Bachelorarbeit, 2020
68 Seiten, Note: 1,0
Theoretischer Teil
1. Einleitung
2. Begrifflichkeiten
2.1 Kulturelle Heterogenität
2.2 Einstellung
3. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Bildung
3.1 Ausländerpädagogik
3.2 Interkulturelle Bildung
3.3 Interkulturelle Bildung an deutschen Hochschulen
4. Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen
4.1 Lehrer/innenbildung für eine Schule der Vielfalt
4.2. Standards für die Lehrer/innenbildung: Bildungswissenschaften
4.3.1 Lehramtszugangsverordnung NRW und Modulhandbücher der Universität zu Köln
4.3.2 Deutsch für Schüler/innen mit Zuwanderungsgeschichte
4.3.3 Praktika
5. Chancengleichheit als Herausforderung
5.1 Pisa Ergebnisse 2018
Empirischer Teil
6. Forschungsdesign
6.1 Qualitative Sozialforschung
6.2 Das Leitfadengestützte Experteninterview und die Positionskärtchen
6.3 Das Sampling
6.4 Die Interviewdurchführung
6.5 Die Transkription
6.6 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
7. Analyse der Interviewergebnisse
7.1 Bedeutung kulturelle Heterogenität
7.2 Aufgaben und Anforderung
7.3 Die universitäre Lehramtsausbildung
7.4 Die private Auseinandersetzung
7.5 Eine Herausforderung wie auch eine Bereicherung
7.6 Selbsteinschätzung
7.7 Lehrkräfte mit Migrationshintergrund
8. Diskussion
9. Fazit und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie angehende Lehrkräfte an der Universität zu Köln auf die Herausforderungen kultureller Heterogenität im Schulalltag vorbereitet werden. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse curricularer Vorgaben sowie der empirischen Untersuchung von Einstellungen und subjektiven Erfahrungen Studierender durch Experteninterviews, um den Zusammenhang zwischen universitärer Ausbildung und professioneller Handlungskompetenz zu beleuchten.
7.1 Bedeutung kulturelle Heterogenität
Um den Einstieg in das Interview zu vereinfachen und den Untersuchungsgegenstand zu definieren, wurden die Studentinnen gefragt, was für sie kulturelle Heterogenität in der Schule bedeutet.
Beide verbinden die kulturelle Heterogenität einstimmig mit Vielfalt. So sagt B1, dass kulturelle Heterogenität für sie „(…) ein ganz großes Synonym für Vielfalt, also irgendwas in seiner vielfältigsten Form im Schulalltag (…)“ (Interview 1, Z.11-12) darstellt und auch B2 umschreibt Heterogenität mit Vielseitigkeit: „… dass jeder Schüler, jede Schülerin anders ist und kulturell gesehen, dass man eine kulturelle Vielfalt in der Klasse hat“(Interview 2, Z.12-12). Die kulturelle Vielfalt bezieht B1 auf verschiedene Ethnien, aber sie fasst den Begriff noch weiter: „(…) alles was die Schüler und Schülerinnen in den Unterricht einbringen ist eben Heterogenität“ (Interview 2, Z.15-16). Auch bei B1 wird klar, dass es sich bei kultureller Heterogenität um Schüler/innen mit Migrationshintergrund handelt: „Schüler, die abweichen von der deutschen Sprache und irgendeinen Teil ihres Hintergrundes mitbringen“ (Interview1, Z.15-16). Die Befragten beziehen die kulturelle Heterogenität zwar primär auf den Migrationshintergrund, doch bei ihren weiteren Erläuterungen wird erkennbar, dass aus dem Migrationshintergrund eine Identität resultiert, die die Schüler/innen mitbringen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz kultureller Heterogenität im deutschen Bildungssystem ein und formuliert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der universitären Vorbereitung und der Einstellungen von Lehramtsstudierenden.
2. Begrifflichkeiten: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe „kulturelle Heterogenität“ sowie „Einstellung“ theoretisch definiert und in den Kontext schulleistungsrelevanter Faktoren wie Bildungsungleichheit eingeordnet.
3. Von der Ausländerpädagogik zur Interkulturellen Bildung: Das Kapitel zeichnet den historischen Paradigmenwechsel von defizitorientierten Ansätzen der Ausländerpädagogik hin zu interkulturellen Bildungskonzepten nach und beleuchtet deren Stellenwert an deutschen Hochschulen.
4. Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen: Hier werden bildungspolitische Empfehlungen und Standards der Lehrerbildung analysiert, wobei kritisch untersucht wird, wie diese in den Modulhandbüchern der Universität zu Köln für die verschiedenen Lehramtsstudiengänge implementiert sind.
5. Chancengleichheit als Herausforderung: Basierend auf Ergebnissen internationaler Schulleistungsstudien wie PISA wird verdeutlicht, dass Bildungsbenachteiligung weiterhin eine zentrale Herausforderung für das deutsche Schulsystem darstellt.
6. Forschungsdesign: Das Kapitel begründet die Wahl der qualitativen Sozialforschung, insbesondere des leitfadengestützten Experteninterviews mit Studierenden, sowie das Vorgehen bei der Auswertung nach der Methode von Mayring.
7. Analyse der Interviewergebnisse: Die Ergebnisse der Interviews werden anhand der gebildeten Kategorien analysiert, wobei insbesondere die Bedeutung von Vielfalt, die Anforderungen an Lehrkräfte und die Rolle der universitären Ausbildung sowie privater Erfahrungen diskutiert werden.
8. Diskussion: Die Ergebnisse der empirischen Studie werden kritisch zusammengeführt und vor dem Hintergrund der theoretischen Grundlagen bewertet, um Konsequenzen für die universitäre Lehramtsausbildung abzuleiten.
9. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und plädiert für eine stärkere, verpflichtende Verankerung interkultureller Kompetenz in der Lehramtsausbildung, ergänzt um Angebote zur professionellen Weiterqualifizierung.
Kulturelle Heterogenität, Interkulturelle Bildung, Lehramtsstudium, Lehrer/innenbildung, Migrationshintergrund, Chancengleichheit, Bildungsbenachteiligung, Qualitative Sozialforschung, Experteninterview, Professionelle Handlungskompetenz, Diversität, Schulentwicklung, Einstellungsforschung, Universität zu Köln, Inklusion.
Die Arbeit untersucht, wie Lehramtsstudierende an der Universität zu Köln auf die kulturelle Heterogenität im Schulalltag vorbereitet werden und welche persönlichen Einstellungen sie gegenüber dieser Vielfalt einnehmen.
Die Arbeit verknüpft bildungspolitische Vorgaben (wie KMK-Standards) mit der strukturellen Umsetzung in universitären Modulhandbüchern und kontrastiert dies mit der subjektiven Wahrnehmung angehender Lehrkräfte durch qualitative Experteninterviews.
Die Arbeit geht der Frage nach, wie Lehrkräfte an der Universität auf die kulturelle Heterogenität des Schulalltags vorbereitet werden und welche Einstellungen sie bezüglich kultureller Heterogenität besitzen.
Die Autorin nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, namentlich das leitfadengestützte Experteninterview mit Studierenden, das durch Positionskärtchen ergänzt und mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Philipp Mayring ausgewertet wird.
Der Hauptteil umfasst eine historische Einordnung der Ausländerpädagogik hin zur interkulturellen Bildung, eine Analyse der aktuellen Anforderungen des Landes NRW sowie eine detaillierte empirische Auswertung von Interviews mit Studierenden.
Neben dem Kernbegriff der kulturellen Heterogenität sind Chancengleichheit, Diversität, interkulturelle Kompetenz, Lehrer/innenbildung und professionelle Handlungskompetenz zentrale Begriffe.
Die Studierenden schätzen den Erwerb von Theoriewissen zwar als gegeben ein, kritisieren jedoch das Fehlen konkreten Handlungswissens. Sie wünschen sich eine verbindlichere Verankerung entsprechender Module im Studium.
Die Interviews zeigen, dass Studierende neben dem Studium oft private Wissensquellen (wie Medien oder persönliche Erfahrungen) als besonders hilfreich für ihren späteren Unterricht bewerten, da sie hier praxisnahe Zugänge finden.
Das Phänomen beschreibt die unangenehme Erfahrung, aufgrund der kulturellen Herkunft im Unterricht in den Mittelpunkt gerückt zu werden, was die befragten Studierenden als eine Form der missglückten Wertschätzung kritisieren.
Die Studierenden identifizieren Heterogenität als grundlegende Bedingung jedes Lernprozesses – unabhängig von kulturellen Merkmalen – und plädieren dafür, diese als wertvolle "Würze" und Chance für den Unterricht zu begreifen.
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