Bachelorarbeit, 2020
109 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Historie
1.2 Problemstellung, Zielsetzung und Motivation
1.3 Gang der Untersuchung
1.4 Methodisches Vorgehen
2 Nutzenanalyse bestehender Bewertungsverfahren für Internetunternehmen
2.1 Einflussgrößen des Unternehmenswerts
2.1.1 Charakteristika von Internetunternehmen
2.1.2 Einfluss der Digitalisierung auf die Unternehmensbewertung
2.1.3 Wesentliche bewertungsrelevante Merkmale
2.2 Methoden der Unternehmensbewertung
2.2.1 Substanzwertorientierte Verfahren
2.2.2 Kapitalwertorientierte Verfahren
2.2.3 Marktwertorientierte Verfahren
2.3 Kritische Bewertung der bestehenden Verfahren
2.3.1 Anforderungsprofil eines Bewertungsverfahren für Internetunternehmen
2.3.2 Kritische Bewertung bestehender Verfahren
2.3.3 Verbesserungsmöglichkeiten für ein alternatives Bewertungsverfahren
3 Konzeption einer Bewertungsmethode für Internetunternehmen
3.1 Adaption und Weiterentwicklung bestehender Bewertungsverfahren
3.1.1 Wertermittlung zugrundeliegender Technologie/Software
3.1.2 Risikoadjustierte Anpassungen bei Bewertungen unter Unsicherheit
3.1.3 Qualitative Bewertungsfaktoren bei Internetunternehmen
3.2 Modellkonzeption
3.2.1 Vergangenheits- und zukunftsbezogene Bewertung
3.2.2 Quantitative und qualitative Bewertung
3.2.3 Externe Betrachtung
3.2.4 Kalibrierung der Modellkomponenten
3.3 Kritische Betrachtung des Multidimensional Balanced Evaluation Models
3.3.1 Markt- und Unternehmensbeschreibung
3.3.2 Anwendung der Methodik
3.3.3 Bewertungsergebnis und Ergebnisanalyse
3.4 Beurteilung und Reflexion
3.5 Optimierungsmöglichkeiten
4 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Konzeption eines spezifischen Bewertungsverfahrens für Internetunternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen. Die Forschungsfrage adressiert die Herausforderung, dass traditionelle Bewertungsmodelle aufgrund fehlender historischer Daten und hoher Unsicherheiten bei jungen, innovativen Unternehmen oft nicht valide Ergebnisse liefern. Die Arbeit zielt darauf ab, ein ganzheitliches, multidimensionales Bewertungsmodell zu entwickeln, das sowohl quantitative als auch qualitative Erfolgsfaktoren einbezieht.
2.1.3 Wesentliche bewertungsrelevante Merkmale
Innerhalb dieses Unterkapitels werden die Einflussfaktoren und Werttreiber erläutert, die zur Bestimmung des Unternehmenswerts jungen Unternehmens essenziell sind. Ergänzend wird zwischen dem Unternehmenswert per se und dem Preis, zu welchem es gehandelt wird, unterschieden. Die Einflussfaktoren werden im Folgenden in sechs Kategorien unterteilt, um eine verbesserte Struktur sowie Komplexitätsreduzierung zu erzielen.
1. Der Erfolg eines Unternehmens hängt maßgeblich vom Gründer, beziehungsweise dem Gründerteam und dessen Managementqualität ab. Zu den allgemeinen Merkmalen guten Managements gehören kaufmännische Kenntnisse, Branchenerfahrung, Risikotoleranz, hohe Leistungsbereitschaft, Unterstützung aus dem privaten Umfeld und ebenfalls Bildung. Immer häufiger werden die Gründer und Manager durch Venture Capital (VC) Analysten auch nach ihrem Netzwerk und Track Record bewertet. Gründer mit Gründungserfahrungen erzielen im Vergleich höhere Unternehmensbewertungen als Existenzgründer ohne vorherige Erfahrungen. Anhand des Track Records die fundierten Kenntnisse des Geschäfts (Bezug auf Markt, Strategie, Markteintritt, Technologie oder Vertriebskanäle) abgeleitet. Um strategische Allianzen oder Kooperationen zu schließen, benötigt der Unternehmer Verhandlungsgeschick. Das bereits genannte Netzwerk kann einem jungen Unternehmen helfen strategische Partnerschaften zu schließen, welche ein positives Signal auf dritte Parteien ausüben und Sicherheit sowie Zuverlässigkeit symbolisieren.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Historie und die Problematik der Bewertung von Internetunternehmen ein und skizziert das methodische Vorgehen.
