Forschungsarbeit, 2002
123 Seiten, Note: sehr gut
1 EINLEITUNG
2 DAS FELDFORSCHUNGSPRAKTIKUM
2.1 VORBEREITUNGEN
2.1.1 Themafindung
2.1.2 Ursprüngliche Fragestellung
2.1.3 Methodenauswahl und geplante Durchführung
2.2 DER REALE VERLAUF DER FELDFORSCHUNG
2.2.1 Rahmenbedingungen
2.2.2 Auswahl der Untersuchungseinheit vor Ort
2.2.3 Modifizierung der Fragestellung
2.2.4 Auswahl der Informanten
2.2.5 Methoden
2.2.5.1 Zensus
2.2.5.2 Interviews
2.2.5.2.1 Semistrukturierte Interviews
2.2.5.2.2 Unstrukturierte Interviews
2.2.5.3 Netzwerkanalyse
2.2.5.4 Persönliche Aufzeichnungen und Auswertung schriftlicher Quellen
2.3 NACHBEREITUNG
2.4 SCHWIERIGKEITEN DER FORSCHENDEN
3 TANGO ARGENTINO IM HEUTIGEN BUENOS AIRES: MOTIVE, ORTE UND BEZIEHUNGEN AM FALLBEISPIEL EINER CLASE DE TANGO
3.1 GEOGRAFISCHE UND GESCHICHTLICHE HINTERGRÜNDE
3.1.1 Argentinien
3.1.2 Buenos Aires
3.2 TANGO ARGENTINO
3.2.1 Entstehungsgeschichte
3.2.2 Der getanzte Tango
3.3 TANGO ALS SUBKULTUR UND ASPATIAL COMMUNITY
3.3.1.1 Subkultur
3.3.1.2 Der Tango als aspatial community
3.4 MOTIVATION – WARUM AUSGERECHNET TANGO?
3.4.1.1 Die Möglichkeit die traditionellen Geschlechterrollen auszuleben
3.4.1.2 Wiederentdeckung eines typischen Elementes argentinischer Identität
3.4.1.3 Tango nach einer einschneidenden Veränderung im Leben
3.4.1.4 Die clase als club de solos y solas
3.5 MILONGAS
3.5.1 Rituale
3.5.1.1 El Cabeceo
3.5.1.2 La Tanda
3.5.1.3 Die Uhrzeit
3.6 UNTERRICHT
3.6.1 Tangounterricht in Buenos Aires allgemein
3.6.2 Tango bei Luis
3.6.2.1 Unterrichtsort
3.6.2.2 Spell Café
3.6.2.3 Bar Sedón
3.6.3 Luis
3.6.4 Die Klassenmitglieder
3.6.5 Ablauf einer typischen Klasse
3.7 DAS NETZWERK DER TEILNEHMER – PERSÖNLICHE BEZIEHUNGEN DURCH DEN TANGO
3.7.1 Persönliche Netzwerke
3.7.2 Das Gesamtnetzwerk
4 FAZIT
5 NACHWORT
Die Arbeit untersucht den Tango Argentino im heutigen Buenos Aires als sozialen Raum und soziales Netzwerk. Das primäre Ziel ist es, zu analysieren, wer heute Tango tanzt, welche Motive diese Personen zum Erlernen des Tanzes bewegen und ob der Tango als raumungebundene "aspatial community" betrachtet werden kann, anstatt sich auf klassische, räumlich verankerte Stadtviertel-Strukturen zu beschränken.
Die clase als club de solos y solas
Alejandro bezeichnete im Interview die clase von Luis als club de solos y solas, sprich als Singleclub. Auch bei Lola fiel dieses Wort, nicht in bezug auf die clase von Luis, sondern generell im Bezug auf den Tango und die milongas. Alejandro glaubt, dass in Luis’ clase das Tangolernen nicht das Wichtigste ist, sondern dass die clase als Treffpunkt, als Kontaktort dient. Fest steht, dass bei meiner Frage, warum die Klassenmitglieder bei Luis Unterricht nähmen, die Antwort meist nicht Luis’ guter Unterricht oder seine tänzerischen Fähigkeiten war, sondern dass die Gruppe, der zwischenmenschliche Kontakt, im Vordergrund stand. Für Alejandro steht nicht der Spaß am Tanzen im Fordergrund, sondern der Tanz als Mittel zum Knüpfen sozialer Beziehungen.
