert und die theoretischen sowie praktischen Voraussetzungen diskutiert, unter denen eine Zuckersteuer eine Verhaltensänderung der Konsumenten bewirken kann.
4. Empirische Analyse des Einflusses der Zuckersteuer auf die Gesundheit: Dieses Kapitel bildet den Hauptteil der Arbeit, in dem mittels des SHARE-Datensatzes und der Difference-in-Difference Methode geprüft wird, ob die Einführung der Zuckersteuer in Frankreich messbare Auswirkungen auf den BMI und die allgemeine Gesundheit der Bevölkerung hatte.
5. Limitationen der Untersuchung: Hier werden methodische Grenzen der Studie reflektiert, insbesondere die eingeschränkte Altersgruppe, der zeitliche Abstand der Datenerhebung und die Herausforderung durch subjektive Gesundheitswahrnehmung bei der Befragung.
6. Handlungsempfehlung und Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass kein signifikanter positiver Effekt der Steuer auf die untersuchten Gesundheitsvariablen nachweisbar ist, und leitet daraus Empfehlungen für eine effektivere Gestaltung gesundheitspolitischer Maßnahmen ab.
Zuckersteuer, Frankreich, Gesundheit, Übergewicht, Adipositas, SHARE Datensatz, Difference-in-Difference Methode, Preiselastizität, BMI, Ernährungswissenschaft, Konsumentensouveränität, Kausalanalyse, Stoffwechsel, Steuereffektivität, Politikberatung.
Die Arbeit untersucht, ob die im Jahr 2012 in Frankreich eingeführte Zuckersteuer einen positiven, signifikanten Effekt auf die gesundheitliche Verfassung der Bevölkerung über 50 Jahren hat.
Die zentralen Themen sind ernährungswissenschaftliche Grundlagen zum Zuckerkonsum, die ökonomische Theorie der Besteuerung von Lebensmitteln und die statistische Kausalanalyse zur Überprüfung politischer Interventionen.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob die französische Zuckersteuer zu einer messbaren Verbesserung der Gesundheit der älteren Bevölkerung geführt hat.
Zur Kausalanalyse wird der Difference-in-Difference (DiD) Ansatz genutzt, um die Trends in Frankreich mit den Trends in Kontrollländern (Deutschland und Belgien) statistisch zu vergleichen.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte empirische Analyse unter Verwendung der SHARE-Daten, die Identifikationsstrategie sowie die Regressionsergebnisse für verschiedene Gesundheitsindikatoren.
Zuckersteuer, Kausalanalyse, BMI, Gesundheit, Differenz-von-Differenzen-Methode und SHARE-Datensatz sind zentrale Begriffe dieser Studie.
Die Analyse zeigt keinen signifikanten vorteilhaften Einfluss der Zuckersteuer auf den BMI der älteren Bevölkerung in Frankreich; die Hypothese einer Verbesserung konnte nicht bestätigt werden.
Diese Länder wurden gewählt, da sie als Nachbarstaaten Frankreichs in ihren demografischen Strukturen in Teilen vergleichbar sind und somit als Grundlage für einen kontrafaktischen Trendvergleich dienen konnten.
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