Masterarbeit, 2020
100 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
I Theoretischer Teil
2. Wissenschaftliche Fundierung des Gegenstandes
2.1 Darstellung des aktuellen Forschungstandes
2.2 Guter Unterricht nach Meyer
2.3 Guter Unterricht nach Helmke
2.4 Angebots-Nutzungs-Modell
2.5 Professionalisierung und Lehrerpersönlichkeit
3. Forschungsfrage
II Empirischer Teil
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Stichprobe
4.2 Erhebungsinstrumente
4.2.1 Fragebogen
4.2.2 Leitfadeninterview mit den SuS
4.2.3 Online-Umfrage
4.2.4 Leitfadeninterview mit angehenden LuL
5. Deskriptive Datenauswertung
5.1 Ergebnisse des Fragebogens
5.2 Ergebnisse des Leitfadeninterviews mit den SuS
5.3 Ergebnisse der Online-Umfrage
5.4 Ergebnisse des Leitfadeninterviews mit den angehenden LuL
6. Diskussion der Ergebnisse
7. Fazit
7.1 Methodenreflexion und weiterführende Forschungsfragen
7.2 Resümee und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Erwartungen von Schülern der Jahrgangsstufe 7 und angehenden Lehrkräften an „guten Unterricht“, um Gemeinsamkeiten und Diskrepanzen in der Wahrnehmung unterrichtlicher Qualitätsmerkmale zu identifizieren und für die professionelle Lehrerbildung nutzbar zu machen.
2.4 Angebots-Nutzungs-Modell
Zur Erklärung von schulischen und außerschulischen Determinanten des Schulerfolgs hat sich ein integratives systemisches Modell etabliert, welches zunächst durch die Arbeiten von Helmut Fend geprägt wurden. In seiner Monographie „Qualität im Bildungssystem“ legte Fend 1998 dar, dass optimale Lernergebnisse dann zu prognostizieren sind, wenn ein bestmögliches Angebot von den SuS maximal genutzt wird (1998, 321). Aus diesem Grund basieren die theoretischen Überlegungen von Fend als Ideenträger für das Angebots-Nutzungs-Modell von Helmke. In einem Interview aus dem Jahre 2007 offenbart Helmke seinem Kollegen Meyer, wie das Modell zustande kam:
„Die Metapher vom Unterricht, dessen Ertrag von der Nutzung durch die Schülerinnen und Schüler abhängt, stammt von Helmut Fend, der übrigens auch mein Doktorvater war. Gemeinsam mit Franz E. Weinert habe ich dieses Modell um- und ausgebaut“ (Helmke 2014, 74).
Zudem liegt dem Angebots-Nutzungs-Modell eine Weiterentwicklung des Prozess-Produkt-Paradigmas schulischen Lernens zugrunde, welches darauf zielt, „die Wirkung bestimmter Merkmale des Unterrichts bzw. Lehrerverhaltens (Prozess) auf die Schülerleistungen […] in einem bestimmten Unterrichtsfach (Produkt) [zu postulieren]“ (Oesterreich 2014, 78). Im Folgenden soll auf einige Grundprinzipien des Modells eingegangen werden.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Definition von gutem Unterricht und beleuchtet die Rolle der Lehrkräfte sowie die Bedeutung von Schülern als Akteure im Unterrichtsprozess.
2. Wissenschaftliche Fundierung des Gegenstandes: Dieses Kapitel liefert eine theoretische Basis, indem aktuelle Forschungsstände, Modelle zur Unterrichtsqualität (Meyer, Helmke) sowie Professionalisierungsansätze für Lehrkräfte erläutert werden.
3. Forschungsfrage: Hier wird die zentrale Fragestellung der Arbeit formuliert, die den Vergleich der Perspektiven von Schülern und angehenden Lehrkräften auf guten Unterricht in den Fokus rückt.
4. Methodisches Vorgehen: Dieses Kapitel erläutert das methodische Design der Untersuchung, einschließlich der Stichprobenauswahl sowie der angewandten Erhebungsinstrumente (Fragebögen und Interviews).
5. Deskriptive Datenauswertung: Die erhobenen Daten aus der Befragung der Schüler und der Online-Umfrage der angehenden Lehrkräfte werden deskriptiv ausgewertet und in Kategorien eingeordnet.
6. Diskussion der Ergebnisse: Die Ergebnisse werden im Hinblick auf die Fragestellung interpretiert und kritisch vor dem Hintergrund der theoretischen Modelle diskutiert.
7. Fazit: Das Fazit reflektiert die gewählten Methoden und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe bezüglich der Wahrnehmung von Unterrichtsqualität.
Unterrichtsqualität, Hilbert Meyer, Andreas Helmke, Angebots-Nutzungs-Modell, Schülerwahrnehmung, angehende Lehrkräfte, Lehrerpersönlichkeit, Praxissemester, Methodenvielfalt, Lernförderliches Klima, pädagogische Kompetenz, empirische Forschung, Unterrichtsentwicklung, Professionalisierung, Evaluation.
Die Arbeit untersucht, wie „guter Unterricht“ definiert wird und wie angehende Lehrkräfte sowie Schüler der 7. Jahrgangsstufe die Merkmale von Unterrichtsqualität wahrnehmen.
Die zentralen Themen sind Unterrichtsqualität, professionelle Lehrerbildung, die Relevanz der Schülerperspektive sowie der Vergleich theoretischer Konzepte mit der alltäglichen Unterrichtswirklichkeit.
Das Hauptziel ist es, die Diskrepanzen und Übereinstimmungen zwischen den Erwartungen der Schüler an guten Unterricht und den Vorstellungen angehender Lehrkräfte zu identifizieren.
Es wurde ein empirischer Ansatz gewählt, der sowohl quantitative Methoden (Fragebögen, Online-Umfrage) als auch qualitative Methoden (Leitfadeninterviews) kombiniert.
Der Hauptteil umfasst eine tiefgehende theoretische Aufarbeitung der Qualitätsmerkmale nach Meyer und Helmke, die Darstellung des methodischen Vorgehens sowie eine detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Daten.
Unterrichtsqualität, Schülerwahrnehmung, Lehrerprofessionalität, Angebots-Nutzungs-Modell und Methodenvielfalt sind die zentralen Begriffe.
Die Untersuchung zeigt, dass das Praxissemester einen messbaren Einfluss darauf hat, welche Gewichtung angehende Lehrkräfte bestimmten Merkmalen wie der Unterrichtsstruktur beimessen.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Lehrerpersönlichkeit und die Art und Weise der Vermittlung für Schüler von zentraler Bedeutung für die Wahrnehmung von gutem Unterricht sind.
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