Bachelorarbeit, 2019
50 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Begriffsklärung
2.1 Formen von Gewalt
2.1.1 körperliche/physische Gewalt
2.1.2 psychische Gewalt
2.1.3 ökonomische Gewalt
2.1.4 soziale Gewalt
2.1.5 sexualisierte Gewalt
2.2 Fazit der Gewaltformen
2.3 Folgen von häuslicher Gewalt
3 Gewaltkreislauf nach Lenore E. Walker
4 Der Täter und seine Strategien im Kontext häuslicher Gewalt
4.1 Definition Täter
4.2 Definition Strategien
4.3 Täterstrategien im Kontext häuslicher Gewalt
5.3.1 Täterstrategien bezogen auf betroffene Frauen
5.3.2 Täterstrategien bezogen auf betroffene Kinder
4.4 Wer sind die Täter? – Tätertypen und Motive
4.4.1 Der „Family only batterer“ – Familientäter
4.4.2 Der „dysphoric/borderline batterer“ – Borderlinetäter
4.4.3 Der „generally violent/antisocial betterer“ – Antisozialer Täter
4.5 Gewaltmotive von Tätern nach Friedmann
4.5.1 Instrumentelle Aggression
4.5.2 Affektive Aggression
5 Zusammenfassung
6 Familiengerichtliche Verfahren im Kontext häuslicher Gewalt
6.1 Inhalt familiengerichtlicher Verfahren im Kontext häuslicher Gewalt & das FamFG
6.2 AkteurInnen in familiengerichtlichen Verfahren
6.3 Täterstrategien in familiengerichtlichen Verfahren
7 Sachverhaltsklärung in familiengerichtlichen Verfahren bei strittiger Partnerschaftsgewalt nach Kindler
8 Kinder vor dem Familiengericht – mit wem und mit was werden sie konfrontiert?
9 Ausbildung der AkteurInnen in familiengerichtlichen Verfahren
9.1 Ausbildung der Sachverständigen
9.2 Ausbildung der Verfahrensbeistände
9.3 Ausbildung der Umgangsbegleiter
9.4 Ausbildung der FamilienrichterInnen
9.5 Gutachten in familiengerichtlichen Verfahren
10 Täter häuslicher Gewalt erkennen – geht das?
11 Wissen, welches AkteurInnen in familiengerichtlichen Verfahren besitzen sollten
12 Fazit
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit besteht darin, die Täterstrategien im Kontext häuslicher Gewalt zu analysieren und deren Auswirkungen auf familiengerichtliche Verfahren sowie die betroffenen Frauen und Kinder kritisch zu beleuchten.
4.4 Wer sind die Täter? – Tätertypen und Motive
Wie bereits erläutert kann das Wissen über verschiedene Tätertypen und dessen Gewaltmotive dazu beitragen, Risikosituationen besser ein- und Gefährdungslagen abzuschätzen, besonders auch im Hinblick auf Entscheidungen, die in familiengerichtlichen Verfahren getroffen oder verhandelt werden. Die amerikanische Professorin für Psychologie Amy Holzworth-Munroe hat im Jahr 2000 verschiedene Tätertypologien bzw. Tätertypen analysiert, welche häusliche Gewalt gegenüber ihren Partnerinnen und Kindern ausüben. Dabei unterscheidet sie drei verschiedenen Tätertypen, die näherbringen, was das „für Männer sind, die ihre Frauen und Kinder misshandeln“.
Sie werden unterteilt in den „family only batterer“, genannt den Familientäter, den „dysphoric/borderline batterer“, welcher den Borderlinetäter beschreibt und dem „generally violent/antisocial batterer“, dem antisozialen Täter. Im Folgenden werde ich genauer auf die einzelnen Tätertypen eingehen und deren Charakteristika, durch welche sich die einzelnen Typen unterscheiden, herausfiltern.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die Relevanz häuslicher Gewalt dar und führt in die Fragestellung ein, wie Täter ihre Strategien gezielt einsetzen, um Machtstrukturen im familiengerichtlichen Kontext aufrechtzuerhalten.
