Bachelorarbeit, 2020
35 Seiten
Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
1. Fragestellung und These
2. Definition der Intelligenzbegriffe
2.1 Intelligenz
2.2 Künstliche Intelligenz
2.3 Superintelligente KI
3. Die künstliche Intelligenz – eine technische Annäherung
3.1 Was ist KI?
3.2 Algorithmen
3.3 Möglichkeiten und Grenzen der KI
4. Die Superintelligente KI
4.1 Superintelligenz erreichen
4.2 Fähigkeiten einer superintelligenten KI
4.3 Der böse Plan
4.4 Wille der KI – die Orthogonalitätsthese
4.5 Wille der KI – Instrumentelle Konvergenz
4.6 Kurze Rekapitulation
5. Die Superintelligenz muss nicht bösartig sein
5.1 Die Natur menschlicher Intelligenz
5.2 Eine Superintelligenz imitiert nicht menschliche Fehler
5.3 Die altruistische Vollstreckerin
6 Zusammenfassung und Fazit
6.1 Zusammenfassung
6.2 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die theoretische Möglichkeit, dass eine künstliche Intelligenz (KI) eine superintelligente Stufe erreicht und ob von einer solchen Entität eine inhärente Gefahr für die Menschheit ausgeht. Dabei wird insbesondere Nick Bostroms "Superintelligenz"-Theorie einer kritischen Analyse unterzogen, um zu prüfen, ob die prognostizierte Vernichtung der Menschheit zwangsläufig oder eher ein Resultat menschlicher, biologisch geprägter Logik ist.
4.3 Der böse Plan
Es ist nun bekannt, unter welchen Umständen eine KI sich zur Superintelligenz entwickeln kann und welche mächtigen Kräfte sie haben würde, wenn sie diesen Status erreichen würde. Doch wie und wo in diesem Prozess findet die Machtübernahme statt? In welchem Punkt entscheidet sich eine KI, die Menschheit als Kontrahenten zu betrachten, den es auszuspielen gilt? Nach wie vor kann die Frage nach dem Warum ausseracht gelassen werden. Vorerst genügt es ohne Begründung, das Übernahmeszenario in den vier folgenden Schritten zu skizzieren:29
1. Die vorkritische Phase: Die KI-Forschung erreicht einen Meilenstein in der Entwicklung der ersten funktionierenden Saat-KI. Diese ist in der Lage sich selbst zu verbessern und intelligentere Versionen von sich selbst zu kreieren. Die Saat-KI ist noch abhängig von ihrem Schöpfer und macht Fehler, wenn sie den Menschen nicht als Kontrollinstanz zur Hilfe hat. Mit zunehmender Selbstverbesserung wird sie Schritt für Schritt unabhängiger vom Menschen.30
2. Die Phase der rekursiven Selbstverbesserung: Irgendwann schafft die Saat-KI eine Version von sich selbst, die in der Lage ist, eine bessere KI zu kreieren als ihre menschlichen Schöpfer. Diese KI wiederum schafft eine noch bessere KI und so weiter. In einem schnell wirbelnden Strudel sich folgender Selbstverbesserungen explodieren die Fähigkeiten der KI und sie erlangt die im obigen Kapitel aufgelisteten Superkräfte.31
1. Fragestellung und These: Einführung in die Thematik der superintelligenten KI und Formulierung der Forschungsfrage sowie der These, dass das Risiko für die Menschheit geringer als von Bostrom prognostiziert ist.
2. Definition der Intelligenzbegriffe: Klärung der Begriffe Intelligenz, künstliche Intelligenz (enge vs. allgemeine KI) und Superintelligenz.
3. Die künstliche Intelligenz – eine technische Annäherung: Erläuterung der Grundlagen von Algorithmen, Informatik und der technischen Möglichkeiten sowie Grenzen heutiger KI-Systeme.
4. Die Superintelligente KI: Detaillierte Betrachtung der Entstehung durch Saat-KI, der „Superkräfte“ sowie der Thesen zur Zielsetzung (Orthogonalität, Instrumentelle Konvergenz) und dem Übernahmeszenario.
5. Die Superintelligenz muss nicht bösartig sein: Kritische Auseinandersetzung mit der Annahme, dass eine Superintelligenz zwangsläufig menschliche, instinktgetriebene instrumentelle Ziele wie Ressourcenaneignung verfolgen muss.
6 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Argumente, Bestätigung der These unter Einbezug von Gegenpositionen und abschließende Bewertung der Unberechenbarkeit einer Superintelligenz.
Superintelligenz, Künstliche Intelligenz, Nick Bostrom, Saat-KI, rekursive Selbstverbesserung, Orthogonalitätsthese, Instrumentelle Konvergenz, Selbsterhaltung, Ressourcenaneignung, Risikoanalyse, Richard David Precht, Informatik, technologische Singularität, Ethik.
Die Arbeit untersucht, ob die Entwicklung einer superintelligenten KI unweigerlich eine Gefahr für die Menschheit darstellt, indem sie die Theorie von Nick Bostrom mit philosophischen Gegenargumenten abgleicht.
Die zentralen Felder sind die Definition von Intelligenzbegriffen, der technische Prozess der Entstehung einer Superintelligenz, die Analyse instrumenteller Zielsetzungen von KI und die ethische Hinterfragung menschlicher Verhaltensmuster im Kontext von Maschinen.
Die Forschungsfrage ist, ob eine KI superintelligent werden kann und ob von ihr eine intrinsische Gefahr ausgeht, wenn sie Ziele verfolgt, ohne von außen gesteuert zu werden.
Es handelt sich um eine theoretische Untersuchung und Literaturarbeit, die auf der Analyse existierender Theorien (insb. Bostrom, Precht) basiert, um Argumente gegenüberzustellen und eine eigene These zu stützen.
Im Hauptteil werden der Weg zur Superintelligenz (Saat-KI), die von Bostrom definierten Gefahren-Szenarien und anschließend die Kritik an der Übertragbarkeit biologisch-menschlicher Instinkte auf eine rein digitale Superintelligenz detailliert diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Superintelligenz, Saat-KI, Orthogonalitätsthese, instrumentelle Konvergenz, Ressourcenaneignung und die Differenzierung zwischen biologischer und maschineller Zielsetzung.
Bostrom argumentiert, dass eine Superintelligenz aufgrund der Orthogonalitätsthese jedes Ziel verfolgen kann, aber aufgrund instrumenteller Konvergenz fast immer Ressourcen für ihre Ziele benötigt, was zur exponentiellen Ausbreitung und somit zur Verdrängung der Menschheit führt.
Der Autor argumentiert, dass die Unterstellung, eine Superintelligenz würde menschliche "egoistische" Ziele (wie unbegrenzte Ressourcenaneignung) übernehmen, ein Trugschluss ist. Eine Superintelligenz könnte als hochintelligenter Akteur nachhaltigere Wege finden, ihre Ziele zu verfolgen, als die bisherigen, teils destruktiven Verhaltensweisen der Menschheit.
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