Masterarbeit, 2021
162 Seiten, Note: 1.3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Grundsätzliche Definitionen
2.1.1 Ernährung
2.1.2 Nachhaltigkeit und Nachhaltige Entwicklung
2.1.3 Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)
2.2 Nachhaltige Ernährung
2.2.1 Definition
2.2.2 Die fünf Dimensionen einer nachhaltigen Ernährung
2.2.3 Die sieben Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige Ernährung
2.3 Stand der Forschung
2.4 Verortung im Perspektivrahmen Sachunterricht
2.5 Verortung des Themas im Rahmenlehrplan Berlin/Brandenburg
3. Fragestellung
4. Design
4.1 Untersuchungsdesign
4.2 Stichprobe
4.3 Instrumente
5. Ergebnisse
5.1 Sichtung und Aufbereitung der Daten
5.2 Konkrete Auswertung der Daten
6. Diskussion
7. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der nachhaltigen Ernährung als Unterrichtsinhalt in Brandenburger Grundschulen vermittelt wird. Basierend auf der Annahme, dass die Vermittlung ökologischer, ökonomischer, sozialer, gesundheitlicher und kultureller Dimensionen für eine zukunftsfähige Bildung essenziell ist, wird der Forschungsfrage nachgegangen, wie diese Dimensionen durch Lehrkräfte thematisiert und in Lehrwerken aufbereitet werden.
Bevorzugung pflanzlicher Lebensmittel (1)
Vor circa 60 Jahren war der Verzehr von Fleisch aufgrund des hohen Preises noch etwas Besonderes für die Bevölkerung, sodass es höchstens einmal in der Woche auf dem Speiseplan stand (vgl. von Koerber, 2015, S. 28). Der Konsum tierischer Nahrungsmittel ist in den letzten Jahrzenten jedoch stark angestiegen. Der globale Pro-Kopf-Fleischverzehr hat sich von 1961 bis 2011 um mehr als 80% erhöht (vgl. Leitzmann & Keller, 2020, S. 426).
Der hohe Fleischkonsum führte zu einer nicht-artgerechten Massentierhaltung. Durch einen geringeren Fleischkonsum können leichter bessere Bedingungen in der Tierhaltung eingehalten werden. (vgl. Leitzmann & Keller, 2020, S. 426).
Die Erzeugung tierischer Lebensmittel verursacht im Vergleich zu pflanzlichen Lebensmitteln sehr viel mehr Treibhausgase, insgesamt machen sie rund 68% der Treibhausgasemissionen der Ernährung einer in Deutschland lebenden Person aus. Das sind 1271kg CO2 Äquivalent pro Person. Etwa 57% davon sind auf Fleisch und Fleischerzeugnisse und circa 43% auf Milch und Milchprodukte zurückzuführen (vgl. Leitzmann & Keller, 2020, S. 437). Bei einer Reduktion des Fleischkonsum um die Hälfte, würden sich die Treibhausgasemissionen des Ernährungssektors um circa 20% verringern (vgl. von Koerber, 2015, S. 25f.).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Ernährung als globales Grundbedürfnis ein und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Transformation hin zur Nachhaltigkeit, um die natürlichen Lebensgrundlagen langfristig zu sichern.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begriffe wie Ernährung, Nachhaltigkeit und BNE, definiert das Konzept der nachhaltigen Ernährung und erläutert deren fünf Dimensionen sowie zentrale Handlungsempfehlungen.
3. Fragestellung: Das Kapitel leitet aus dem Forschungsstand die Notwendigkeit ab, die Umsetzung nachhaltiger Ernährung im Sachunterricht zu untersuchen und formuliert die zentrale Fragestellung der Untersuchung.
4. Design: Hier werden das explorative Untersuchungsdesign, die Stichprobenauswahl sowie die eingesetzten qualitativen Instrumente (Interviews und Inhaltsanalyse) detailliert beschrieben und methodisch begründet.
5. Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die aus den Interviews und Schulbuchanalysen gewonnenen Daten gesichtet, aufbereitet und ausgewertet, wobei insbesondere die Häufigkeitsverteilungen der Themen dargestellt werden.
6. Diskussion: Das Kapitel interpretiert die erhobenen Ergebnisse vor dem Hintergrund des theoretischen Rahmens und diskutiert Gemeinsamkeiten sowie Differenzen zwischen Lehrerwissen und Lehrbuchinhalten kritisch.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bewertet die Integration der Dimensionen in den Unterricht und gibt Empfehlungen für zukünftige Forschungsarbeiten und die Schulpraxis.
Nachhaltige Ernährung, Sachunterricht, Grundschule, Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), Dimensionen der Nachhaltigkeit, Lebensmittelzyklus, Ernährungskompetenz, qualitative Inhaltsanalyse, Schülervorstellungen, Lehrwerk-Analyse, Ernährungsbildung, ökologische Landwirtschaft, globale Verantwortung, Ernährungsverhalten, Konsumkritik.
Die Masterarbeit befasst sich mit der Integration des Konzepts der "nachhaltigen Ernährung" in den Sachunterricht an Brandenburger Grundschulen.
Die Arbeit untersucht die fünf Dimensionen einer nachhaltigen Ernährung: Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft, Gesundheit und Kultur sowie deren praktische Umsetzung im Schulunterricht.
Das Ziel ist es, herauszufinden, inwiefern die Dimensionen der nachhaltigen Ernährung bereits im Brandenburger Sachunterricht vermittelt werden und wo Änderungsbedarf besteht.
Die Autorin nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus Experteninterviews mit Lehrkräften sowie einer inhaltlich strukturierenden Inhaltsanalyse von ausgewählten Schulbüchern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Begriffe und eine anschließende Auswertung der empirischen Daten, die sowohl Lehrerperspektiven als auch didaktische Materialien beleuchtet.
Kernbegriffe sind Nachhaltige Ernährung, Sachunterricht, BNE, Lehrwerk-Analyse und die verschiedenen Dimensionen (ökologisch, ökonomisch, sozial, gesundheitlich, kulturell) der Nachhaltigkeit.
Die befragten Lehrkräfte empfinden die Ansatzpunkte im Rahmenlehrplan als zu vage oder auf die Gesundheitsdimension beschränkt und wünschen sich eine stärkere Verankerung der anderen Nachhaltigkeitsaspekte.
Die Ernährungspyramide wird häufig als zentrales Element zur Vermittlung gesunder Ernährung verwendet, deckt jedoch laut der Autorin oft nicht die komplexeren, systemischen Dimensionen einer nachhaltigen Ernährung ab.
Es entstehen insbesondere Spannungen zwischen der ökonomischen Machbarkeit für Familien (z.B. hohe Preise für Bioprodukte) und den ethischen Anforderungen einer nachhaltigen Ernährungsweise sowie zwischen kulturellen Ernährungstraditionen und gesundheitsorientierten Empfehlungen.
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