Bachelorarbeit, 2020
68 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Darstellung der Besteuerung von Kapitalgesellschaften im Konzern
2.1 Die Systematik des Konzerns und des Konzernabschlusses
2.2 Anwendung des Trennungsprinzip bei der Körperschaftsteuer
2.3 Besonderheiten im Gewerbesteuerrecht
3 Die ertragsteuerliche Organschaft als Alternative
3.1 Voraussetzungen
3.1.1 Persönliche Voraussetzungen
3.1.2 Sachliche Voraussetzungen
3.2 Rechtsfolgen der körperschaftsteuerlichen Organschaft
3.2.1 Einkommensermittlung bei der Organgesellschaft
3.2.2 Einkommensermittlung und -zurechnung beim Organträger
3.2.3 Mehr- oder Minderabführungen
3.3 Rechtsfolgen der Organschaft im Gewerbesteuerrecht
4 Die Organschaft im Vergleich zu Kapitalgesellschaften ohne Organschaftsverhältnis
4.1 Vorteile der Organschaft
4.1.1 Steuerbelastungsvergleich: Vorteilhaftigkeit der Verlustverrechnung
4.1.2 Vermeidung mehrfacher gewerbesteuerlicher Hinzurechnungen
4.1.3 Gewerbesteuerentlastung durch Zerlegung des Messbetrags
4.1.4 Umqualifizierung verdeckter Gewinnausschüttungen
4.2 Nachteile der Organschaft
4.2.1 Gefahr einer verunglückten Organschaft
4.2.2 Keine Nutzung vororganschaftlicher Verluste
4.2.3 Erweiterte Haftung der Organgesellschaft
4.2.4 Rechtsunsicherheit verbunden mit hohen Beratungskosten
5 Zusammenfassung
Die Arbeit analysiert die ertragsteuerliche Organschaft als Alternative zur Besteuerung von Kapitalgesellschaften in einem Konzern. Das primäre Ziel ist es, Chancen und Risiken der Organschaft darzustellen, um steuerliche Gestaltungsspielräume aufzuzeigen, Problemfelder in der Praxis zu vermeiden und im Idealfall eine Steuerersparnis zu ermöglichen.
3.1.1 Persönliche Voraussetzungen
Allgemein besteht die ertragsteuerliche Organschaft aus einem Unterordnungsverhältnis, das heißt, eine Kapitalgesellschaft muss in ein rechtlich selbstständiges Unternehmen finanziell eingegliedert sein. Das übergeordnete Unternehmen ist der Organträger, die Kapitalgesellschaft wird als Organgesellschaft bezeichnet.
Gem. § 14 Abs. 1 Satz 1 KStG muss es sich bei der Organgesellschaft um eine Europäische Gesellschaft, einer Aktiengesellschaft oder einer Kommanditgesellschaft auf Aktien handeln. Weitere Kapitalgesellschaften im Rahmen des KStG können gem. § 17 Satz 1 KStG in Betracht kommen. Folglich kann unter Beachtung des Klammerzusatzes in § 1 Abs. 1 Nr. 1 KStG eine Organschaft auch mit einer GmbH als Organgesellschaft gegründet werden. Voraussetzung ist gem. § 17 Abs. 1 Satz 1 KStG ein wirksamer Gewinnabführungsvertrag. Gem. § 14 Abs. 1 Satz 1 KStG muss die Organgesellschaft ihre Geschäftsleitung im Inland und ihren Sitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder in einem Vertragsstaat des EWR-Abkommens haben. Diese Regelung ist jedoch für Kapitalgesellschaften mit Sitz im EU/EWR nahezu nutzlos, da sie keinen Gewinnabführungsvertrag nach § 291 Abs. 1 AktG abschließen können. Eine gewerbliche Tätigkeit ist nicht zwingend notwendig, auch eine vermögensverwaltende Gesellschaft kann eine Organgesellschaft sein.
Organträger können gem. § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 KStG auch natürliche Personen, Personengesellschaften nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG, Kapitalgesellschaften und andere rechtsfähige oder nicht rechtsfähige Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen im Sinne des § 1 KStG sein. In § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 4-7 KStG ist der notwendige Inlandsbezug geregelt. Gem. § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 4 KStG muss die Beteiligung an der Organgesellschaft ununterbrochen während der gesamten Dauer der Organschaft einer inländischen Betriebsstätte nach § 12 AO des Organträgers zuzurechnen sein. Ziel dieser Regelung ist die Zurechnung des Einkommens der Organgesellschaft
1 Einleitung: Erläutert die Grundlagen des Konzernbegriffs und die steuerlichen Herausforderungen bei der Besteuerung selbstständiger Unternehmen ohne Organschaft.
2 Darstellung der Besteuerung von Kapitalgesellschaften im Konzern: Behandelt die handelsrechtliche Konzernsystematik und das im deutschen Steuerrecht herrschende Individual- und Trennungsprinzip.
3 Die ertragsteuerliche Organschaft als Alternative: Analysiert die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen sowie die körperschaft- und gewerbesteuerlichen Rechtsfolgen der Organschaft.
4 Die Organschaft im Vergleich zu Kapitalgesellschaften ohne Organschaftsverhältnis: Stellt die Vor- und Nachteile der Organschaft gegenüber, unter anderem durch diverse Steuerbelastungsvergleiche im Verlustfall oder bei Betriebsaufspaltungen.
5 Zusammenfassung: Fasst die wesentlichen Erkenntnisse zur Vorteilhaftigkeit der Organschaft sowie die damit verbundenen Risiken zusammen.
Organschaft, Organträger, Organgesellschaft, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer, Gewinnabführungsvertrag, Verlustverrechnung, Steuerbelastung, Trennungsprinzip, verdeckte Gewinnausschüttung, verdeckte Einlage, Betriebsaufspaltung, Steuerersparnis, Mehrabführungen, Minderabführungen.
Die Arbeit befasst sich mit der ertragsteuerlichen Organschaft im deutschen Steuerrecht als Gestaltungsmöglichkeit für Kapitalgesellschaften in einem Konzernverbund.
Die Schwerpunkte liegen auf den rechtlichen Voraussetzungen für die Gründung einer Organschaft, den steuerlichen Folgen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie einem Vergleich zur Besteuerung ohne Organschaft.
Ziel ist es, die Chancen und Risiken der Organschaft aufzuzeigen, um steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten in der Praxis nutzbar zu machen und durch Vergleiche die Vorteilhaftigkeit der Organschaft zu bewerten.
Die Arbeit nutzt die Analyse gesetzlicher Vorschriften, Verwaltungsanweisungen und relevanter Rechtsprechung sowie praxisnahe Steuerbelastungsrechnungen anhand von Fallbeispielen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Konzernbesteuerung, die detaillierten Voraussetzungen der Organschaft und einen ausführlichen Vergleich der steuerlichen Belastung inklusive spezifischer Vorteile und potenzieller Nachteile.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Organschaft, Gewinnabführungsvertrag, Verlustverrechnung, Steuerbelastung und verschiedene steuerliche Korrekturvorschriften wie die verdeckte Gewinnausschüttung.
Eine verunglückte Organschaft liegt vor, wenn die komplexen gesetzlichen Voraussetzungen für die Anerkennung der Organschaft nicht erfüllt werden oder während der Laufzeit wegfallen, was zu einer steuerlichen Nichteinheit führt.
Der Gewinnabführungsvertrag ist das zentrale Element der Organschaft; Fehler bei dessen Gestaltung oder Durchführung können die gesamte Organschaft steuerlich scheitern lassen und hohe finanzielle Nachteile verursachen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

