Masterarbeit, 2019
104 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 Problem- und Fragestellung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Integrationsverständnis
1.4 Flüchtlingssituation in Deutschland
2 STAND DER SPORTSOZIOLOGISCHEN INTEGRATIONSFORSCHUNG
2.1 Partizipation von Migrantinnen und Migranten am organisierten Sport
2.2 Integrationsleistungen des organisierten Sports
2.3 Bestimmung des Forschungsdefizits
3 THEORETISCHER ZUGANG
3.1 Das gesellschaftliche Teilsystem „Sport“
3.2 Die Organisation „Sportverein“ als soziales System
3.3 Inklusion und Exklusion im organisierten Sport
3.4 Integration im organisierten Sport
3.5 Sozialintegration durch den organisierten Sport
4 FORSCHUNGSDESIGN
4.1 Leitfragen der empirischen Studie
4.2 Methodischer Zugang
4.3 Datenerhebung
4.4 Datenauswertung
5 DARSTELLUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
5.1 Sportvereinsumfrage
5.1.1 Integration und interkulturelle Öffnung im Vereinssport
5.1.2 Partizipation von Flüchtlingen am Vereinssport
5.1.3 Flüchtlingsarbeit der Sportvereine
5.1.4 Zusammenhänge zwischen den Variablen
5.2 Zusammenfassungen der Interviews
5.2.1 Interview 1 – Hauptamtliche Mitarbeiterin eines Sportvereins
5.2.2 Interview 2 – Ehrenamtlicher Geschäftsführer eines Sportvereins
5.2.3 Interview 3 – Mitarbeiter des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen
5.2.4 Interview 4 – Mitarbeiter des Kreissportbundes Gütersloh
5.2.5 Interview 5 – Flüchtling aus Syrien
5.2.6 Interview 6 – Flüchtling aus dem Iran
6 DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE
6.1 Umgang des organisierten Sports mit Flüchtlingen
6.2 Partizipation von Flüchtlingen am Vereinssport
6.3 Auswirkungen auf den Integrationsprozess von Flüchtlingen
7 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Masterarbeit analysiert den Einfluss des organisierten Sports im Kreis Gütersloh auf den Integrationsprozess von Flüchtlingen. Ziel ist es, auf Basis einer quantitativen Sportvereinsumfrage und qualitativer Experteninterviews zu untersuchen, wie Sportvereine mit der Zielgruppe Flüchtlinge umgehen, in welchem Ausmaß diese am Vereinssport partizipieren und welche Auswirkungen dieses Engagement auf den Integrationsprozess der Geflüchteten hat.
3.2 Die Organisation „Sportverein“ als soziales System
Organisationen – und damit auch Sportvereine – treten, systemtheoretisch betrachtet, als soziale Systeme auf, die aus Entscheidungen bestehen. Die Struktur einer Organisation, die sich aus Entscheidungsprämissen ergibt, besteht sozusagen aus Entscheidungen über nachfolgende Entscheidungen, um eine völlige Beliebigkeit im Entscheidungsprozess einschränken zu können. Entscheidungsprämissen bestimmen die Entscheidungsspielräume und geben die Richtung für alle in einer Organisation stattzufindenden Entscheidungen vor; die grundsätzlich nahezu unendlichen Entscheidungsmöglichkeiten werden dadurch begrenzt. Die Organisation erhält einen klaren Rahmen, sodass Unsicherheit sowie Komplexität von Entscheidungsprozessen reduziert werden. Die Entscheidungsprämissen lassen sich dahingehend unterscheiden, ob über sie entschieden werden kann. Die entscheidbaren Entscheidungsprämissen (Entscheidungsprogramme, Kommunikationswege, Personal) kennzeichnen sich dadurch, dass sie das Resultat bewusster Entscheidungen und damit gestaltbar sind. Unentscheidbare Entscheidungsprämissen, welche sich zusammenfassend als Organisationskultur bezeichnen lassen, beeinflussen die Entscheidungsprozesse einer Organisation, sind jedoch nicht gestaltbar. Sie wirken unbewusst und latent an Entscheidungen mit (vgl. Kleindienst-Cachay et al., 2012, S. 94; Meier & Thiel, 2017, S. 151 f.).
