Bachelorarbeit, 2020
49 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1. Begriffsdefinitionen
2.2. Funktionen des Bildungssystems nach Fend
3. Forschungsstand
3.1. Befunde zum Arbeitsmarktwandel
3.2. Befunde zu zukunftsorientierter Bildung
4. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
4.1. Zusammenfassung
4.2. Diskussion
5. Fazit
6. Literaturverzeichnis
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, ein einheitliches theoretisches Modell zukunftsorientierter Bildung zu entwerfen, das den durch globale Megatrends veränderten Qualifikationsanforderungen auf dem Arbeitsmarkt begegnet. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, welchen Einfluss Megatrends der Arbeitswelt auf die zukünftige Qualifikationsnachfrage haben und wie das Schulsystem mittels des P21-Modells und der Qualifikationsfunktion nach Helmut Fend darauf vorbereiten kann.
Automatisierung
Ein Megatrend, der sehr häufig im Zusammenhang mit dem Wandel des Arbeitsmarktes genannt wird, ist die Automatisierung. Robotik, künstliche Intelligenz und Technologie-Konvergenz würden die Entwicklung vorantreiben, wodurch immer mehr Aufgaben von Maschinen erledigt werden würden (Daheim &Wintermann, 2016, S.9). In der öffentlichen Debatte wird Automatisierung vor allen Dingen in Bezug auf Rationalisierung thematisiert. Der im Zusammenhang mit Automatisierung und Rationalisierung von vielen gesehene Abbau von Arbeitsstellen, wird häufig sehr kritisch gesehen und bereitet mit Blick in die Zukunft vielen Akteuren Unbehagen.
Eine wichtige Studie ist in diesem Zusammenhang die Arbeit von Frey und Osborne aus dem Jahr 2013: „The Future of Employment: How Susceptible are Jobs to Computerisation?“. Die Studie von Frey und Osborne ist in der Debatte um Automatisierung und ihre Folgen für die Arbeitswelt eine Art Pionierstudie, die viel Aufmerksamkeit erfahren hat. Auf ihrer Basis wurden viele weitere Studien erstellt und die Debatte hat sich durch sie überhaupt erst stärker entwickelt. Quintessenz der Studie ist die Prognose, dass in den nächsten zwanzig Jahren bis zu 47% der Berufe in den USA wegfallen würden, da diese Potenziale zur Automatisierung aufwiesen (Frey & Osborne, 2013, S.38ff.). Die Herangehensweise wurde ebenfalls auf den deutschen Arbeitsmarkt übertragen und man kam auf ähnliche Ergebnisse. Demnach arbeiten derzeit 42% der Beschäftigten in Deutschland in Berufen mit Automatisierungspotenzialen (Bonin, Gregory, Zierahn, 2015). Dengler und Mathes vom IAB kommen in einer anderen Studie lediglich auf 15% der soz. Versicherungspflichtigen, die in Deutschland von der Automatisierung betroffen sein werden (Dengler & Matthes, 2015).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in den Wandel der Arbeitswelt durch Megatrends ein und begründet die Relevanz einer zukunftsorientierten schulischen Bildung zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit.
2. Theoretischer Rahmen: Das Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Arbeitsmarktwandel und zukunftsorientierte Bildung und erläutert die Qualifikationsfunktion des Bildungssystems nach Helmut Fend.
3. Forschungsstand: Hier werden Megatrends wie Automatisierung, Digitalisierung und Globalisierung analysiert sowie das P21-Modell als Rahmen für zukunftsorientierte Bildungsziele dargestellt.
4. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Das Kapitel fasst die Erkenntnisse über die Verknüpfung von Megatrends und Bildungsanforderungen zusammen und bewertet kritisch das P21-Modell sowie den ökonomischen Bildungsansatz.
5. Fazit: Das Fazit beantwortet die Forschungsfrage und betont, dass Schule als Reaktion auf Megatrends Kompetenzen fördern, die Selektivität reduzieren und als internationales Rahmenmodell fungieren muss.
6. Literaturverzeichnis: Dies ist das Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Arbeitsmarktwandel, Zukunftsorientierte Bildung, Megatrends, Automatisierung, Digitalisierung, Qualifikationsfunktion, P21-Modell, 4K-Kompetenzen, Schule, Strukturwandel, Bildungspolitik, Fachkräftemangel, Lebenslanges Lernen, Kompetenzorientierung, Industrie 4.0
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen globaler Megatrends auf den Arbeitsmarkt und untersucht, wie das Schulsystem seine Bildungsangebote anpassen muss, um Lernende auf die Zukunft vorzubereiten.
Die Schwerpunkte liegen auf dem Arbeitsmarktwandel, den theoretischen Funktionen des Bildungssystems, der Digitalisierung, der Vermittlung von 21st Century Skills (4K) und der strategischen Ausrichtung des Unterrichts.
Das Ziel ist die Erarbeitung einer einheitlichen theoretischen Konzeption zukunftsorientierter Bildung, um der veränderten Qualifikationsnachfrage durch Megatrends durch die Schule gerecht zu werden.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse und die Anwendung des P21-Rahmenmodells zur Strukturierung zukunftsorientierter Bildungskompetenzen.
Im Hauptteil werden der aktuelle Forschungsstand zu Megatrends (wie Automatisierung und Globalisierung), das P21-Modell zur Kompetenzförderung sowie die Notwendigkeit einer veränderten Lehrerrolle und Lernumgebung diskutiert.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen Arbeitsmarktwandel, zukunftsorientierte Bildung, P21-Modell, 4K-Kompetenzen, Digitalisierung und Qualifikationsfunktion.
Zukunftsorientierte Bildung fokussiert stärker auf 4K-Kompetenzen, interdisziplinäres Lernen und individuelle Potenzialentfaltung, statt auf die rein standardisierte Vermittlung von Fachinhalten.
Es bietet einen umfassenden und international anerkannten Rahmen, um die verschiedenen für das 21. Jahrhundert relevanten Kompetenzen (Lern- und Innovationsfähigkeiten, Informationskompetenzen) systematisch zu bündeln.
Eine zu hohe Selektivität gilt als hinderlich, da sie Talente aussortiert, statt diese durch individuelle Förderung für die steigenden Qualifikationsanforderungen am Arbeitsmarkt vorzubereiten.
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