Bachelorarbeit, 2020
79 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Achtsamkeit
2.1.1 Herkunft und Popularität
2.1.2 Begriffsbestimmung und Definition
2.1.3 Wirkmechanismen der Achtsamkeit
2.2 Cognitive Reflection
2.3 Entscheidungskompetenzen
2.3.1 Relevante Entscheidungstheorien
2.3.2 Heuristik-basiertes-Entscheiden und kognitive Verzerrungen
2.3.3 Begriffsbestimmung Entscheidungskompetenzen
2.3.4 Interpersonelle Unterschiede bezüglich der Entscheidungskompetenzen
2.4 Forschungsstand
2.4.1 Achtsamkeit und Entscheidungskompetenzen
2.4.2 Achtsamkeit und Cognitive Reflection
2.5 Ableitung der Forschungsfrage und Hypothesen
3 Methoden
3.1 Stichprobe
3.2 Untersuchungsdesign und Durchführung
3.3 Erhebungsinstrumente und –material
3.3.1 Mindfulness Attention and Awareness Scale
3.3.2 Adult Decision Making Competence
3.3.3 Cognitive Reflection Test
3.4 Datenaufbereitung und statistische Verfahren
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptivstatistische Analyse
4.2 Inferenzstatistische Datenanalyse
4.2.1 Primärhypothesen
4.2.2 Sekundärhypothesen
5 Diskussion
5.1 Diskussion der Studienergebnisse
5.1.1 Diskussion der Primärhypothesen
5.1.2 Diskussion der Sekundärhypothesen
5.2 Limitationen dieser Studie
5.3 Implikationen für zukünftige Forschungen
6 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dispositioneller Achtsamkeit und verschiedenen Entscheidungskompetenzen (Confidence Bias, Sunk-Cost-Effekt und kognitive Reflexionsfähigkeit). Ziel der Studie ist es, zu analysieren, ob Achtsamkeit als aufwandsarme Interventionsmethode zur Verbesserung des Entscheidungsverhaltens in einer deutschsprachigen Stichprobe dienen kann.
Heuristik-basiertes-Entscheiden. Heuristiken können als Denkstrategien bezeichnet werden, welche Menschen nutzen, um in komplexen Situationen schneller zu Entscheidungen zu gelangen (Gigerenzer & Gaissmaier, 2015).
Gerade in neuartigen Situationen, in denen die Zeit knapp ist, sind die Annahmen der normativen Entscheidungsmodelle eher nicht praktikabel, weshalb heuristische Denkstrategien durchaus Vorteile bieten können (Gigerenzer & Gaissmaier, 2015). Simon (1957) schrieb in diesem Zusammenhang:
„Die Kapazität des menschlichen Verstandes für die Formulierung und Lösung komplexer Probleme ist sehr klein im Vergleich zum Umfang der Probleme, deren Lösung für die Verwirklichung eines objektiv rationalen Verhaltens in der Wirklichkeit oder wenigstens für eine vernünftige Annäherung an eine solche objektive Wirklichkeit notwendig ist.“ (Simon, 1957, S. 198)
Studien bezüglich der Erforschung von Heuristiken betrafen beispielsweise intuitive Wahrscheinlichkeitsurteile von Menschen (Kahneman, Slovik & Tversky, 1982). So tendieren Individuen in Situationen, in denen Entscheidungsprobleme durch einfache statistische Regeln lösbar sind, dazu, intuitiv geeignete Strategien anzuwenden (Kahneman & Tversky, 1986).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Entscheidungsprozessen ein und erläutert die Bedeutung von Achtsamkeit als potenzielles Werkzeug zur Verbesserung der Entscheidungsqualität.
2 Theoretischer Teil: Hier werden die zentralen Konzepte der Achtsamkeit, der kognitiven Reflexionsfähigkeit sowie diverse Entscheidungstheorien und kognitive Verzerrungen detailliert beleuchtet und in den Forschungsstand eingeordnet.
3 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt das Untersuchungsdesign, die Stichprobenzusammensetzung von 136 Teilnehmern sowie die verwendeten Erhebungsinstrumente (MAAS, ADMC, CRT) und die statistische Vorgehensweise.
4 Ergebnisse: Die deskriptiven und inferenzstatistischen Analysen werden präsentiert, wobei die Hypothesentests zur Prüfung der Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit und Entscheidungskompetenzen sowie der soziodemografischen Faktoren im Fokus stehen.
5 Diskussion: Die Studienergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert, mit der bestehenden Literatur abgeglichen und in Bezug auf Limitationen sowie künftige Forschungsimplikationen besprochen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen, stellt fest, dass keine signifikanten Zusammenhänge zwischen Achtsamkeit und den untersuchten Kompetenzen gefunden wurden, und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Achtsamkeit, dispositionelle Achtsamkeit, Entscheidungskompetenzen, Cognitive Reflection, Sunk-Cost-Effekt, Confidence Bias, kognitive Verzerrungen, Heuristiken, Entscheidungsfindung, psychologische Forschung, MAAS, CRT, ADMC, Rationalität, Entscheidungsqualität.
Die Arbeit untersucht, ob eine höhere dispositionelle Achtsamkeit zu einer besseren Entscheidungsqualität führt und Individuen dabei unterstützt, kognitive Verzerrungen zu minimieren.
Die Arbeit fokussiert sich auf Achtsamkeit, kognitive Reflexionsfähigkeit (CRT) und ausgewählte Entscheidungskompetenzen wie den Sunk-Cost-Effekt und Confidence Bias.
Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Führt eine höhere dispositionelle Achtsamkeit zu einer verbesserten Entscheidungskompetenz?“
Es wurde ein korrelatives Studiendesign mit 136 deutschsprachigen Probanden mittels Online-Fragebögen durchgeführt, wobei statistische Verfahren wie die Rangkorrelation nach Spearman und der Kruskal-Wallis-Test angewandt wurden.
Der Hauptteil umfasst eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Konstrukte, die Beschreibung des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der statistischen Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Achtsamkeit, Entscheidungskompetenz, kognitive Verzerrungen und psychologische Entscheidungsforschung charakterisieren.
Nein, die Untersuchung konnte für die untersuchte Stichprobe keine signifikanten Zusammenhänge zwischen dispositioneller Achtsamkeit und den gemessenen Entscheidungskompetenzen bestätigen.
Soziodemografische Faktoren wie Geschlecht, Bildungsstand und Alter zeigten signifikante Einflüsse auf die Entscheidungskompetenzen, was die Replikation früherer Forschungsergebnisse bestätigte.
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