„Entscheidungsprogramme definieren Bedingungen der sachlichen Richtigkeit von Entscheidungen“ (Luhmann, 2011, S. 257). Sie ermöglichen einer Organisation, Entscheidungen entsprechend ihrer Richtigkeit interpretieren zu können. Von daher lässt sich anhand der Entscheidungsprogramme feststellen, ob eine Entscheidungsoperation im Sinne der Organisation ist, oder nicht. Entscheidungsprogramme werden von Organisationen in Zweck- und Konditionalprogramme angelegt. Zweckprogramme beschreiben den Zweck einer Organisation und darauf aufbauende Ziele.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das Integrationsverständnis der Arbeit und erläutert die Flüchtlingssituation in Deutschland.
2 STAND DER SPORTSOZIOLOGISCHEN INTEGRATIONSFORSCHUNG: Es erfolgt eine Übersicht über bestehende Forschungsarbeiten zur Partizipation von Migranten im Sport und die Identifikation bestehender Forschungslücken.
3 THEORETISCHER ZUGANG: Dieser Abschnitt fundiert die Arbeit systemtheoretisch, indem er den Sport, den Verein und die Konzepte Inklusion, Exklusion sowie Sozialintegration analysiert.
4 FORSCHUNGSDESIGN: Hier wird der methodische Aufbau der Studie beschrieben, inklusive der Leitfragen, der Fragebogenerhebung und der Experteninterviews.
5 DARSTELLUNG DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Präsentation der erhobenen Daten aus der Vereinsumfrage sowie zusammenfassende Wiedergabe der geführten Interviews.
6 DISKUSSION DER UNTERSUCHUNGSERGEBNISSE: Kritische Reflexion und Einordnung der Ergebnisse in den theoretischen Rahmen sowie Beantwortung der Leitfragen.
7 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Integrationspotenziale des organisierten Sports und ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Sportverein, Integration, Flüchtlinge, Sozialintegration, Systemtheorie, Inklusion, Exklusion, Sportsoziologie, Partizipation, Ehrenamt, Vereinsstrukturen, Integrationsmaßnahmen, interkulturelle Öffnung, Migrationshintergrund, Organisationskultur
Die Arbeit untersucht den Einfluss des organisierten Sports im Kreis Gütersloh auf den Integrationsprozess von Flüchtlingen.
Im Zentrum stehen die systemtheoretische Analyse des Sportvereins, die Partizipation von Flüchtlingen am Vereinssport sowie die Auswirkungen dieses Engagements auf deren gesellschaftliche Integration.
Die zentrale Frage lautet, welchen Einfluss der Sport – analysiert am Beispiel des organisierten Sports im Kreis Gütersloh – auf den Integrationsprozess von Flüchtlingen hat.
Es handelt sich um eine Kombination aus einer quantitativen Fragebogenuntersuchung bei Sportvereinen und qualitativen, leitfadengestützten Experteninterviews.
Der Hauptteil umfasst den theoretischen Zugang, das Forschungsdesign, die Präsentation der Ergebnisse aus Umfrage und Interviews sowie die abschließende Diskussion.
Die wichtigsten Schlagworte sind Sportverein, Integration, Flüchtlinge, Sozialintegration, Inklusion, Sportsoziologie und Organisationskultur.
Der Sport ist zwar eine gute Plattform für Kontakte, aber viele Vereine sind ehrenamtlich strukturiert und haben begrenzte Ressourcen, was eine systematische Integrationsarbeit oft erschwert.
Die Interviews verdeutlichen, dass das persönliche Engagement der Übungsleiter oft der entscheidende Faktor dafür ist, ob sich Flüchtlinge im Verein wohlfühlen und integriert werden.
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