Bachelorarbeit, 2020
60 Seiten, Note: 2,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. STANDARDSPRACHE – UMGANGSSPRACHE – VARIETÄT
2.1. STANDARDSPRACHE
2.2. UMGANGSSPRACHE (REGIOLEKT)
2.3. VARIETÄT
3. REGIOLEKT (COSERIU) AM BEISPIEL VON DIALEKT
3.1. HERKUNFT UND ENTSTEHUNG
3.2. MERKMALE DER DIALEKTE
3.2.1. PHONOLOGISCHE EBENE
3.2.2. MORPHOLOGISCHE EBENE
3.2.3. LEXIKALISCHE EBENE
3.2.4. SYNTAKTISCHE EBENE
4. SOZIOLEKTE AM BEISPIEL JUGENDSPRACHE
4.1. BEGRIFFSDEFINITION
4.1.1. JUGEND
4.2. JUGENDSPRACHE
4.3. GESCHICHTE DER DEUTSCHEN JUGENDSPRACHFORSCHUNG
4.4. MERKMALE UND FUNKTIONEN VON JUGENDSPRACHE
4.4.1. PHONOLOGISCHE EBENE
4.4.2. MORPHOLOGISCHE EBENE
4.4.3. LEXIKALISCHE EBENE
4.4.4. SYNTAKTISCHE EBENE
5. SPRACHVARIETÄTEN IM DEUTSCHUNTERRICHT
5.1. KOMPETENZFÖRDERUNG
5.1.1. GRUNDLAGEN DES BILDUNGSPLANES BADEN-WÜRTTEMBERGS
5.1.2. SPRACHVARIETÄTEN IM BILDUNGSPLAN BADEN-WÜRTTEMBERGS
5.2. DIALEKTE IM DEUTSCHUNTERRICHT
5.2.1. THEMEN UND ZIELE FÜR DEN DEUTSCHUNTERRICHT
5.3. JUGENDSPRACHE IM DEUTSCHUNTERRICHT
5.3.1. THEMEN UND ZIELE FÜR DEN DEUTSCHUNTERRICHT
6. FAZIT
Diese Arbeit untersucht die Heterogenität der deutschen Sprache durch eine detaillierte Analyse sprachlicher Varietäten, mit einem besonderen Fokus auf Dialekte und Jugendsprache, um deren Stellenwert und didaktische Einbindungsmöglichkeiten im modernen Deutschunterricht aufzuzeigen.
3.2.1. Phonologische Ebene
Die Dialektologie befasste sich mit der Erforschung früherer Sprachstufen durch die Dialekte. Buchstaben und Laute standen im Fokus der ersten wissenschaftlichen Darstellungen der Dialekte. Im deutschen Sprachgebiet gelten gleiche Wörter, die sich durch Laute unterscheiden. Diese Unterscheidung erfolgte durch die Kennzeichnung von typisch bairischen, fränkischen und alemannischen Lauten. Dabei wurden die einzelnen Laute eines Dialekts mit den historischen Lauten in Beziehung gesetzt und als identisch oder abweichend eingestuft. Dieses historische Lautsystem bildete die Basis für alle dialektalen Lautsysteme (vgl. Löffler, 2003, S. 65-66).
Bei der Phonologie handelt es sich um eine synchrone Beschreibungsmethode, die eine vollständige Bestimmung des Lautcharakters ermöglicht und alle Laute eines Dialektes systematisch inventarisiert, ohne sich auf ein historisches System zu beziehen. Sie reduziert die phonetisch wahrnehmbaren Laute auf die Grundlaute, die bei einer sprachlichen Kommunikation entscheidend sind (vgl. Löffler, 2003, S. 69-70). Ein Phon ist die tatsächliche Realisierung eines Lautes und bei einem Phonem handelt es sich um eine Lautklasse, die einem Wort eine Bedeutung gibt oder auch die Bedeutung wegnimmt, wenn das Phonem ausgetauscht wird. Beispiel: im Wort ‚Kiste‘ ist der Laut [i] ein Phonem und der Austausch von [i] durch das Phonem [ü] ergibt das neue Wort ‚Küste‘, das eine andere Wortbedeutung hat.
