Bachelorarbeit, 2016
63 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Heranführung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Candidate Experience Management
2.1 Theoretische Grundlagen
2.1.1 Begriffserklärung
2.1.2 Personalwirtschaftliche Adaption
2.2 Candidate Experience Konzepte
2.2.1 Candidate Experience Wheel
2.2.2 Candidate Journey
2.2.3 AIDA-Modell
3 Praktische Relevanz
3.1 Aktuelle Trends
3.2 Handlungsempfehlungen
4 Candidate Experience in der Bundeswehr
4.1 Methodik
4.1.1 Interviewauswertung
4.1.2 Erfahrungen des Autors
4.2 Diskussion
5 Fazit
Anhang
Anhang A: Service Encounter in der Personalgewinnung
Anhang B: Werbeplakat der US Army mit Inhalten des AIDA-Modells
Anhang C: Interviewleitfaden und durchgeführte Interviews (CD)
Anhang D: Grafische Darstellung der Teilnehmerdaten
Anhang E: Werbeplakate der Bundeswehr mit emotionalerer Botschaft
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Candidate Experience innerhalb der Bundeswehr zu untersuchen. Anhand von Interviews mit studierenden Offizieren und Offiziersanwärtern sowie einer persönlichen Reflexion des Autors soll der Status quo erfasst und Verbesserungspotenziale identifiziert werden, um eine positive Wahrnehmung als Arbeitgeber zu fördern.
2.2.1 Candidate Experience Wheel
Das folgende Candidate Experience Wheel nach Verhoeven (2012) stellt die sechs Phasen der Candidate Experience dar, welcher ein potentieller Bewerber idealerweise in seinem vollständigen Bewerbungsprozess durchläuft (s. Abb. 2).
Nach Verhoeven (2012) wird der Kandidat zunächst auf das Unternehmen aufmerksam. Diese Phase beschreibt die Art und Weise, wie der potentielle Arbeitgeber das Interesse des Bewerbers auf sich lenkt. Dies kann durch Eigeninitiative geschehen, aber auch mittels Werbekampagnen seitens des Unternehmens. Die zweite Phase ist die Informationsphase. Hier erkundigt sich der Kandidat via diverser Kommunikationskanäle über das Unternehmen, dessen Jobangebote und Karrierechancen. Hat sich der Bewerber informiert, bewirbt er sich bei dem Unternehmen und nimmt im Fall einer Einladung am Auswahlprozess teil. Wurden die Einstellungstests absolviert und kam es zu einer Zusage, erfolgt die vorletzte Phase, das Onboarding. Unter dem Onboarding versteht man die Zeit von der Zusage bis zum Tag der Einstellung sowie die ersten Arbeitstage. Hat sich der neue Mitarbeiter eingearbeitet und eine Alltagsroutine entwickelt, befindet er sich in der Bindungsphase. Hier obliegt es dem Unternehmen, auf welche Art und Weise es seinen Mitarbeiter weiter an sich bindet und weiterentwickelt (Verhoeven, 2012).
Auch wenn der Bewerber über alle Phasen hinweg Eindrücke sammelt, so findet die eigentliche Kandidatenbindung im Bewerbungs- und Auswahlprozess statt, da dort die häufigsten Kontaktpunkte vorzufinden sind. Gerade hier ist es wichtig, seitens des Unternehmens für eine positive Bewerbererfahrung zu sorgen, um im Falle einer Zu- oder Absage dennoch einen wertvollen Beitrag zum Employer Brand zu erhalten (Trost, 2012). Die folgende Abbildung 3 stellt diesen Prozess grafisch dar.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Candidate Experience für Arbeitgeber ein und definiert das Ziel, den Bewerbungsprozess bei der Bundeswehr kritisch zu untersuchen.
2 Candidate Experience Management: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen und stellt Konzepte wie das Candidate Experience Wheel, die Candidate Journey und das AIDA-Modell vor.
3 Praktische Relevanz: Hier werden aktuelle Trends in der Personalgewinnung wie der Fachkräftemangel und die Nutzung von Social Media analysiert sowie erste Handlungsempfehlungen gegeben.
4 Candidate Experience in der Bundeswehr: Dieser Kernteil präsentiert die Ergebnisse der durchgeführten Interviews sowie die persönliche Reflexion des Autors und diskutiert die Erkenntnisse hinsichtlich Verbesserungspotenzialen.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt abschließende Handlungsempfehlungen zur Stärkung der Arbeitgebermarke der Bundeswehr durch eine verbesserte Candidate Experience.
Candidate Experience, Personalgewinnung, Bundeswehr, Employer Branding, Candidate Journey, AIDA-Modell, Recruiting, Personalmarketing, Bewerbungsprozess, Auswahlverfahren, Mitarbeiterbindung, Humanressource, Personalauswahl, Social Media, Service Encounter
Die Arbeit analysiert das Konzept der Candidate Experience und wendet dieses auf den Bewerbungsprozess der Bundeswehr an, um die Wahrnehmung als Arbeitgeber zu verstehen und zu optimieren.
Zu den Schwerpunkten gehören das Management von Bewerbererfahrungen, die theoretische Einbettung in Marketing-Modelle sowie die praktische Anwendung und Verbesserung von Rekrutierungsprozessen.
Das Ziel ist eine aktuelle Bestandsaufnahme der Candidate Experience bei der Bundeswehr durch Interviews, um konkrete Verbesserungspotenziale zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer qualitativen Analyse in Form von zehn Experteninterviews mit Offiziersanwärtern, ergänzt durch die persönliche Reflexion des Autors.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Candidate Experience, die Darstellung aktueller Trends im Personalwesen und die konkrete Analyse der einzelnen Phasen im Bewerbungsprozess der Bundeswehr.
Zentrale Begriffe sind unter anderem Candidate Experience, Employer Branding, Candidate Journey, Personalgewinnung, Mitarbeiterbindung und Recruiting.
Das Modell dient als strukturelles Analysewerkzeug, um den Prozess von der ersten Aufmerksamkeit bis zur Bindung des Mitarbeiters in Phasen zu unterteilen und negative Kontaktpunkte zu identifizieren.
Die Ergebnisse zeigen ein durchwachsenes Bild: Während der Prozess als transparent empfunden wird, werden teils lange Wartezeiten, mangelnde Rückmeldungen und bürokratische Hürden kritisiert.
Es dient als Gestaltungsleitfaden für Werbekampagnen, um Aufmerksamkeit zu erregen und Interesse bei potenziellen Kandidaten zu wecken, wobei jedoch die emotionale Tiefe oft kritisch hinterfragt wird.
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