Masterarbeit, 2020
112 Seiten
1 Einleitung
1.2 Problemstellung
1.3 Forschungsfragen und Zielstellungen
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Onboarding
2.1.1 Definition Onboarding
2.1.2 Die Dimensionen der Integration
2.2 Der Onboardingprozess
2.2.1 Abgrenzung und zeitliche Einordnung des Onboardingprozesses
2.2.2 Die Phasen des Onboardingprozesses
2.2.3 Der Onboardingprozess der HARTMANN Group
2.3 Bausteine von Onboardingprogrammen
2.3.1 Integrationsmaßnahmen
2.3.2 Technologieeinsatz im Onboarding – Der Status Quo
3 Forschungsdesign
3.1 Forschungsablauf
3.2 Gütekriterien
4 Darstellung der empirischen Ergebnisse
4.1 Status Quo
4.1.1 Ergebnisdarstellung: Fluktuation
4.1.2 Ergebnisdarstellung: Onboardingprozess
4.1.3 Ergebnisdarstellung: Dimensionen der Integration
4.1.3 Ergebnisdarstellung: Instrumente in der Praxis
4.2 Einschätzungen für die Zukunft
4.2.1 Ergebnisdarstellung: Digitalisierungsgrad
4.2.2 Ergebnisdarstellung: Rolle der Personaler
4.2.3 Ergebnisdarstellung: Digitale Unterstützung in den Dimensionen
4.3.4 Ergebnisdarstellung: Prognosen für digitale Instrumente
5 Diskussion der Ergebnisse
5.1 Prototyp: Digital gestütztes Onboarding
5.1.1 Rahmenbedingungen des Prototypens
5.1.2 Die Modul-Sammlung
5.2 Handlungsempfehlung
6 Schlussbetrachtung
6.1 Fazit
6.2 Ausblick für weitere Forschungen
Ziel der Arbeit ist es, die zeitlichen und inhaltlichen Rahmenbedingungen für ein erfolgreiches Onboarding zu erforschen und auf dieser Basis ein Konzept für eine digitale Unterstützung in Form eines Prototyps zu entwickeln, wobei ein besonderer Fokus auf den emotionalen (sozialen und werteorientierten) Bedürfnissen der Mitarbeiter liegt.
2.1.1 Definition Onboarding
Onboarding ist ein Teilbereich des Talent Managements (Aygen, 2015; Vijaya Mani & M, 2017). Der Terminus Onboarding ist jedoch ein junger Begriff, was erklärt, warum derzeitigen Zeitpunkt bedingt Fachliteratur zu diesem Thema vorliegt und folglich nur wenige sowie nicht immer übereinstimmende Definitionen existieren (Moser et al., 2018). Die Literaturanalyse zeigt, dass eine Vielzahl an Begriffen synonym mit Onboarding verwendet wird. Moser et al. (2018) sehen die Erklärung für die Begriffsdiffusion darin, dass sich aus einer Vielzahl von Perspektiven der Personalarbeit mit der Integration von Mitarbeitern in ein Unternehmen bzw. eine Organisation befassen. Merkwitz und Peitz (2002) definieren Integration als die erfolgreiche Aufnahme bzw. Anpassung eines Mitarbeiters in die Strukturen und Konventionen einer Organisation. Die vorliegende Arbeit bezieht sich konkret auf die Integration bzw. das Onboarding von neuen Mitarbeitern sog. New Hires.
Die Definitionen der synonym verwendeten Begriffe für Onboarding beschreiben im Kern den Eintrittsprozess eines Mitarbeiters in ein Unternehmen. Diese Begriffe sind u.a. organisationale Sozialisation (Bauer & Erdogan, 2011; Moser et al., 2018), Integration (Habermann & Lohaus, 2016), Inplacement (Brenner & Brenner, 2001; Kolb, 2008; Ströker, 2007), Personaleinführung (Becker, 2004; Kolb, 2008), Orientation (Randy et al., 2002) oder Induktion (bzw. Induction) (Nandi, 2015; Stiefel, 1979). Bröckermann (2014) liefert sogar eine ganze Liste an Synonymen: Einarbeitung, Einbindung, Einführung, Eingliederung, Einweisung, Inplacement und Integration. Bei der Verwendung der Begrifflichkeiten scheint selbst in der Literatur keine eindeutige Abgrenzung gemacht zu werden, sodass innerhalb von Publikationen keine einheitliche Nennung desselben Begriffs stringent eingehalten wird (Nandi, 2015; Ströker, 2007). Es lässt sich somit feststellen, dass für Einführungsprozesse von Mitarbeitern in ihre betriebliche Umwelt eine Vielzahl an Begriffen existiert.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des Fachkräftemangels und die Relevanz des Onboardings ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe des Onboardings definiert, die Dimensionen der Integration (fachlich, sozial, werteorientiert) hergeleitet und der Stand der Digitalisierung in diesem Bereich dargestellt.
3 Forschungsdesign: Dieses Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise der qualitativen Forschung, inklusive der Datenerhebung durch Experteninterviews und deren inhaltsanalytische Auswertung.
4 Darstellung der empirischen Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Experteninterviews bezüglich des Status Quo des Onboardings und der Digitalisierung sowie zukünftige Einschätzungen präsentiert.
5 Diskussion der Ergebnisse: Dieses Kapitel führt die theoretischen und empirischen Erkenntnisse zusammen, um den Prototyp für eine digitale Onboarding-App und Handlungsempfehlungen für die Umsetzung zu entwickeln.
6 Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einem Fazit zu den zentralen Ergebnissen und einem Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
Onboarding, Talent Management, Digitale Unterstützung, Integration, Personalarbeit, Fachkräftemangel, Onboarding-Prozess, Qualitative Inhaltsanalyse, Mitarbeiterbindung, Prototyp, Digitalisierung, Soziale Integration, Werteorientierte Integration, Instrumente, Experteninterview.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung des Onboarding-Prozesses durch digitale Unterstützung, um den Herausforderungen des Fachkräftemangels zu begegnen.
Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung des Onboardings, die drei Dimensionen der Integration (fachlich, sozial, werteorientiert) und der Einsatz digitaler Tools zur Unterstützung dieser Prozesse.
Das Hauptziel ist die Erforschung der Rahmenbedingungen für ein gelungenes Onboarding, um darauf aufbauend eine prototypische digitale Lösung zu entwickeln, die insbesondere die emotionalen Mitarbeiterbedürfnisse adressiert.
Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf Experteninterviews mit Personalverantwortlichen basiert, die anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, ein Forschungsdesign zur Datengewinnung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Ergebnisse zur Digitalisierung des Onboardings.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Onboarding, Digitale Unterstützung, Integration, Talent Management und Mitarbeiterbindung beschreiben.
Die Analyse ergab, dass Unternehmen sich in der Praxis stark auf die fachliche Einarbeitung konzentrieren, während soziale und werteorientierte Aspekte vernachlässigt werden, was ein Hauptgrund für Frühfluktuation ist.
Eine App fungiert als modulares Baukastensystem, das Unternehmen ermöglicht, individuelle Integrationsmaßnahmen für ihre Mitarbeiter strukturiert und zeitlich flexibel anzubieten.
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