Examensarbeit, 2018
73 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Ziel der Arbeit
2. Theologie der religiösen Symbole
2.1 Symbole
2.1.1 Abgrenzung des Symbolbegriffs
2.1.2 Wo begegnen wir Symbolen
2.1.3 Die Sprache des Symbols
2.2 Bedeutung von Symbolen in der Religion und im Glauben
2.3 Der symboldidaktische Ansatz
2.3.1 Anmerkungen zum Konzept von Hubert Halbfas
2.3.2 Anmerkungen zum Konzept von Peter Biel
2.3.3 Kritik der Symboldidaktik
2.3.4 Der symboldidaktische Ansatz untermauert durch künstlerische Darstellungen
2.3.5 Religiöse Symbole in der Kunst
2.3.6 Der Religionsunterricht als ästhetischer Erfahrungsraum
2.4 Theologie des Kreuzes
2.4.1 Historischer Hintergrund der Kreuzigung
2.4.2 Biblische Kreuzestheologien
2.4.3 Das Paradox des Kreuzes im christlichen Glauben
2.4.4 Vom Kreuz erlöst – ein Umdenken von Folter zu Hoffnung
2.5 Das Kreuz in der markinische Passion
2.5.1 Analyse
2.5.2 Erklärung
2.5.3 Historische Beurteilung
2.5.4 Zusammenfassung
2.5.5 Wirkungsgeschichte
2.6 Das Kreuz in der paulinischen Kreuzestheologie
2.6.1 Das Kreuz als Ärgernis im Korintherbrief
2.6.2 Das Kreuz als Macht Gottes im Galaterbrief
2.6.3 Das Kreuz als Paradoxon im Kolosserbrief
3. Didaktische Erörterung
3.1 Lehrplanbezug
3.2 Kompetenzen
3.3 Einbettung
3.3.1 Didaktische Leitgedanken zum Umgang mit Bildern im Religionsunterricht
3.3.2 Fünf Weisen der Bildbegegnung Günther Lange
4. Versuche der künstlerischen Darstellung der Kreuzabnahme Rubens und Beckmann
4.1 Bildinterpretation
4.2 Hintergrundwissen zu Rubens
4.3 Hintergrundwissen zu Beckmann
4.4 Vergleich Rubens VS. Beckmann
5. Methodische Entscheidungen
5.1 Textpräsentation
5.2 Bildpräsentation
5.3 Durchführung
5.3.1 Einleitung und Hinführung zum Thema
5.3.2 Erarbeitung
7. Fazit
8. Ausblick
9. Anhang
Die Arbeit untersucht, wie das Kreuzsymbol im Religionsunterricht durch ästhetische Wahrnehmung und die Analyse von Kunstwerken (insbesondere von Rubens und Beckmann) für Schülerinnen und Schüler als zugängliches und persönliches Heilszeichen erschlossen werden kann. Ziel ist es, ein Verständnis für die kulturelle und theologische Bedeutung des Kreuzes zu fördern und eine Verknüpfung zwischen biblischen Passionstexten und moderner Bildrezeption herzustellen.
2.4.3 Das Paradox des Kreuzes im christlichen Glauben
Vorerst erscheint die zentrale Botschaft des Christentums, nämlich Versöhnung mit Gott durch den Kreuzestod Jesu Christi, ziemlich paradox. Mit bloßem Menschenverstand fällt es schwer in diesem Akt etwas Positives zu begreifen. Daher wird der Versuch unternommen zu dieser Erklärung hinzuführen.
Die Evangelien berichten von Gott, indem sie von dem Menschen Jesus von Nazareth erzählen. Diese Geschichte erzählt keine antike Heldenbiografie, sondern sie nimmt ihren Ausgang im Leid und Tod Jesu. Das Genre Evangelium bleibt dem Christentum vorenthalten und bedeutet aus dem griechischen übersetzt „Frohe Botschaft“, trotz dass es gegen die Erwartung einer Heldenlegende den Kreuzestod und damit das Leid in das Zentrum rückt. Eigentlich möchte niemand freiwillig leiden. Die sogenannte Passionsfrömmigkeit, setzt das Leid und den Kreuzestod Jesu voraus. Unter den deformierten Bedingungen der Unfreiheit sucht die Leidensmystik nach Räumen einer unangreifbaren Ausdrucksfreiheit.
