Bachelorarbeit, 2016
42 Seiten, Note: 1,7
I Problemstellung
II Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten als Folge einer periodengerechten Gewinnermittlung in der dynamischen Bilanztheorie
1. Leitidee der Dynamik: Gewinn als Maßstab der Wirtschaftlichkeit
2. Prinzipien der dynamischen Bilanztheorie
3. Passive Rechnungsabgrenzung als Erfolgsregulierungsposten
4. Abgrenzung zum Verständnis passiver Rechnungsabgrenzung in der ausschüttungsstatischen Bilanztheorie
III Voraussetzungen der Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten und Konkretisierung vor dem Hintergrund des Urteils des FG Nürnberg vom 19.09.13 - 4 K 1613/11
1. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag
2. Ertragsrealisierung in Abhängigkeit vom Erfüllungszeitpunkt
3. Das Kriterium der bestimmten Zeit als zentraler Ausdruck der dynamischen Bilanztheorie
IV. Thesenförmige Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten im Kontext der dynamischen Bilanztheorie, wobei der Fokus auf der Auslegung der maßgeblichen Kriterien unter Berücksichtigung eines aktuellen finanzgerichtlichen Urteils liegt.
1. Leitidee der Dynamik: Gewinn als Maßstab der Wirtschaftlichkeit
Das vordergründige Ziel der dynamischen Bilanztheorie stellt die Ermittlung eines vergleichbaren Periodenerfolges mittels der Erfolgsrechnung dar. Dabei ist eine genaue Abgrenzung erfolgsunwirksamer Sachverhalte der Periode grundlegend. Der dynamische Periodenerfolg ergibt sich aus dem Unterschiedsbetrag von Aufwand und Leistung, die verursachungsgerecht aufgeteilt werden. Dieser wird mithilfe der Gewinn- und Verlustrechnung ermittelt, während die Bilanz als Abgrenzungskonto, der Gewinn- und Verlustrechnung zur Abbildung von Abgrenzungsposten dient für noch nicht erfolgswirksam gewordene Ausgaben und Einnahmen als erfolgsneutrale Vor- und Nachleistungen.
Die Bilanz zeigt den Status, der sich während einer Rechnungsperiode abspielenden Bewegungen auf und wird auch als „Kräftespeicher der Unternehmung“ bezeichnet. Der Vermögens- und Schuldbegriff wird nach der dynamischen Bilanzauffassung aufgegeben.
Der Vergleichbarkeitsgrundsatz sagt aus, dass die Erfolgsrechnung ein gutes Maß zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit ist, soweit sie absolut richtig ist, wobei praktische Anwendbarkeit aber entscheidender sei. Der Periodengewinn soll dabei mit anderen Perioden und mit dem Gewinn verwandter Unternehmen vergleichbar sein. Die daraus resultierenden Informationen eignen sich zur Steuerung des Unternehmens und zur Rechenschaftslegung.
I Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der passiven Rechnungsabgrenzung ein und erläutert die Relevanz der dynamischen Bilanztheorie anhand steuerrechtlicher Fragestellungen.
II Bilanzierung passiver Rechnungsabgrenzungsposten als Folge einer periodengerechten Gewinnermittlung in der dynamischen Bilanztheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der dynamischen Bilanzauffassung sowie deren Abgrenzung zur ausschüttungsstatischen Bilanztheorie detailliert dargestellt.
III Voraussetzungen der Bildung passiver Rechnungsabgrenzungsposten und Konkretisierung vor dem Hintergrund des Urteils des FG Nürnberg vom 19.09.13 - 4 K 1613/11: In diesem Hauptteil erfolgt die Analyse der spezifischen Kriterien für Rechnungsabgrenzungsposten, illustriert durch die konkrete Rechtsprechung.
IV. Thesenförmige Zusammenfassung: Dieses abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse der Arbeit prägnant in Thesenform zusammen.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten, Dynamische Bilanztheorie, Periodengerechte Gewinnermittlung, Realisationsprinzip, Ertragsrealisierung, Bestimmte Zeit, Entschädigungszahlung, Grunddienstbarkeit, FG Nürnberg, Bilanzrecht, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Vorsichtsprinzip, Wirtschaftlichkeit, Periodenvergleichbarkeit
Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten (RAP) vor dem Hintergrund der dynamischen Bilanztheorie und deren Anwendung in der Rechtsprechung.
Zentrale Themen sind die historische und theoretische Herleitung der dynamischen Bilanz, die rechtlichen Voraussetzungen für RAP sowie die Auslegung kritischer Merkmale wie der "bestimmten Zeit".
Ziel ist es, die Entwicklung der dynamischen Bilanztheorie und ihre Auswirkungen auf die heutige Auslegung von Rechnungsabgrenzungskriterien zu untersuchen, insbesondere bei komplexen Entschädigungszahlungen.
Es handelt sich um eine literatur- und rechtsbasierte Analyse, die betriebswirtschaftliche Bilanztheorien mit aktueller finanzgerichtlicher Rechtsprechung verknüpft.
Im Hauptteil werden die Voraussetzungen für die Bildung von passiven RAP (Einnahme vor dem Stichtag, Ertragsrealisierung, Zeitbestimmtheit) im Detail diskutiert und kritisch hinterfragt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie dynamische Bilanztheorie, Rechnungsabgrenzungsposten, Ertragsrealisierung, Zeitbestimmtheit und Rechtsprechung maßgeblich geprägt.
Die dynamische Bilanz zielt auf die Ermittlung des vergleichbaren Periodenerfolgs ab, während die ausschüttungsstatische Bilanz primär auf die Sicherung eines entziehbaren Betrags zum Gläubigerschutz ausgerichtet ist.
Das Urteil dient als konkrete Fallstudie, um die Problematik der "bestimmten Zeit" bei der Abgrenzung von Entschädigungszahlungen für Unterlassungsleistungen praktisch zu erörtern.
Es dient der Objektivierung der Gewinnermittlung, ist aber in der Praxis oft schwer kalendermäßig exakt zu bestimmen, was zu unterschiedlichen Auslegungstendenzen zwischen Finanzverwaltung und Rechtsprechung führt.
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