Bachelorarbeit, 2018
40 Seiten, Note: 2,3
Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
1. Einführung
1.1. Grundlagen des Schlafes
1.2. Definition Traum
2. Traumverhalten
2.1. Traumerinnerungshäufigkeit
2.2. Alpträume
2.3. Umgang mit Träumen
2.4. Kontinuitätshypothese
2.5. Geschlechtsunterschiede
3. Schlafstörungen
3.1. Schlafbezogene Atmungsstörung (Schlafapnoe-Syndrom)
3.2. Insomnie
3.3. Restless-Legs-Syndrom
3.4. Andere Störungen
4. Träume bei Schlafstörungen
4.1. Traum bei Schlafbezogener Atmungsstörung
4.2. Traum bei Insomnie
4.3. Traum bei anderen Störungen
4.4. Bewertung des aktuellen Forschungsstandes
5. Hypothesen
6. Methode
6.1. Messinstrument
6.2. Stichprobe und Prozedur
7. Ergebnisse
8. Diskussion
Diese Bachelorarbeit untersucht, ob und inwiefern sich das Traumverhalten von Patienten mit verschiedenen Schlafstörungen von dem gesunder Personen unterscheidet. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse spezifischer Traumvariablen unter Berücksichtigung von psychophysiologischen und soziodemographischen Faktoren.
2.1. Traumerinnerungshäufigkeit
Obwohl man davon ausgehen kann, dass jeder Mensch nächtlich träumt, existieren gravierende interindividuelle Unterschiede bezüglich der Traumerinnerung (Stuck et al., 2009). Manche Menschen wachen allmorgendlich mit ausführlicher Erinnerung an Träume der vergangenen Nacht auf. Manch andere dagegen, erinnern sich nur selten an ihre Träume oder haben gar den Eindruck, nie zu Träumen. Es bestehen folglich Unterschiede in der Traumerinnerungshäufigkeit (Schredl 2008).
Neben der Verdrängungshypothese von Freud (1900) stellt Schredl (2008) fünf weitere Erklärungsmodelle vor: die Life-style-Hypothese (Schonbar, 1965), die Interferenz-Hypothese (Cohen & Wolfe, 1973), die Salience-Hypothese (Cohen & MacNeilage, 1974), das Arousal-Retrieval-Modell (Koulack & Goodenough, 1976) und das Zustands-Wechsel-Modell (Koukkou & Kehmann, 1980). Mithilfe dieser Modelle wird versucht, die Unterschiede in der Traumerinnerungshäufigkeit zu erklären. Das Arousal-Retrieval-Modell (Koulack & Goodenough, 1976) ist eines der komplexeren Modelle (Schredl, 2008) und versucht anhand von zwei wichtigen Schritten den Prozess der Traumerinnerung zu erklären. Demnach muss zunächst ein bestimmter Grad von Wachheit vorhanden sein (durch Erwachen während oder direkt nach dem Traum), damit der Traum im Gedächtnis abgespeichert werden kann.
Wenn der Traum hohe Wichtigkeit besitzt und wenige Störeinflüsse vorhanden sind, wird der Traum aus dem Zwischenspeicher vollständig abgerufen (Schredl, 2008). Welche Einflussfaktoren jedoch genau diese Unterschiede in der Traumerinnerung verursachen, ist bis heute zwar nicht vollständig geklärt (Stuck et al., 2009), dennoch gibt es bereits zahlreiche Studien, die Einflussfaktoren untersucht haben (Schredl, 2008). Schredl (2008) fasst diese Faktoren zusammen und unterteilt sie in State-Faktoren (kurzfristig wirksam) und Trait-Faktoren (über die Zeit stabil). Die wichtigsten Trait-Faktoren sind demnach: soziodemographische Variablen (Alter, Geschlecht, soziökonomischer Status), genetische Faktoren, Persönlichkeitsfaktoren, kognitive Faktoren, Schlafverhalten und Einstellung zu Träumen.
1. Einführung: Hinführung zur Traumforschung unter Berücksichtigung historischer Aspekte wie Freud, sowie Definition des Schlafes und der Traumphasen.
2. Traumverhalten: Erläuterung relevanter psychologischer Konzepte des Träumens, wie der Traumerinnerung, der Alptraumthematik und der geschlechtsspezifischen Unterschiede.
3. Schlafstörungen: Medizinische Klassifikation und Darstellung der wichtigsten Schlafstörungen, darunter Schlafapnoe, Insomnie und Restless-Legs-Syndrom.
4. Träume bei Schlafstörungen: Zusammenfassung der empirischen Studienlage zum Einfluss spezifischer Schlafstörungen auf die Traumqualität und -frequenz.
5. Hypothesen: Deduktion der wissenschaftlichen Annahmen für die vorliegende Untersuchung auf Basis der theoretischen Modelle.
6. Methode: Detaillierte Beschreibung des verwendeten Messinstruments (MADRE) sowie der Stichprobenzusammensetzung und des Datenerhebungsprozesses.
7. Ergebnisse: Darstellung der statistischen Auswertung und der Vergleichsdaten zwischen der Patienten- und Kontrollstichprobe.
8. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen sowie Einordnung in den aktuellen Forschungsstand.
Traumforschung, Schlafstörungen, Traumerinnerung, Alpträume, Kontinuitätshypothese, Mannheimer Traumfragebogen, MADRE, Schlafapnoe, Insomnie, Restless-Legs-Syndrom, Schlafphysiologie, Traumsozialisation, Geschlechtsunterschiede.
Die Arbeit untersucht das Traumverhalten von Patienten, die unter klinisch diagnostizierten Schlafstörungen leiden, im Vergleich zu einer gesunden Kontrollgruppe.
Die zentralen Themen umfassen die Traumerinnerungshäufigkeit, das Vorkommen von Alpträumen, den Umgang mit Träumen sowie den Einfluss von Wachzustand und Geschlecht auf das Traumerleben.
Ziel ist es, Unterschiede zwischen Patienten mit Schlafstörungen und gesunden Personen hinsichtlich der Traumstimmung und Alptraumhäufigkeit aufzudecken sowie geschlechtsspezifische Unterschiede innerhalb der Patientengruppe zu analysieren.
Es wurde eine quantitative Analyse auf Basis des "Mannheimer Traumfragebogens" (MADRE) durchgeführt, wobei statistische Verfahren wie die ordinale und lineare Regression zur Anwendung kamen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Traum- und Schlafforschung, gefolgt von einer detaillierten statistischen Auswertung und Diskussion der empirischen Daten.
Wichtige Begriffe sind Traumforschung, Schlafstörungen, MADRE, Traumerinnerung, Alptraumhäufigkeit und die Kontinuitätshypothese.
Sie bildet das theoretische Fundament, das postuliert, dass sich die emotionale Komponente und die Inhalte des Wachlebens im Traum widerspiegeln.
Ja, die Arbeit konnte signifikant bestätigen, dass Patienten mit Schlafstörungen häufiger an Alpträumen leiden als gesunde Personen.
Die Analyse zeigt, dass weibliche Patienten signifikant häufiger von ihren Träumen berichten als männliche Patienten, was mit dem Konzept der Traumsozialisation erklärt wird.
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