Bachelorarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 1,1
1. Einleitung
2. Geschlechterstereotype
2.1 Produktion und Reproduktion von Geschlechterstereotypen: ‚doing gender‘
2.1.1 Durch die Familie
2.1.2 Durch die Institution Schule
2.1.3 Durch Konsumgüter und Medien
2.2 Literatur und Geschlechterasymmetrien
3. Analyse ausgewählter Kinderbücher von Kirsten Boie
3.1 Die Autorin Kirsten Boie
3.2 Geschlechtsspezifische Unterschiede und Gemeinsamkeiten in ausgewählten Kinderbüchern
3.2.1 Repräsentation und Darstellung weiblicher und männlicher Figuren
3.2.2 Familiäre Strukturen und Freundschaften
3.2.3 Sprache
3.2.4 Genderstereotype und Reaktionen auf nicht genderstereotypes Verhalten
3.3 Exemplarische Analyse einzelner Schwerpunktthemen
3.3.1 Lena und Mathematik in „Lena hat nur Fußball im Kopf“
3.3.2 Chancen und Grenzen des Buches „Kann doch jeder sein wie er will“
4. Ausblick: Kirsten Boies Kinderbücher als geeignete Lektüre zur Sensibilisierung für Geschlechterasymmetrien
Die Arbeit untersucht, inwieweit moderne Kinderliteratur der Autorin Kirsten Boie dazu beitragen kann, tradierte Geschlechterkonstruktionen zu hinterfragen, aufzubrechen oder neu zu definieren. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welches Bild von Geschlechterasymmetrien und Geschlechtergerechtigkeit durch Figurenkonstellationen, Sprache, Bilder und Inhalte vermittelt wird und welchen Einfluss diese Literatur auf das Verständnis von Geschlechterrollen bei Kindern im Grundschulalter nehmen kann.
3. Analyse ausgewählter Kinderbücher von Kirsten Boie
Kirsten Boies literarisches Werk umfasst ein sehr breites Angebot an Kinder- und Jugendliteratur. In dieser Arbeit werden fünf ausgewählte Kinderbücher für Leserinnen und Leser der zweiten und dritten Jahrgangsstufe analysiert und enthaltene Geschlechterkonstruktionen thematisiert. Für die Buchauswahl waren verschiedene Aspekte entscheidend. Zum einen wurden die Texte so gewählt, dass weibliche und männliche Protagonisten in ausgewogener Anzahl vertreten sind. Zusätzlich ist durch das Buch ‚King Kong das Geheimschwein‘ eine Tiergeschichte und durch ‚Jannis und der ziemlich kleine Einbrecher‘ eine Geschichte mit phantastischen Elementen eingebunden.
Die Geschichte aus der ‚Lena-Reihe‘ wurden so gewählt, dass sich zwei Interessen gegenüberstehen, von denen das eine als geschlechtsuntypisch und das andere als geschlechtskonform betrachtet werden kann. ‚Kann doch jeder sein wie er will‘ befasst sich direkt mit der Geschlechterthematik und ist deshalb von besonderem Interesse. Nach einer Analyse der ausgewählten Geschichten in Hinblick auf geschlechtsspezifische Unterschiede und Gemeinsamkeiten werden anschließend exemplarische Schwerpunktthemen näher betrachtet, die einzelne Geschichten betreffen. Hierfür wurde ein Analysebogen erstellt, der sich an analytischen Grundlagen von Krah orientiert (2016, S. 53-64). Alle ausgefüllten Analysebögen mit Hinweis auf die jeweiligen Textstellen und Seitenzahlen im Originaltext sind im Anhang beigefügt, weshalb im weiteren Verlauf auf Seitenangaben des Originaltextes verzichtet wird. Lediglich wörtliche Zitate werden mit entsprechenden Seitenangaben versehen.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert, wie moderne Kinderliteratur alte Geschlechterkonstruktionen überwinden kann und welche Rolle Bücher von Kirsten Boie dabei spielen.
2. Geschlechterstereotype: Dieses Kapitel erläutert die Entstehung und Manifestation von Geschlechterstereotypen durch Familie, Schule sowie Medien und deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung.
3. Analyse ausgewählter Kinderbücher von Kirsten Boie: In diesem Hauptteil werden fünf Kinderbücher hinsichtlich ihrer Darstellung von Geschlechterrollen, familiären Strukturen und sprachlichem Verhalten detailliert untersucht.
4. Ausblick: Kirsten Boies Kinderbücher als geeignete Lektüre zur Sensibilisierung für Geschlechterasymmetrien: Der Abschluss resümiert das Potenzial von Boies Werken, Kinder für Geschlechterfragen zu sensibilisieren, ohne dabei die Authentizität der Geschichten aufzugeben.
Geschlechterstereotype, Doing Gender, Kinderliteratur, Kirsten Boie, Geschlechterasymmetrie, Sozialisation, Rollenbilder, Geschlechtergerechtigkeit, Identitätsfindung, Literaturdidaktik, Grundschule, Gender Studies, Stereotype Threat, Mädchenbilder, Jungenbilder
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse von Geschlechterkonstruktionen in ausgewählten Kinderbüchern von Kirsten Boie und untersucht, wie diese Texte zur Reflexion von Geschlechterrollen beitragen.
Zentrale Themen sind die Produktion von Geschlechterstereotypen durch soziale Instanzen, die Analyse literarischer Figuren in Bezug auf ihr Geschlecht sowie Möglichkeiten der Sensibilisierung für Geschlechterasymmetrien im Unterricht.
Ziel ist es zu untersuchen, ob und wie die untersuchte Kinderliteratur dazu beiträgt, bestehende Geschlechterungerechtigkeiten sichtbar zu machen und kindliche Rollenbilder kritisch zu hinterfragen.
Die Arbeit nutzt die Analyse von Kinderbüchern mithilfe eines speziell erstellten Analysebogens, der sich an den analytischen Grundlagen von Krah orientiert, um Figurenkonstellationen, Sprache und Inhalte zu erfassen.
Der Hauptteil analysiert fünf Werke Kirsten Boies, wobei Aspekte wie die Repräsentation männlicher und weiblicher Figuren, familiäre Strukturen, sprachliche Nuancen und spezifische Themen wie der „Stereotype Threat“ im Mathematikbereich beleuchtet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Geschlechterstereotype, Doing Gender, Identitätsfindung, Literaturdidaktik und Gendergerechtigkeit charakterisieren.
Dieses Buch ist von besonderem Interesse, da es die Genderthematik explizit aufgreift und das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach individueller Freiheit und den Erwartungen der Umwelt verdeutlicht.
Es wird am Beispiel der Figur Lena untersucht, die aufgrund von schlechten Matheleistungen unter Druck gerät und durch das Aufbrechen von Geschlechterklischees Strategien entwickelt, um mit diesem Leistungsdruck und der Angst vor dem Scheitern umzugehen.
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