2 Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert häusliche Gewalt in ihren verschiedenen Formen wie körperliche, psychische, ökonomische, soziale und sexualisierte Gewalt und beleuchtet deren Folgen.
3 Gewaltkreislauf nach Lenore E. Walker: Das Modell des Kreislaufs der Gewalt wird erläutert, um zu erklären, warum Betroffene häufig in gewaltgeprägten Partnerschaften verbleiben.
4 Der Täter und seine Strategien im Kontext häuslicher Gewalt: Es erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Tätertypen, deren Motiven und spezifischen Strategien, um die betroffenen Frauen und Kinder zu manipulieren.
5 Zusammenfassung: Dieses Kapitel fasst die bisherigen Erkenntnisse über Tätercharakteristika und die schwierige Lage der Betroffenen zusammen.
6 Familiengerichtliche Verfahren im Kontext häuslicher Gewalt: Das Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen des FamFG und beschreibt die Akteure sowie deren Vorgehensweisen.
7 Sachverhaltsklärung in familiengerichtlichen Verfahren bei strittiger Partnerschaftsgewalt nach Kindler: Hier wird die Notwendigkeit einer gründlichen Sachverhaltsaufklärung diskutiert, um Kindeswohlgefährdungen zu vermeiden.
8 Kinder vor dem Familiengericht – mit wem und mit was werden sie konfrontiert?: Die Belastungssituation von Kindern im Kontext von hochstrittigen Trennungen wird analysiert.
9 Ausbildung der AkteurInnen in familiengerichtlichen Verfahren: Die kritische Reflexion der Qualifikation von Sachverständigen, Verfahrensbeiständen und Richtern bildet den Schwerpunkt.
10 Täter häuslicher Gewalt erkennen – geht das?: Dieses Kapitel zeigt auf, wie Täter auch im familiengerichtlichen Kontext versuchen, ihre Gewalt durch Strategien zu verbergen.
11 Wissen, welches AkteurInnen in familiengerichtlichen Verfahren besitzen sollten: Das Kapitel fordert spezifisches Expertenwissen zu Gewaltstrukturen von allen beteiligten Akteuren.
12 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Forderung nach spezialisierter Weiterbildung und einem sensibleren Umgang mit Gewaltproblematiken in familiengerichtlichen Verfahren.
Häusliche Gewalt, Familiengericht, Täterstrategien, Kindeswohl, Partnerschaftsgewalt, FamFG, Gewaltkreislauf, Familientäter, Borderlinetäter, antisozialer Täter, Familiengerichtliche Verfahren, Akteure, Gefährdungsanalyse, Sorgerecht, Umgangsrecht.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Strategien von Tätern häuslicher Gewalt und deren Auswirkungen auf die Abläufe und Entscheidungen in familiengerichtlichen Verfahren.
Zentrale Themen sind die Formen häuslicher Gewalt, Tätertypologien, die psychischen und sozialen Folgen für Betroffene sowie die Rolle und Ausbildung der Akteure vor dem Familiengericht.
Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Täterstrategien zu entwickeln, um Gefährdungslagen für Frauen und Kinder in familiengerichtlichen Verfahren frühzeitig zu erkennen und abzuwenden.
Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung, die auf der Analyse von Fachliteratur, Modellen (wie dem Gewaltkreislauf nach Walker) und rechtlichen Rahmenbedingungen basiert.
Der Hauptteil analysiert Täterstrategien, differenziert zwischen Tätertypen wie dem "Familientäter" und dem "antisozialen Täter" und untersucht kritisch die Rollen der Akteure (Richter, Sachverständige) im familiengerichtlichen Kontext.
Wichtige Begriffe sind Täterstrategien, Familiengericht, Kindeswohl, häusliche Gewalt und Gewaltkreislauf.
Der Familientäter wird als nach außen hin angepasst und meist beruflich erfolgreich beschrieben, während er innerhalb der Familie massive Macht- und Kontrollbedürfnisse ausübt.
Täter setzen gezielt Strategien ein, um ihre Gewalthandlungen zu leugnen oder zu bagatellisieren, was es für Gerichte ohne tiefgehendes Wissen über Gewaltstrukturen schwierig macht, die Wahrheit zu erkennen.
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