2 Nutzenanalyse bestehender Bewertungsverfahren für Internetunternehmen: In diesem Kapitel werden Einflussgrößen identifiziert und klassische Bewertungsmethoden wie Substanz-, Kapitalwert- und Marktwertverfahren hinsichtlich ihrer Eignung für Internetunternehmen kritisch bewertet.
3 Konzeption einer Bewertungsmethode für Internetunternehmen: Dieses Kapitel widmet sich der Entwicklung des neuen MBEM-Modells, inklusive seiner qualitativen und quantitativen Komponenten sowie einer beispielhaften Anwendung.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Anwendbarkeit des entwickelten, multidimensionalen Bewertungsansatzes für die Praxis.
Unternehmensbewertung, Internetunternehmen, Digitale Geschäftsmodelle, Discounted Cash Flow, Venture Capital Methode, Multiplikatorverfahren, Werttreiber, Risikomanagement, Erfolgskriterien, Unternehmenswert, Softwarebewertung, Szenarioanalyse, Net Promoter Score, Finanzierung, Gründerteam
Die Arbeit befasst sich mit der methodischen Herausforderung, den Unternehmenswert von jungen Internetunternehmen mit digitalen Geschäftsmodellen präziser und ganzheitlicher zu bestimmen, da klassische Bewertungsverfahren hier oft an ihre Grenzen stoßen.
Die zentralen Themen sind die Analyse der Besonderheiten von Internetunternehmen, die kritische Auseinandersetzung mit existierenden Bewertungsmodellen sowie die Konzeption eines neuen, multidimensionalen Ansatzes.
Ziel ist die Entwicklung eines verbesserten Bewertungsmodells, das die spezifischen Charakteristika junger Internetunternehmen (wie hohe Unsicherheit und immaterielle Assets) besser in die Unternehmensbewertung integriert.
Es wird ein Literaturstudium mit empirischer Sekundärforschung kombiniert. Zur Validierung und Reflexion der Ergebnisse wurden ergänzend Experteninterviews durchgeführt.
Der Hauptteil analysiert bestehende Verfahren, identifiziert wesentliche Werttreiber, konzipiert das neue "Multidimensional Balanced Evaluation Model" (MBEM) und führt eine exemplarische Anwendung dieses Modells an einem Fallbeispiel durch.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unternehmensbewertung, digitale Geschäftsmodelle, Werttreiber, Internetunternehmen und verschiedene Bewertungsverfahren wie DCF, VC-Methode oder Multiplikatorverfahren charakterisiert.
Das MBEM ist das von dem Autor entwickelte Bewertungsmodell, das quantitative Daten (z.B. IT-Assets, Marktmultiplikatoren) mit qualitativen Faktoren (z.B. Gründerteam, Strategie) sowie zukunftsbezogenen Szenarien kombiniert, um ein ganzheitliches Bild zu zeichnen.
Traditionelle Verfahren basieren oft auf historischen Daten und stabilen Cashflows, über die junge Internetunternehmen meist nicht verfügen. Zudem werden immaterielle Vermögenswerte oft nur unzureichend abgebildet.
Der NPS wird genutzt, um die Kundenzufriedenheit und -loyalität quantifizierbar zu machen, welche wiederum als Indikator für die zukünftige Umsatzentwicklung und zur Plausibilisierung von Szenarien im Bewertungsmodell dient.
Anhand des Fallbeispiels konnte der Verfasser zeigen, wie unterschiedliche Bewertungsansätze (DCF, VC-Methode etc.) innerhalb des MBEM-Modells zusammengeführt werden können, um eine fundierte Orientierungsgröße für Verhandlungen zu erhalten.
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