Bachelorarbeit, 2021
146 Seiten, Note: 1,8
1 EINFÜHRUNG
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung
2 FORSCHUNGSSTAND UND THEORETISCHER HINTERGRUND
2.1 Die Mimik
2.2 Emotionen und Emotionserkennung
2.3 Mund-Nasen-Schutz und Atemschutzmaske
2.4 Über die Bedeutung der Mimik
2.4.1 Die Mimik als Verständigungsmittel
2.4.2 Die Facial-Feedback-Hypothese
2.4.3 Der Face-Inversions-Effekt
2.4.4 Der Cross-Race-Effekt
2.4.5 Der Rückkopplungseffekt
2.4.6 Das Still-Face-Experiment
2.4.7 Die neurobiologischen Grundlagen der Spiegelneuronen
2.4.8 Beeinträchtigungen des mimischen Ausdrucks und Erkennung
3 ZUSAMMENFASSUNG UND ZWISCHENFAZIT
4 EXPERIMENTELLE UNTERSUCHUNG
4.1 Methodik
4.1.1 Versuchsplanung und Operationalisierung der Variablen
4.1.2 Versuchsaufbau und -durchführung
4.2 Auswertung
4.2.1 Deskriptive Statistiken
4.2.2 Interferenzstatistiken mit Hypothesentestung
4.3 Beantwortung der Forschungsfrage
4.4 Kritische Betrachtung und Diskussion
5 FAZIT UND AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit untersucht experimentell, inwieweit das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die menschliche Mimik verdeckt und dadurch die Emotionserkennung beeinträchtigt. Dabei werden insbesondere die Auswirkungen auf Basisemotionen, das Erkennen von Lächeln und die Wiedererkennung von Personen analysiert.
2.1 Die Mimik
Die Mimik stellt einen wichtigen Aspekt der menschlichen Körpersprache und Kommunikation dar und ermöglicht einen differenzierten Ausdruck emotionaler Reaktionen des Menschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob die zugrundeliegenden Emotionen auf realen oder vorgestellten Ereignissen beruhen (Merten, 2017, S. 291 ff.).
Paul Ekman definierte die sogenannten Basisemotionen des Menschen, und damit Emotionsausdrücke der Mimik, die unabhängig von Kultur und Epoche von allen Menschen ähnlich ausgedrückt und erkannt werden. Dabei bildet die Mimik durch Gebrauch vielzähliger Muskeln verschiedene typische Muster, die sich in den Gesichtsbewegungen widerspiegeln. Erst als Ganzes wird daraus ein spezifischer emotionaler Ausdruck (Merten, 2017, S. 297 f.). Ein Artikel im amerikanischen Journal American Psychologist befand anhand einer quantitativen Untersuchung sogar, dass die menschliche Mimik 28 unterschiedliche und meist kulturspezifische Emotionsausdrücke widerspiegelt (Cowen & Keltner, 2020).
Anatomisch betrachtet bewegen sich beim Lachen 135 Muskeln im Gesicht. Es fängt mit der mimischen Muskulatur an den Augen an, danach folgen die Muskeln seitlich des Mundes. Das Lachen ist dabei lediglich ein kleiner Teil der Mimik. Denn das komplexe System der Mimik ist noch sehr viel umfangreicher. Um diese Vielschichtigkeit zu verdeutlichen, muss angemerkt sein, dass Mimik keine Universalität darstellt, sondern sich in vielerlei Hinsicht von Mensch zu Mensch unterscheiden kann (Martin, 2009). Dabei stellen sich besonders die folgenden Eigenschaften dualisierend dar: Die Mimik beinhaltet angeborene und erlernte Anteile. Sie besteht aus kulturübergreifenden, sowie aus kulturspezifischen Merkmalen. Und sie drückt sich durch nicht kontrollierbare unbewusste Emotionsausdrücke, sogenannte Mikroexpressionen, sowie durch kontrollierbare und bewusste Regungen, aus (Eilert, 2013, S. 37).
1 EINFÜHRUNG: Darstellung der Problemstellung bezüglich der mimischen Emotionserkennung unter Einfluss eines Mund-Nasen-Schutzes sowie die Zielsetzung der experimentellen Arbeit.
2 FORSCHUNGSSTAND UND THEORETISCHER HINTERGRUND: Umfassende theoretische Aufarbeitung der Mimik, Emotionen und verschiedener psychologischer Konzepte wie der Facial-Feedback-Hypothese und Spiegelneuronen im Kontext der Maskentragung.
3 ZUSAMMENFASSUNG UND ZWISCHENFAZIT: Synthese der theoretischen Erkenntnisse zur Bedeutung der Mimik in verschiedenen Lebensbereichen und Einteilung des mimischen Anteils in Abstufungen.
4 EXPERIMENTELLE UNTERSUCHUNG: Beschreibung der methodischen Durchführung, Datenerhebung mittels Software sowie Auswertung der Ergebnisse hinsichtlich der aufgestellten Hypothesen.
5 FAZIT UND AUSBLICK: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Diskussion der Auswirkungen eines Mund-Nasen-Schutzes auf die soziale Interaktion und das menschliche Miteinander.
Mimik, Emotionserkennung, Mund-Nasen-Schutz, Basisemotionen, Spiegelneuronen, Facial-Feedback-Hypothese, soziale Interaktion, psychische Gesundheit, experimentelle Untersuchung, Maskierung, Kommunikation, Körpersprache, nonverbale Kommunikation, Psychologie, Emotionsausdruck.
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes die menschliche Fähigkeit einschränkt, Emotionen im Gesicht anderer Menschen zu erkennen und korrekt zu interpretieren.
Zentrale Themen sind die psychologischen Grundlagen der Mimik und Emotionserkennung, die Auswirkungen von Masken auf die zwischenmenschliche Kommunikation sowie neurobiologische Aspekte wie Spiegelneuronen.
Das Ziel ist es, durch ein experimentelles Design Daten darüber zu gewinnen, wie stark die Emotionserkennung von Lächeln, Basisemotionen und Notlagen beeinträchtigt wird, wenn das Gegenüber eine Maske trägt.
Es wird ein experimentelles Within-Subject-Design eingesetzt, bei dem 80 Probanden mittels einer speziellen Erhebungssoftware verschiedene Fotos von Personen mit und ohne Mund-Nasen-Schutz bewerten mussten.
Im Hauptteil werden zunächst theoretische Grundlagen (Forschungsstand) dargelegt, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung der experimentellen Durchführung (Methodik) und der anschließenden statistischen Datenauswertung.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mimik, Emotionserkennung, Mund-Nasen-Schutz, soziale Rückkopplung und experimentelle Psychologie geprägt.
Die Studie konnte belegen, dass Menschen ein Lächeln bei einer Person mit Mund-Nasen-Schutz zu 32,5% schlechter erkennen konnten als bei einer unmaskierten Person.
Ja, es zeigte sich eine hohe negative Korrelation zwischen dem Alter der Probanden und ihrer Fähigkeit zur Emotionsunterscheidung, wobei insbesondere ältere Menschen Schwierigkeiten bei der Aufgabe mit Mund-Nasen-Schutz hatten.
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