Bachelorarbeit, 2020
51 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Lebenswelt von Kindern psychisch kranker Eltern
2.1 Entwicklungsrisiken und Belastungsfaktoren
2.1.1 Elternebene
2.1.2 Familiäre Ebene
2.1.3 Kindebene
2.1.4 Psychosoziale Ebene
2.2 Subjektive Gefühlswelt der betroffenen Kinder
3 Resilienz als Schutz für betroffene Kinder und Jugendliche
3.1 Resilienz
3.2 Resilienzfördernde Schutzfaktoren
3.2.1 Persönliche Schutzfaktoren
3.2.2 Familiäre Schutzfaktoren
3.2.3 Soziale Schutzfaktoren
3.3 Spezifische Schutzfaktoren bei Kindern psychisch kranker Eltern
3.3.1 Familiäre Resilienz
3.3.2 Beziehungsqualität
3.3.3 Familiäre Krankheitsbewältigung
4 Spezifische Hilfen für Familien mit einem psychisch kranken Elternteil
4.1 Familienberatungsansatz nach William Beardslee
4.2 CHIMPs – Familienorientiertes Präventionskonzept
4.2.1 Zielgruppe
4.2.2 Ziele der Beratung
4.2.3 Beratungsverlauf
4.3 AURYN – systemisch-familienorientierte Beratungsstelle
4.3.1 Beratungsgespräche
4.3.2 Gruppenangebote
4.4 Unterstützungsmaßnahmen der Sozialen Arbeit
4.4.1 Sozialpädagogische Familienhilfe
4.4.2 Erziehungsberatung
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen psychisch kranker Eltern und analysiert, welche resilienzfördernden Faktoren sie in ihrer Entwicklung stärken. Ziel ist es, familienorientierte Unterstützungsansätze der Sozialen Arbeit aufzuzeigen, die präventiv wirken und zur Resilienzförderung beitragen können.
3.1 Resilienz
Der Begriff ‚Resilienz‘ stammt von dem lateinischen Wort ‚resilire‘, das ‚abprallen‘ bedeutet (vgl. Plass/Wiegand-Grefe 2012: 69). Resilienz ist ein positiver Gegenbegriff zur Vulnerabilität (Verletzlichkeit). Er beschreibt die Widerstandsfähigkeit gegenüber belastenden Umständen und Lebensereignissen. Untersuchungen der Schutzfaktoren, die Kindern und Jugendlichen helfen, negative Erfahrungen zu bewältigen, ergänzen einen bedeutsamen Forschungsbereich der Risikofaktoren in Sozialisations- und Erziehungsprozessen.
Lenz beschreibt, dass Resilienz nicht ausschließlich die Abwesenheit einer psychischen Erkrankung ist, sondern die Fähigkeit, durch vorhandene Schutzfaktoren und Ressourcen belastende Lebensumstände bewältigen zu können. Resiliente Kinder und Jugendliche sind demnach keine vollkommen unverwundbaren Kinder, die alle Belastungen ohne Beschwernis bewältigen können (vgl. Lenz 2014: 150). Darüber hinaus ist Resilienz keine angeborene Persönlichkeitseigenschaft eines Kindes, sondern ein Prozess. Sie entwickelt sich in der Kind-Umwelt-Interaktion. Nach Lenz sind positive Erfahrungen auf verschiedenen Lebensebenen des Kindes ausschlaggebend für die Ausbildung von Resilienz.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der psychischen Erkrankung eines Elternteils ein und definiert die zentralen Forschungsfragen hinsichtlich der Resilienzförderung und Unterstützungsmöglichkeiten.
2 Lebenswelt von Kindern psychisch kranker Eltern: Das Kapitel beleuchtet die verschiedenen Belastungsebenen und das subjektive Erleben betroffener Kinder sowie die Risiken für ihre kindliche Entwicklung.
3 Resilienz als Schutz für betroffene Kinder und Jugendliche: Hier werden das theoretische Konzept der Resilienz sowie persönliche, familiäre und soziale Schutzfaktoren als Ressourcen zur Krankheitsbewältigung erläutert.
4 Spezifische Hilfen für Familien mit einem psychisch kranken Elternteil: Dieses Kapitel stellt konkrete präventive Ansätze wie den Beardslee-Beratungsansatz, das CHIMPs-Projekt und AURYN sowie ambulante Hilfen der Sozialen Arbeit vor.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Bedeutung familienorientierter Ansätze für die Prävention und Resilienzstärkung.
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Die Arbeit beschäftigt sich mit der Lebenssituation von Kindern und Jugendlichen, deren Eltern psychisch erkrankt sind, und analysiert Möglichkeiten der präventiven Unterstützung.
Die Themenfelder umfassen die Belastungssituation in der Familie, das theoretische Konzept der Resilienz und spezifische familienorientierte Interventionsmodelle.
Das Ziel ist es, zu beantworten, was betroffene Kinder stärkt und welche Ansätze der Sozialen Arbeit helfen, diese Familien präventiv zu unterstützen.
Die Autorin hat für die Beantwortung der Forschungsfragen eine umfassende Literaturrecherche und -analyse betrieben.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Lebenswelt der betroffenen Kinder, die Erläuterung von Resilienzfaktoren und die Vorstellung praktischer Hilfsangebote.
Wesentliche Begriffe sind Resilienz, Schutzfaktoren, Familienorientierte Prävention, Soziale Arbeit und Krankheitsbewältigung.
Der CHIMPs-Ansatz ist diagnoseübergreifend und verbindet psychoanalytische Ansätze mit verhaltensorientierten Inhalten, um gezielt auf die familiäre Dynamik einzuwirken.
Die altersgerechte Krankheitsaufklärung hilft Kindern, Schuldgefühle und Ängste abzubauen, indem sie das Verhalten der Eltern besser einordnen können.
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