Masterarbeit, 2020
89 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
2 Theorie und Forschungsstand
2.1 Was ist Führung?
2.2 Verschiedene Führungsstile
2.2.1 Intrinsische und extrinsische Motivation
2.2.2 Sinnstiftendes Management
2.3 Arbeitswelt 4.0
2.4 Diversität, Charta der Vielfalt
2.5 Gleichberechtigung und Politik
2.6 Geschlechterstereotype
2.7 Aktuelle Rollenbilder
2.8 Vorurteile
2.8.1 Think Manager – Think Male
2.8.2 Role Incongruity
2.8.3 Think Crisis – Think Female
2.8.4 Weitere Vorurteile
2.9 Frauenquote
2.10 Fragestellung und Hypothesen
2.10.1 Fragestellung
2.10.2 Hypothesen
3 Methodisches Vorgehen
3.1 Stichprobengewinnung- und beschreibung
3.2 Untersuchungsdesign
3.3 Onlineumfrage Social Media und Berufsnetzwerke
3.4 Statistische Datenanalyse
4 Erstellung und Überprüfung Fragebogen
4.1 Interview
4.2 Zusammenfassung Interviews
4.3 Inhaltsanalyse nach Mayring
4.4 Erstellung Fragebogen
4.4.1 Erstellung des ersten Testentwurfs und Überprüfung
4.5 Itemanalyse und Pretest
4.5.1 Stichprobe Pretest
4.5.2 Itemanalyse
4.5.3 Reliabilitätanalyse
5 Ergebnisse
5.1 Reliabilitätsanalyse Hauptuntersuchung
5.2 Deskriptive Statistik
5.3 Testung der Hypothesen
6 Diskussion
6.1 Deskriptive Daten
6.2 Diskussion der Hypothesen
6.3 Limitationen
7 Praktische Relevanz und Handlungsempfehlung
7.1 Praktische Relevanz
7.2 Handlungsempfehlungen
7.3 Weiterführende Forschung
8 Fazit
Diese Master-Thesis untersucht die aktuelle Situation weiblicher Führungskräfte in Bezug auf Geschlechterstereotype und empfundene Ungleichberechtigung im Vergleich zu männlichen Führungskräften. Ziel ist es, praxisrelevante Erkenntnisse zu gewinnen, um Ansätze für zukünftige Maßnahmen zur Förderung der Gleichberechtigung in Unternehmen abzuleiten.
2.8.1 Think Manager – Think Male
Dieses Phänomen beschreibt die typischen Zuschreibungen, wie sich eine Führungskraft vorgestellt wird. Führungskräfte haben demnach männliche Attribute wie beispielsweise dominant, aktiv und rational (von Rosenstiel L. , 1996). Das heißt Merkmale wie Frisur, Make-up oder Kleidung tragen maßgeblich dazu bei, einer Person, ob männlich oder weiblich, Führungskompetenz zu zuschreiben (von Rennenkampff, 2004).
Nicht nur in Deutschland gibt es dieses Phänomen. Schein, Mueller, Lituchy und Liu (1996) fanden heraus, dass es sich hierbei um ein globales Phänomen handelt. Sie untersuchten männliche und weibliche Management-Studenten in Japan und China. Die Ergebnisse konnten auch in den USA, Großbritannien und Deutschland aufgezeigt werden. Laut Haverbier und Weßels (2017) spielen die Rollenerwartung und die Stereotype eine zentrale Rolle, wenn es um die Besetzung einer Führungsposition geht.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Gleichberechtigung in der modernen Arbeitswelt und führt in die Problematik von Vorurteilen gegen weibliche Führungskräfte ein.
2 Theorie und Forschungsstand: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen zu Führungsstilen, Motivation, Arbeitswelt 4.0 sowie den aktuellen Forschungsstand zu Geschlechterstereotypen und Vorurteilen in Führungspositionen.
3 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das multimethodale Forschungsdesign, welches auf Experteninterviews und einer darauffolgenden Onlineumfrage basiert.
4 Erstellung und Überprüfung Fragebogen: Hier wird der Prozess der Fragebogenentwicklung dargelegt, beginnend bei der qualitativen Inhaltsanalyse der Interviews bis hin zur Itemanalyse und Reliabilitätsprüfung im Pretest.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Hauptuntersuchung und die Testung der aufgestellten Hypothesen.
6 Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse, reflektiert die Bestätigung bzw. Falsifizierung der Hypothesen und thematisiert Limitationen der Studie.
7 Praktische Relevanz und Handlungsempfehlung: Dieses Kapitel verknüpft die Erkenntnisse mit der Unternehmenspraxis und gibt Handlungsempfehlungen für Politik und Management.
8 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und unternehmerischen Wandels.
Weibliche Führungskräfte, Gleichberechtigung, Geschlechterstereotype, Vorurteile, Arbeitswelt 4.0, Transformationale Führung, Diskriminierung, Frauenquote, Gender Pay Gap, Role Incongruity, New Work, Sinnstiftendes Management, Führungskultur, Karriere, Diversity
Die Arbeit untersucht die Situation weiblicher Führungskräfte im Hinblick auf Vorurteile, Geschlechterstereotype und die empfundene Ungleichberechtigung in der modernen Arbeitswelt.
Die zentralen Themen umfassen den Wandel von Führungsstilen (Transformationale Führung), die Bedeutung der Arbeitswelt 4.0, gesetzliche Rahmenbedingungen wie die Frauenquote sowie die psychologische Analyse von Rollenbildern.
Das Ziel ist es, ein aktuelles Bild der Wahrnehmung von Ungleichberechtigung und Benachteiligung durch die Führungskräfte selbst zu generieren, um daraus neue Ansätze für Interventionen abzuleiten.
Es wird ein multimethodales Vorgehen gewählt: Zunächst wurden qualitative Interviews mit weiblichen Führungskräften geführt, deren Ergebnisse in eine quantitative Onlineumfrage (Hauptuntersuchung) flossen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der aktuellen Führungssituation, die methodische Konstruktion eines Fragebogens auf Basis von Expertinnenwissen sowie die statistische Auswertung und Diskussion empirischer Daten.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie "Weibliche Führungskräfte", "Gleichberechtigung", "Geschlechterstereotype" und "Transformationale Führung" charakterisieren.
Hypothese 1 postuliert, dass weibliche Führungskräfte mehr Ungleichberechtigung empfinden als männliche Führungskräfte, was durch die Studie hochsignifikant bestätigt werden konnte.
Die Arbeit zeigt, dass die Generationen Y und Z andere Werte (wie New Work) fordern als die Generation der Baby-Boomer, was einen bedeutenden Einfluss auf das Führungsverständnis hat.
Männer nehmen Veränderungen der letzten 10 Jahre intensiver wahr als Frauen, da für sie die Förderung der Fremdgruppe (Frauen) eine stärkere Veränderung zum Status Quo darstellt als für die direkt betroffenen Frauen selbst.
Die Autorin empfiehlt verstärkte Diversity-Trainings, eine stärkere Fokusierung auf Eignung statt Quote sowie eine Arbeitszeitflexibilisierung, um eine bessere Balance zwischen Beruf und Familie zu ermöglichen.
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