Bachelorarbeit, 2020
62 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den Zielen und Interessen der deutschen Außenpolitik im Kontext des Nord Stream Projektes und untersucht, ob dieses Projekt eher Ausdruck von Zivilmacht oder Wirtschaftsmacht ist. Die Forschungsfragen konzentrieren sich auf die Motive der deutschen Regierung bei der Umsetzung der Nord Stream Pipeline und deren Übereinstimmung mit den Rollenkonzepten der Zivilmacht und der Wirtschaftsmacht.
Die Einleitung stellt die Forschungsfragen und die Zielsetzung der Arbeit vor und führt in die Thematik ein. Das erste Kapitel erläutert die beiden wichtigen außenpolitischen Rollenkonzepte der Zivilmacht und der Wirtschaftsmacht und beschreibt deren Charakteristiken. Das zweite Kapitel befasst sich mit den Rahmenbedingungen der deutsch-russischen Energiebeziehungen, einschließlich der europäischen Energiepolitik, der deutschen Energiesituation und der russischen Energiewirtschaft. Das dritte Kapitel analysiert das Nord Stream Projekt und die deutsche Energiepolitik im Kontext des Projekts, einschließlich der Interessen der „rot-grünen“ Regierung und der Regierungswechsel von Schröder zu Merkel. Das vierte Kapitel beleuchtet die Perspektive für Nord Stream II.
Die zentralen Themen der Arbeit sind die deutsche Außenpolitik, die Nord Stream Pipeline, die Zivilmacht, die Wirtschaftsmacht, die deutsch-russischen Energiebeziehungen, die europäische Energiepolitik, die deutsche Energiesituation, die russische Energiewirtschaft und die Rolle von Gazprom.
Das Projekt zielte darauf ab, eine direkte Erdgasverbindung zwischen Russland und Deutschland durch die Ostsee zu schaffen, um die Energieversorgungssicherheit zu erhöhen und Transitländer zu umgehen.
Die Arbeit untersucht diese Frage kritisch. Während das Zivilmachtkonzept auf Multilateralismus und Normen setzt, fokussiert das Wirtschaftsmachtkonzept auf nationale wirtschaftliche Interessen und Energiesicherheit.
Gazprom hält das russische Erdgasmonopol und ist der Hauptakteur auf russischer Seite, der die Pipeline als Instrument zur Sicherung seiner Exportmärkte in Europa nutzt.
Obwohl die rot-grüne Regierung unter Schröder das Projekt initiierte, setzte die Regierung Merkel das Projekt trotz außenpolitischer Spannungen fort, was die strategische Bedeutung für die deutsche Energiepolitik unterstreicht.
Zentrale Themen sind die Abhängigkeit von russischen Importen, die Vereinbarkeit mit der EU-Energiestrategie (Energiebinnenmarkt) und das Spannungsfeld zwischen wirtschaftlicher Kooperation und politischer Distanz.
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