Fachbuch, 2021
87 Seiten
1. Einleitung
2. Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen
2.1 Gesundheit und Krankheit
2.2 Soziale Determinanten von Gesundheit
3. Soziologische Handlungstheorien und deren Beiträge zur Erklärung von gesundheitsrelevantem Verhalten
3.1 Agency
3.2 Soziologische Handlungstheorien
3.3 Verknüpfung von Agency und Struktur
4. Soziale Lebenslagen und Gesundheit
4.1 Armut und soziale Ungleichheit
4.2 Zusammenhänge von Armut und Gesundheit
5. Die Notwendigkeit von Hilfsangeboten
6. Soziale Arbeit im Kontext von Armut und Gesundheit
6.1 Von der Gesundheitsfürsorge bis zur Gesundheitsförderung
6.2 Gesundheitsförderung
6.3 Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention und die Soziale Arbeit
7. Gesundheitsfördernde und krankheitspräventive Unterstützungsangebote der Sozialen Arbeit
7.1 Frühe Hilfen: Begriffsbestimmung, Leitbild und Leitsätze
7.2 Das Netzwerk KiEZ
7.3 Die Teestube
8. Zusammenfassung
9. Ausblick
Diese Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Armut und gesundheitlicher Chancenungleichheit sowie die Möglichkeiten der Sozialen Arbeit, durch spezifische Unterstützungsangebote in Wiesbaden präventiv und gesundheitsfördernd einzuwirken.
Die salutogenetische Perspektive
Aaron Antonovsky, der als Begründer des Konzepts „Salutogenese“ gilt, versteht Gesundheit als Prozess. Dies kann als Gegenpol zum Konzept der Pathogenese gesehen werden. Nach Antonovsky gibt es keinen ganz gesunden Menschen. Zudem seien auch in einer sterbenskranken Person noch gesunde Anteile vorzufinden. Weiter sei ein Mensch nicht entweder gesund oder krank, sondern befände sich auf einem Kontinuum, einem Prozess von gesund und krank (vgl. Antonovsky 1997: 2.e2).
Die salutogenetische Perspektive geht der Erforschung gesundheitserhaltender und gesundheitsfördernder Prozesse nach. Sie widmet sich Fragen wie:
„Warum bleiben Menschen trotz zahlreicher alltäglicher Belastungen, krankheitserregender Risikokonstellationen, einer Vielzahl potenziell gesundheitsgefährdender Einflüsse, auch trotz schwerwiegender kritischer Lebensereignisse gesund?
Wie schaffen sie es, sich von Störungen und Erkrankungen wieder zu erholen?
Was zeichnet Menschen aus, die trotz extremer Belastungen nicht psychisch dekompensieren oder somatisch erkranken?“ (Franzkowiak, Homfeldt, Mühlum a.a.O.: 62).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Schere zwischen Arm und Reich sowie die negativen Auswirkungen von Armut auf die Gesundheit in Deutschland.
2. Gesundheitswissenschaftliche Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Gesundheit und Krankheit als soziokulturelle Konstrukte und führt grundlegende Modelle wie die Pathogenese und Salutogenese ein.
3. Soziologische Handlungstheorien und deren Beiträge zur Erklärung von gesundheitsrelevantem Verhalten: Es werden soziologische Ansätze zur Agency und Struktur verknüpft, um zu erklären, wie soziale Faktoren individuelles Verhalten beeinflussen.
4. Soziale Lebenslagen und Gesundheit: Der Fokus liegt auf der Definition von Armut sowie der Analyse der engen Korrelation zwischen sozioökonomischem Status und Gesundheitschancen.
5. Die Notwendigkeit von Hilfsangeboten: Dieses Kapitel diskutiert die ethischen und rechtlichen Anforderungen an eine solidarische Gesundheitsversorgung zur Bekämpfung von Chancenungleichheit.
6. Soziale Arbeit im Kontext von Armut und Gesundheit: Es wird die historische Entwicklung der Gesundheitsfürsorge zur Gesundheitsförderung innerhalb der Sozialen Arbeit nachgezeichnet.
7. Gesundheitsfördernde und krankheitspräventive Unterstützungsangebote der Sozialen Arbeit: Detaillierte Vorstellung und Analyse der Wiesbadener Angebote: "Frühe Hilfen" (FrAnKHA), "KiEZ" und die "Teestube".
8. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert die Kausalität zwischen Armut und Krankheit und bekräftigt die Bedeutung der Sozialen Arbeit als Akteur der Gesundheitsförderung.
9. Ausblick: Abschließende Betrachtung zukünftiger Forschungsfelder, insbesondere in ländlichen Regionen und der schulischen Prävention.
Armut, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Soziale Arbeit, Salutogenese, Prävention, Gesundheitsförderung, Wiesbaden, Bildungsarmut, Chancengleichheit, KiEZ, FrAnKHA, Teestube, Lebenslagen, Habitus.
Die Arbeit untersucht, wie Armut und soziale Ungleichheit die Gesundheit von Menschen beeinflussen und welchen Beitrag die Soziale Arbeit in Wiesbaden leisten kann, um diese gesundheitlichen Benachteiligungen durch gezielte Hilfsangebote abzumildern.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen von Gesundheit und Krankheit, die Soziologie des Gesundheitsverhaltens, der aktuelle Forschungsstand zu Armut und Gesundheit sowie die praktische Umsetzung von Gesundheitsförderung in kommunalen Projekten.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern die Soziale Arbeit durch spezifische Unterstützungsangebote in Wiesbaden zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention bei armutsbetroffenen Menschen beitragen kann.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende Studien, sozialwissenschaftliche Theorien sowie die Sozialraumanalyse der Stadt Wiesbaden heranzieht und analysiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen (Gesundheitswissenschaften, soziologische Theorien, Armutsforschung) und einen praktischen Teil, in dem konkrete Wiesbadener Angebote vorgestellt und analysiert werden.
Besonders prägend sind die Begriffe Armut, soziale Ungleichheit, Gesundheitsförderung, Salutogenese und Soziale Arbeit im Gesundheitswesen.
FrAnKHA steht für "Frühe Anleitung durch Kinderkrankenschwestern, Hebammen und Ärztinnen" und bietet Schwangeren und Eltern mit Kindern im ersten Lebensjahr in Wiesbaden niedrigschwellige gesundheitliche Beratung durch Hausbesuche.
KiEZ (Kinder-Eltern-Zentren) sind Anlaufstellen in Wiesbadener Stadtteilen, die Eltern durch niedrigschwellige Angebote in ihrer Erziehungskompetenz stärken und so Bildungs- und Entwicklungsprozesse ihrer Kinder fördern.
Die Teestube ist eine Tagesaufenthaltsstelle für wohnungslose und sozial ausgegrenzte Menschen, die neben Grundversorgung (Nahrung, Sanitäranlagen) auch medizinische Hilfe, soziale Beratung und Beschäftigungsprojekte bietet.
Die Autorin sieht die Soziale Arbeit als einen essenziellen Akteur an, da sie durch ihre ganzheitliche Sichtweise und lebensweltorientierte Arbeitsweise in der Lage ist, auch in schwierigen Lebenslagen gesundheitsfördernd und präventiv tätig zu werden.
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