Bachelorarbeit, 2020
48 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretischer Rahmen
2.1 Begriffsdefinitionen
2.2 Berufswahltheorie nach Parsons
2.3 Theorie zur Rolle der Schule bei der Berufsorientierung nach Fend
3. Forschungsstand
3.1 Berufsorientierung und Arbeitswelt im Wandel
3.1.1 Berufsorientierung: Ein kurzer Rückblick
3.1.2 Arbeitswelt im Wandel
3.1.3 Notwendigkeit einer Anpassung von Berufsorientierung an den Wandel der Arbeitswelt
3.1.4 Anpassung der Berufsorientierung an den Wandel der Arbeitswelt
3.2 Umsetzungsmöglichkeiten von angepasster Berufsorientierung in der Schule
4. Zusammenfassung und Diskussion
4.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
4.2 Diskussion der Ergebnisse
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie Berufsorientierung an den rasanten Wandel der heutigen Arbeitswelt angepasst werden kann und welche praktischen Umsetzungsmöglichkeiten sich daraus für das Handlungsfeld Schule ergeben, um Jugendliche bei ihrem Übergang in das Berufsleben wirksamer zu unterstützen.
3.1.2 Arbeitswelt im Wandel
Diese Berufswahl soll früher oder später zu einem Beruf oder, wie von Parsons etwas offener gefasst, zu einer Berufung führen. Damit ist es unabdinglich auch einen Blick auf die aktuelle und zukünftige Arbeitswelt zu werfen, in der Berufe bzw. Berufungen zu verorten sind. Dabei ist es schon lange ersichtlich, dass diese sich im Wandel befindet. Einige Aspekte dieses Wandels seien zum Beispiel der Demografische Wandel, eine steigende Relevanz von Changemanagement oder der Zuwachs von unzähligen Zertifizierungen auf dem Arbeitsmarkt. Auf die Arbeitswelt und alle in ihr eingebundenen Individuen komme einiges zu. Dies müsse auch Auswirkungen auf unsere berufsorientierte Bildungsarbeit haben (Sochart, n.d., S.2). Im Folgenden werden daher nun einige Veränderungen der Arbeitswelt aufgezeigt, die in Bezug auf Berufsorientierung eine Rolle spielen.
Komplexität des Arbeitsmarktes
Die Arbeitswelt verändere sich in einem rasanten Tempo. Dabei würden sich Tätigkeits- und Berufsfelder ausweiten, neue Berufsbilder entstehen, Qualifikationsanforderungen sich verändern und das auch immer schneller und immer unvorhersehbarer (Knauf & Oechsle, 2007, S.144). Das immer mehr Berufe entstehen und sich die Berufslandschaft kontinuierlich ändert, lässt sich auch aus einer Statistik des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) aus dem Jahr 2019 herauslesen.
1. Einleitung: Beleuchtung der zunehmenden Schwierigkeiten beim Berufseinstieg und der Relevanz einer an den Arbeitsweltwandel angepassten Berufsorientierung.
2. Theoretischer Rahmen: Definition zentraler Begriffe und Vorstellung der Berufswahltheorie nach Parsons sowie der Theorie zur Allokationsfunktion der Schule nach Fend.
3. Forschungsstand: Darstellung der komplexen Veränderungen der Arbeitswelt und Diskussion konkreter Ansätze zur Anpassung der Berufsorientierung in schulischen Strukturen.
4. Zusammenfassung und Diskussion: Synthese der theoretischen Erkenntnisse und kritische Auseinandersetzung mit der praktischen Umsetzung an Schulen.
5. Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf notwendige Weiterentwicklungen im Bereich der Berufsorientierung.
Berufsorientierung, Schule, Arbeitswelt im Wandel, Berufswahl, Individualisierung, Schlüsselkompetenzen, Allokationsfunktion, Subjektivierung, Berufswahlkompetenz, Selbstexploration, intrinsische Motivation, Ausbildungsabbrüche, Lebensbiografien, Kompetenzorientierung, Übergangsmanagement.
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die der Wandel der modernen Arbeitswelt für die schulische Berufsorientierung mit sich bringt, und entwickelt Ansätze für eine effizientere Vorbereitung Jugendlicher auf diesen Übergang.
Schwerpunkte bilden der Wandel der Arbeitswelt (u.a. demografisch, strukturell), die Theorien der Berufswahl, die Rolle der Schule als zentrale Instanz der Berufsorientierung sowie Ansätze zur Individualisierung und Kompetenzförderung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Berufsorientierung an den Wandel der Arbeitswelt angepasst und konkret in der Schule umgesetzt werden kann, um Orientierungslosigkeit und Abbrüche bei Jugendlichen zu minimieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und einer literaturbasierten Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zur Berufsorientierung im schulischen Kontext.
Der Hauptteil analysiert theoretische Modelle, untersucht die veränderte Arbeitswelt, bewertet Anforderungen an moderne Berufsorientierung und diskutiert konkrete Umsetzungsmöglichkeiten, wie z.B. Praxisprojekte oder Individualisierungsmaßnahmen.
Wesentliche Begriffe sind Berufsorientierung, Subjektivierung, Kompetenzorientierung, Allokationsfunktion, Berufsfindungsprozess und individuelle Passgenauigkeit.
Parsons dient als theoretische Basis für die Berufswahl („Trait-and-Factor“-Ansatz), wobei die Arbeit betont, dass dessen Fokus auf Selbstexploration heute wichtiger ist denn je, um Jugendliche bei der eigenen Berufswahl zu unterstützen.
Subjektivierung beschreibt die Tendenz, den Berufsorientierungsprozess stärker an den individuellen Interessen, Bedürfnissen und dem Selbstkonzept der Lernenden auszurichten, statt rein strukturellen Zuweisungslogiken zu folgen.
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