Bachelorarbeit, 2017
43 Seiten, Note: 1,7
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
Einleitung
I. NS und Rassenideologie
a) Idealtypus
b) Rassenideologie und Reinheitspolitik
II. Rauchen : Entwicklung des Feindbildes
a) Zwischen wissenschaftlicher und ideologischer Begründung
b) Rauchverbot als Bestandteil der „Rassenhygiene: Rauchen als Symbol „jüdischer Rassenverunreinigung.
c) Frauen im Visier der NS Antirauchkampagne
III. Zwischen Feindbild und Realität
a) Wirtschaftliche Maßnahmen des NS Regimes
b) Führungsschicht der NS Diktatur
c) Auswirkung auf die Zivilbevölkerung
d) Soldaten an der Front
Fazit
Die Arbeit untersucht die Anti-Raucher-Kampagne des NS-Regimes und analysiert dabei das Spannungsfeld zwischen ideologischer Lenkung, rassenhygienischen Zielen und der sozialen Realität des Tabakkonsums in der deutschen Gesellschaft während der Diktatur.
b) Rauchverbot als Bestandteil der „Rassenhygiene: Rauchen als Symbol „jüdischer Rassenverunreinigung
Bevor sich mit dem rassischen Gebrauch der Tabakbekämpfung auseinandergesetzt wird, sollte zuerst klargestellt werden, dass Assimilationen mit rassischen Konnotationen damals in der Gesellschaft üblich waren. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass es unterschiedliche Rassen gibt, die unterschiedliche Wertigkeiten besitzen und die deutsche Gesellschaft hierarchisieren. Dies war ein konstruierendes Element der nationalsozialistischen Ideologie.
„Neben den bereits genannten Gründen für diesen zeitlichen Einsatz kam hier mit dem 1884/85 erfolgten Erwerb der Kolonien und dem damit verbundenen Eintritt des Deutschen Reiches in die Reihe der imperialistischen Großmächte ein weiterer Ursachenkomplex hinzu.“ Diejenigen Praktiken, welche Rassen bestimmte Eigenschaften zuschrieben, die ihre Minderwertigkeit gegenüber den anderen begründen sollten, stellten kein Novum dar. Tabak wurde als Gift des deutschen Volkes, aber auch als Parasit dargestellt.
Einleitung: Die Einleitung definiert das Forschungsinteresse an der Anti-Raucher-Kampagne des NS-Regimes als Ausdruck ideologischer Lenkung und untersucht den Konflikt zwischen individueller Konsumfreiheit und nationalsozialistischem Rassenideal.
I. NS und Rassenideologie: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Konstruktion des „idealen Menschen“ und die rassenhygienischen Grundlagen, die als Rechtfertigung für staatliche Eingriffe in das Alltagsleben dienten.
II. Rauchen : Entwicklung des Feindbildes: Hier wird analysiert, wie das Rauchen durch medizinische und ideologische Diskurse als „jüdische“ Bedrohung und als frauenfeindliches Feindbild konstruiert wurde.
III. Zwischen Feindbild und Realität: Dieses Kapitel untersucht die ökonomischen Zwänge, die Rolle Hitlers als Nichtraucher-Symbolfigur sowie das tatsächliche Konsumverhalten von Zivilbevölkerung und Soldaten im Widerspruch zur staatlichen Propaganda.
Fazit: Das Fazit stellt fest, dass die Kampagne ihr Ziel der Verhaltensänderung nicht erreichte und vielmehr zur gesellschaftlichen Spaltung sowie zur Entstehung eines Schwarzmarktes beitrug.
Nationalsozialismus, Anti-Raucher-Kampagne, Rassenhygiene, Idealtypus, Tabakpolitik, Antisemitismus, Frauenbild, Konsum, Rationierung, Schwarzmarkt, Zweiter Weltkrieg, Volksgemeinschaft, Körperkult, Gesundheitspolitik, Propaganda.
Die Arbeit analysiert die Kampagne des nationalsozialistischen Regimes gegen den Tabakkonsum und beleuchtet deren ideologische Hintergründe sowie ihre tatsächlichen Auswirkungen auf die Bevölkerung.
Zu den zentralen Themen gehören die rassenhygienische Ideologie, die Instrumentalisierung des Gesundheitsbegriffs, die geschlechtsspezifische Diskriminierung und die staatliche Konsumsteuerung im Krieg.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das NS-Regime versuchte, durch eine Anti-Raucher-Politik ein spezifisches Menschenbild zu formen und inwiefern diese Politik in der Realität am Widerstand und den Bedürfnissen der Gesellschaft scheiterte.
Es handelt sich um eine geschichtswissenschaftliche Untersuchung, die primär auf der Analyse von Quellen der damaligen Zeit, zeitgenössischen Ideologen sowie historischer Sekundärliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die ideologische Konstruktion des Feindbildes (mit Fokus auf Antisemitismus und Frauenbild) und die Untersuchung der Realität durch wirtschaftliche Maßnahmen sowie das Konsumverhalten in der Wehrmacht.
Zentrale Begriffe sind NS-Ideologie, Rassenhygiene, Tabakrationierung, Führerkult und gesellschaftliche Fragmentierung.
Frauen wurden in der NS-Ideologie auf ihre Rolle als Mutter reduziert. Rauchen wurde als antifeministisch und unvereinbar mit der Pflicht zur Erhaltung der „arischen Rasse“ stigmatisiert.
Der Konsum war tief im Alltag verwurzelt. Zudem schuf die staatliche Mangelwirtschaft und Rationierung durch die Einführung von Tabakkarten erst recht Anreize für einen Schwarzmarkt, wodurch der staatliche Einfluss in der Praxis begrenzt blieb.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