Diese phonetischen Realisierungen eines Phonems werden als Allophone bezeichnet (vgl. Löffler, 2003, S. 69-70).
1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Heterogenität der deutschen Sprache und die damit verbundene Relevanz von Varietäten wie Dialekten und Jugendsprache im schulischen Kontext.
2. STANDARDSPRACHE – UMGANGSSPRACHE – VARIETÄT: Dieses Kapitel definiert und differenziert die grundlegenden sprachwissenschaftlichen Termini und ordnet sie in das Gefüge der Varietätenlinguistik ein.
3. REGIOLEKT (COSERIU) AM BEISPIEL VON DIALEKT: Hier werden Herkunft, Entstehung und spezifische Merkmale (phonologisch, morphologisch, lexikalisch, syntaktisch) von Dialekten als Regiolekte analysiert.
4. SOZIOLEKTE AM BEISPIEL JUGENDSPRACHE: Dieses Kapitel betrachtet die Jugendsprache als Soziolekt, analysiert ihre historische Entwicklung sowie ihre sprachlichen Funktionen und Merkmale.
5. SPRACHVARIETÄTEN IM DEUTSCHUNTERRICHT: Hier wird der Stellenwert von Varietäten im Bildungsplan erörtert und didaktische Ansätze zur Vermittlung von Dialekten und Jugendsprache aufgezeigt.
6. FAZIT: Das Fazit resümiert die wissenschaftliche Bedeutung der Varietätenforschung und betont die Notwendigkeit ihrer fundierten Einbindung in den Sprachunterricht.
Sprachvarietäten, Standardsprache, Regiolekt, Dialekt, Soziolekt, Jugendsprache, Sprachdidaktik, Deutschunterricht, Varietätenlinguistik, Sprachkompetenz, Bildungsplan, Sprachwandel, Sprachbewusstsein, Identität, Soziolinguistik.
Die Arbeit untersucht die sprachliche Vielfalt innerhalb des Deutschen und wie diese verschiedenen Ausprägungen, insbesondere Dialekte und Jugendsprache, im Deutschunterricht gewinnbringend thematisiert werden können.
Die zentralen Themen sind die wissenschaftliche Definition von Sprachvarietäten, die Analyse von Dialekten und Jugendsprache als spezifische Sprachformen sowie deren didaktische Aufbereitung für die Schule.
Ziel ist es, einen Überblick über Sprachvarietäten zu geben und Wege aufzuzeigen, wie diese im Unterricht den Stellenwert erhalten können, der ihnen aufgrund ihrer Bedeutung für die sprachliche Identität zukommt.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse und greift auf Konzepte der Varietätenlinguistik sowie auf Vorgaben des Bildungsplans Baden-Württemberg zurück, um didaktische Strategien abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe Standardsprache, Dialekt und Jugendsprache, gefolgt von einer detaillierten Analyse ihrer phonologischen, morphologischen, lexikalischen und syntaktischen Merkmale.
Zentrale Begriffe sind Sprachvarietäten, Standardsprache, Dialekt, Soziolekt, Jugendsprache, Sprachdidaktik und Kompetenzförderung im Deutschunterricht.
Der Bildungsplan dient als konkrete Grundlage, um zu analysieren, inwieweit Sprachvarietäten in den aktuellen Deutschunterricht integriert sind und welche spezifischen Kompetenzen von Schülern in diesem Bereich erwartet werden.
Die Jugendsprache wird als diastratische Varietät (Soziolekt) betrachtet, da sie für eine sozial definierte Gruppe – die Jugendlichen – charakteristisch ist und zur Stärkung des Zugehörigkeitsgefühls sowie zur Abgrenzung nach außen dient.
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