"Wenn ich ein gutes Buch weglege, eine gute Lektüre, einen guten Film oder eine Erholungsphase ablehne, um mich dem Tango zu widmen, so geschieht das normalerweise aufgrund der Leute und im Speziellen wegen der Mädchen. Das ist das, was ich suche, sagen wir, außerhalb meines normalen Freundeskreises." (Interview mit Alejandro)
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik des Tangos in Buenos Aires und die theoretische Fragestellung zur aspatial community.
2 DAS FELDFORSCHUNGSPRAKTIKUM: Beschreibung der Vorbereitung, Durchführung, methodischen Ansätze und der persönlichen Herausforderungen des Feldforschungspraktikums.
3 TANGO ARGENTINO IM HEUTIGEN BUENOS AIRES: MOTIVE, ORTE UND BEZIEHUNGEN AM FALLBEISPIEL EINER CLASE DE TANGO: Hauptteil, der geografische Hintergründe, die Subkultur, Motivationen, Rituale wie den Cabeceo, den Unterricht und die Netzwerkanalyse detailliert darstellt.
4 FAZIT: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse bezüglich der Verlagerung des Tangos von einer Barrio-Kultur zu einer aspatial community.
5 NACHWORT: Ein persönliches Resümee der Autorin sowie ein Zitat einer Informantin zur Bedeutung des Tangos für die Identität.
Tango Argentino, Buenos Aires, Feldforschung, Clases de Tango, Milongas, Aspatial Community, Soziales Netzwerk, Netzwerkanalyse, Tanzethnologie, Identitätsbildung, Soziale Beziehungen, Rituale, Cabeceo, Tangueros, Subkultur
Die Arbeit analysiert den Tango Argentino im Buenos Aires der späten 1990er Jahre und untersucht, welche Bedeutung dieser Tanz für die Identitätsbildung und soziale Vernetzung der heutigen Tänzer hat.
Die zentralen Themen umfassen die Rolle des Tangos als Subkultur, die Bedeutung von Milongas als Treffpunkte, die Analyse der Motivation der Tänzer und die Untersuchung der sozialen Netzwerke innerhalb von Tangoklassen.
Das Hauptziel ist es zu klären, ob der Tango heute eine raumungebundene "aspatial community" darstellt, die soziale Beziehungen unabhängig von der Wohnortnähe (Barrio) ermöglicht.
Die Autorin nutzte ethnologische Methoden wie teilnehmende Beobachtung, semistrukturierte und unstrukturierte Interviews, Zensusbefragungen sowie eine formale Netzwerkanalyse mit entsprechender Software.
Im Hauptteil werden neben den historischen und geografischen Grundlagen der Tango-Praxis die Milonga-Rituale (z.B. Cabeceo, Tanda), der Unterricht bei einem spezifischen Lehrer (Luis) sowie die sozialen Beziehungsgeflechte der Teilnehmenden analysiert.
Wichtige Begriffe sind Tango Argentino, Feldforschung, Milonga, Aspatial Community, Netzwerkanalyse, Tanzethnologie und soziale Identität.
Die Netzwerkanalyse dient dazu, die Beziehungsgeflechte innerhalb der untersuchten Tangoklasse transparent zu machen, um die Zentralität einzelner Akteure und die Dichte der sozialen Struktur innerhalb dieser Gemeinschaft aufzuzeigen.
Die Arbeit beleuchtet, wie traditionelle Geschlechterrollen im Tango trotz moderner Einflüsse durch Rituale wie das Führen und Folgen oder das Cabeceo inszeniert und im geschützten Rahmen der Tangowelt von den Teilnehmenden ausgelebt werden.
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