Bachelorarbeit, 2020
59 Seiten, Note: 1,0
1. EINLEITUNG
2. GRUNDLAGEN UND HERLEITUNG DER TEILBEREICHE FÜR DAS LERNSETTING
2.1. BILDUNG FÜR NACHHALTIGE ENTWICKLUNG
2.1.1. Genese der BNE für den schulischen Kontext
2.1.2. Kompetenzorientierung in der BNE
2.2. SCRUM ALS REFERENZRAHMEN FÜR AGILES VORGEHEN
2.2.1. Scrum
2.2.2. Scrum im Bildungskontext
3. ERLEBNISPÄDAGOGIK IM NATURRAUM
4. LERNSETTING
4.1. Begründung der methodischen Grundlage des modellhaften Lernsetting
4.2. Ablauf des modellhaften Lernsettings
4.2.1. Phase 1 / Sprint 1
4.2.2. Phase 2 / Sprint 2
4.2.3. Phase 3 / Sprint 3
5. ERGEBNISSE AUS DEM MODELLVERSUCH
5.1. Anwendbarkeit des agilen Rahmenwerks
5.2. Zuordnung zum Rahmenplan Grundschule, Teilrahmenplan Sachunterricht, RLP
5.3. Zuordnung zu den Bildungszielen im Curriculum der Richtlinie zur Verbraucherbildung an allgemeinbildenden Schulen RLP
5.4. Zuordnung zu den Teilkompetenzen der ‚BNE Gestaltungskompetenz‘
5. DISKUSSION
5.1. Diskussion des Lernsettings
5.2. Limitation der Arbeit
6. ZUSAMMENFASSUNG
7. LITERATURVERZEICHNIS
Die Arbeit untersucht, inwieweit agile Methoden wie Scrum in Kombination mit erlebnispädagogischen Handlungsfeldern genutzt werden können, um Themen für die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Grundschule partizipativ und explorativ zu konstituieren.
2.1.1. Genese der BNE für den schulischen Kontext
In Korrespondenz auf den globalen Wandel entsteht bereits 1987 das Konzept der nachhaltigen Entwicklung, welches unter dem Namen Brundtland-Bericht bekannt geworden ist und auf dessen Begriffsexplikation am häufigsten rekurriert wird [SCHMIDT 2009, S. 21]. In Anlehnung an den tradierten Nachhaltigkeitsbegriff aus der Forstwirtschaft [HÄUSLER & SCHERER-LORENZEN 2002] wird dort eine Entwicklung gefordert „that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs“ [WCED 1987, S. 41]. Auf der UNO-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro werden die Empfehlungen der World Commission on Environment and Development zu einem normativen Orientierungsrahmen weiterentwickelt und in der Agenda 21 manifestiert. Der nachhaltigen Entwicklung zu grunde liegende Naturbild ist hier ökonomisch geprägt und betrachtet die Natur als Ressource, die durch rationale und technologische Optimierung gemanagt werden kann und fokussiert eine Effizienzstrategie im Umgang mit den sozio-ökologischen Herausforderungen [HOLFELDER 2018, S. 39]. In der Agenda 21 wird im Kapitel 36 die Aufforderung zur „Förderung der Bildung, der Bewusstseinsbildung und der Ausbildung [und explizit eine] Neuausrichtung der Bildung auf eine nachhaltige Entwicklung“ [VN 1992, S. 329] gefordert. Dies ist der Ursprung des Konzepts der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), welches auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung im Jahr 2002 bekräftigt wird [VN 2002] und die Grundlage für die Weltdekade Bildung für nachhaltige Entwicklung von 2005 bis 2014 darstellt [DUK 2005]. Ziel dieser Dekade ist das Nachhaltigkeitsparadigma in die Bildungssysteme zu implementieren, zu festigen und auszubauen, damit die Menschen befähigt und ermuntert sind, an einer nachhaltigen Entwicklung aktiv zu partizipieren und ihren Lebensstil ihre Handlungen diesbezüglich kritisch zu reflektieren [KÜNZLI 2003, S. 29].
1. EINLEITUNG: Die Einleitung begründet die Relevanz der BNE in der Grundschule und führt die Fragestellung nach einer agilen, erlebnispädagogisch gestützten Themenkonstitution ein.
2. GRUNDLAGEN UND HERLEITUNG DER TEILBEREICHE FÜR DAS LERNSETTING: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Fundamente der BNE, das Scrum-Framework und die Prinzipien der Erlebnispädagogik im Naturraum.
3. ERLEBNISPÄDAGOGIK IM NATURRAUM: Hier wird die Rolle des Naturraums als pädagogischer Entwicklungsraum und dessen Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung analysiert.
4. LERNSETTING: Dieses Kapitel begründet das methodische Vorgehen und beschreibt den konkreten Ablauf des dreiphasigen Modellversuchs.
5. ERGEBNISSE AUS DEM MODELLVERSUCH: Die Ergebnisse präsentieren die Anwendbarkeit der agilen Methode und die Zuordnung der generierten Themen zu den offiziellen Lehrplänen und BNE-Kompetenzen.
5. DISKUSSION: Die Diskussion reflektiert die theoretische Vernetzung und die praktischen Erkenntnisse des Modellversuchs sowie dessen Limitationen.
6. ZUSAMMENFASSUNG: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Erkenntnisse und unterstreicht das Potenzial des agilen Settings für eine partizipative Bildungsarbeit.
7. LITERATURVERZEICHNIS: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Literatur.
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE, Scrum, Agiles Lernen, Erlebnispädagogik, Themenkonstitution, Grundschule, Sachunterricht, Gestaltungskompetenz, Lernsetting, Partizipation, Modellversuch, Naturraum, Transformation, Selbstwirksamkeit
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Integration agiler Methoden aus dem Projektmanagement (Scrum) in erlebnispädagogische Settings, um die Themenkonstitution für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Grundschule zu unterstützen.
Die zentralen Pfeiler sind die BNE, das agile Framework Scrum und die erlebnispädagogische Arbeit im Naturraum.
Das Ziel ist es, ein modellhaftes Lernsetting zu entwerfen, das es Grundschulkindern ermöglicht, Themen eigenverantwortlich und explorativ zu erschließen und dabei BNE-relevante Gestaltungskompetenzen zu entwickeln.
Es wurde ein qualitativer Modellversuch mit einer kleinen Gruppe von Kindern durchgeführt, bei dem der Scrum-Prozess als Rahmenstruktur für die Themenentwicklung diente.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Konzepte, die detaillierte Beschreibung des Modellversuchs über drei Sprints sowie die systematische Zuordnung der Ergebnisse zu Lehrplänen und Kompetenzzielen.
Wichtige Begriffe sind BNE, Scrum, Erlebnispädagogik, Themenkonstitution, Partizipation und Gestaltungskompetenz.
Durch die klare Strukturierung des Prozesses und die Übernahme von Rollen (wie Product Owner oder Teammitglied) lernen die Kinder, ihre eigenen Interessen zu formulieren, Hindernisse zu benennen und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.
Der Naturraum dient als authentischer Lernort, der durch seine Offenheit exploratives Handeln fördert und komplexe sozio-ökologische Zusammenhänge erfahrbar macht.
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