Wäre es nicht besser gewesen gerade den Aspekt des qualvollen Todes des Gottessohnes auszusparen, um der heilvollen Botschaft willen? Denn bis heute bleibt die Anstößigkeit des Kreuzes. Die Doppelkodierung Jesu als Mensch und Gott und die Widerspenstigkeit vom Schandtod eines Gottes am Kreuz erschwert sowohl die Anfänge als auch die Weiterführung dieser Religion. Deshalb gab es von Beginn des Christentums an auch Tendenzen, den Kreuzestod in den Hintergrund rücken zu lassen und ihm keine große Bedeutung zuzumessen. So beispielsweise die Gnostiker, welche Jesus als greifbare Erlöserfigur umdeuten, die sich das Menschsein nur scheinbar wie ein Gewandt umgelegt hat. Diese Vorstellung widerspricht somit dem realen Zusammenkommen von Mensch und Gott in einem.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung des Kreuzsymbols ein und erläutert die Fragestellung, wie ästhetische Wahrnehmung religiöses Lernen fördern kann.
2. Theologie der religiösen Symbole: Dieses Kapitel behandelt die Grundlagen der Symboldidaktik, die theologische Bedeutung des Kreuzes und die Analyse des Kreuzes in der markinischen sowie paulinischen Theologie.
3. Didaktische Erörterung: Hier werden didaktische Konzepte für den Religionsunterricht diskutiert, inklusive Lehrplanbezug, Kompetenzorientierung und der Einbettung in den Unterricht.
4. Versuche der künstlerischen Darstellung der Kreuzabnahme Rubens und Beckmann: Dieses Kapitel vergleicht die künstlerische Interpretation der Kreuzabnahme bei Rubens und Beckmann als Grundlage für den Unterricht.
5. Methodische Entscheidungen: Es werden konkrete methodische Ansätze für die Arbeit mit Texten und Bildern im Unterrichtsalltag vorgestellt.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über den Zusammenhang von ästhetischer Wahrnehmung und religiösem Lernprozess zusammen.
8. Ausblick: Der Ausblick skizziert weitere Möglichkeiten der Unterrichtsfortführung und produktorientierte Aufgabenformate.
9. Anhang: Der Anhang enthält Arbeitsmaterialien wie Vorlagen für die Kreuzesdarstellung sowie Abbildungen der analysierten Gemälde.
Kreuzsymbol, Symboldidaktik, Religionspädagogik, ästhetische Wahrnehmung, Kreuzabnahme, Passionsgeschichte, biblische Theologie, Peter Paul Rubens, Max Beckmann, Glaubensvermittlung, Bildanalyse, Leid und Erlösung, interdisziplinäres Lernen, Jesus Christus, Paradoxon.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Nutzung des Kreuzsymbols. Sie untersucht, wie Schülerinnen und Schüler durch ästhetische Wahrnehmung von Kunstwerken einen tieferen Zugang zum Kreuzestod Jesu finden können.
Der Ansatz ist fächerübergreifend und verbindet die katholische Religionspädagogik mit kunstgeschichtlichen Analysen und Methoden des Deutschunterrichts.
Die zentrale Frage lautet: „Wie kann die ästhetische Wahrnehmung religiöses Lernen fördern?“ Das Ziel ist es, theologische Deutungen des Kreuzes für Jugendliche durch Bildinterpretation erfahrbar zu machen.
Es wird der symboldidaktische Ansatz genutzt, ergänzt durch das Fünf-Phasen-Schema der Bildbegegnung nach Günter Lange, um eine ganzheitliche Erschließung von Bild und Text zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Symboldidaktik und Kreuzestheologie sowie einen methodisch-didaktischen Teil, der die Konfrontation von biblischen Texten mit den Werken von Rubens und Beckmann beschreibt.
Die Arbeit analysiert und vergleicht das Werk „Triptychon der Kreuzabnahme“ von Peter Paul Rubens und das Werk „Keine Demut mehr vor Gott – Kreuzabnahme“ von Max Beckmann.
Unter Bezugnahme auf Theologen wie Moltmann wird aufgezeigt, dass die Fähigkeit zu leiden und die Einbeziehung Gottes in das menschliche Leid essenziell für ein christliches Verständnis ist, wobei das Kreuz als Ort der Versöhnung verstanden wird.
Die „zweite Naivität“ nach Paul Ricoeur dient als Orientierung, um Jugendliche von einem kindlichen Symbolverständnis zu einem kritisch-hermeneutischen Bewusstsein zu führen, das Symbole in ihrer Tiefe versteht.
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