Bachelorarbeit, 2019
45 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Propaganda
2.1 Forschungsstand
2.2 Definition
2.3 Staatliche Nutzung von Propaganda - Das Propagandaministerium
2.4 Die Propagandakonzeption der Nationalsozialisten
2.5 Heutige Auseinandersetzung mit Propaganda in der Geschichtskultur
3. Was bedeutet Gegenwarts- und Zukunftsbezug?
3.1 Funktionen im Geschichtsunterricht
3.2 Kritik zum Gegenwarts- und Zukunftsbezug
4. Plakate im Geschichtsunterricht
5. Aufgaben im Geschichtsunterricht
6. Entwurf eines unterrichtspraktischen Beispiels einer Schulbuchseite
6.1 Überlegungen zur Behandlung von Nationalsozialismus im Unterricht
6.2 Schulbuchseite Layout
6.3 Aufgabenstellungen zur Schulbuchseite
6.4 Didaktische Begründung
6.6 Methodische Begründung
7. Chancen und Risiken für den Geschichtsunterricht
8. Fazit
Die Arbeit untersucht, wie nationalsozialistische Propaganda effektiv und kritisch im Geschichtsunterricht thematisiert werden kann, indem sie durch Gegenwarts- und Zukunftsbezüge für Lernende anschlussfähig gemacht wird, um historisches Denken und Urteilskompetenz zu fördern.
2.2 Definition
Eine große Schwierigkeit stellt die Abgrenzung des Propagandabegriffs von verwandten Begriffen wie Werbung, Public Relations, Öffentlichkeitsarbeit oder politischer Kommunikation dar. Zudem birgt der Begriff eine lange und wechselvolle Begriffsgeschichte mit unterschiedlichen Konnotationen und Deutungen. Der Begriff Propaganda leitet sich aus dem Lateinischen für „ausstreuen, ausbreiten und fortpflanzen“ ab. Die erste wörtliche Nennung findet sich in einer Schrift Papst Gregors von 1622 in der Beschreibung von Missionarstätigkeiten. Der Begriff ist in der katholischen Kirche zunächst positiv besetzt, in der evangelischen Kirche, aufgrund der Differenzen zum Vatikan, negativ konnotiert. Propaganda wird als kommunikationstechnischer Begriff über die Ausbreitung des Glaubens eingeführt.
In der Geschichte finden sich immer wieder neue Adaptionen und Nutzungen für den Propagandabegriff. In der französischen Revolution wandelte sich die Propagandathematik zum politischen Aktionsbegriff. Propaganda war gleichbedeutend mit dem selbstverständlich in Anspruch genommenen revolutionären Interventionsrecht. Während der Revolution 1848/49 wurde das Propagandaprinzip durch die deutschen Demokraten durch systematische Gegenpropaganda zum deutschen Kaiserreich genutzt. Im ersten Weltkrieg wurde Propaganda zum ersten Mal in großem Stil auf amerikanischer und britischer Seite kriegsbedeutend eingesetzt.
1. Einleitung: Stellt die Relevanz der Thematik durch aktuelle politische Diskurse dar und definiert das Ziel, den Umgang mit NS-Propaganda im Geschichtsunterricht durch Gegenwartsbezüge zu untersuchen.
2. Propaganda: Erläutert den wissenschaftlichen Forschungsstand, definiert den Begriff und analysiert die Propagandakonzeption der Nationalsozialisten sowie die heutige Auseinandersetzung mit dem Thema.
3. Was bedeutet Gegenwarts- und Zukunftsbezug?: Definiert das fachdidaktische Konzept, erörtert dessen Funktionen für das historische Lernen und beleuchtet kritische Aspekte sowie Grenzen der Anwendbarkeit.
4. Plakate im Geschichtsunterricht: Analysiert das Plakat als massenmediales Propagandamittel und zeigt methodische Möglichkeiten auf, wie diese als Quelle im Unterricht genutzt werden können.
5. Aufgaben im Geschichtsunterricht: Beschreibt die theoretischen Voraussetzungen für die Erstellung guter Aufgabenstellungen, die Schüler motivieren und gleichzeitig ihre historischen Kompetenzen fördern.
6. Entwurf eines unterrichtspraktischen Beispiels einer Schulbuchseite: Präsentiert einen konkreten Entwurf zur Behandlung von Propaganda, eingebettet in fachdidaktische Überlegungen und curriculare Anforderungen.
7. Chancen und Risiken für den Geschichtsunterricht: Reflektiert kritisch über den Erkenntnisgewinn durch das Unterrichtsbeispiel und wägt organisatorische sowie methodische Herausforderungen ab.
8. Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Notwendigkeit, Propaganda theoriebasiert und schülerorientiert als festen Bestandteil in den Unterricht aufzunehmen.
Propaganda, Nationalsozialismus, Gegenwartsbezug, Geschichtsunterricht, Plakate, Historisches Lernen, Urteilskompetenz, Medienkompetenz, Ideologiekritik, Didaktik, Schulbuch, Geschichtskultur, Manipulation, politische Bildung, Schülerschaft.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der geschichtsdidaktischen Aufbereitung von nationalsozialistischer Propaganda für den Schulunterricht unter Einbeziehung aktueller gesellschaftlicher Bezüge.
Die zentralen Themenfelder umfassen die Definition von Propaganda, das Konzept des Gegenwarts- und Zukunftsbezugs im Geschichtsunterricht, die Arbeit mit bildlichen Quellen (Plakaten) und die Gestaltung von lernförderlichen Aufgaben.
Das Ziel ist es zu untersuchen, wie man Schülern den kompetenten Umgang mit historischer und moderner Propaganda vermitteln kann, um dadurch das historische Verständnis und die Urteilskompetenz zu stärken.
Die Arbeit basiert auf einer fachdidaktischen Analyse und theoretischen Reflexion, die in einem praktischen Entwurf für eine Schulbuchseite und deren methodischer Begründung mündet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Propaganda und Didaktik, die methodische Analyse des Einsatzes von Plakaten sowie die praktische Konzeption einer Schulbuchseite inklusive Aufgaben und deren Begründung.
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Propaganda, Gegenwartsbezug, historisches Lernen, Urteilskompetenz und Geschichtsdidaktik charakterisiert.
Im Gegensatz zu rein chronologischen oder faktengesteuerten Ansätzen stellt dieser Ansatz die Lebenswelt der Schüler und deren eigene Fragen an die Vergangenheit in den Mittelpunkt, um eine sinnstiftende Verknüpfung zur Gegenwart zu schaffen.
Plakate dienen als "Auge-Öffner" für die Analyse von Intention und Wirkung; sie ermöglichen es, Schüler an die Struktur von Propaganda heranzuführen, ohne diese unreflektiert zu übernehmen.
Eine theoretische Einbettung verhindert, dass die Thematik emotionalisiert oder missbraucht wird, und stellt sicher, dass Propaganda als analysierbares Konzept und nicht nur als wertendes Etikett verstanden wird.
Die Autorin stellt fest, dass die Planbarkeit bei einem stark schülerorientierten Ansatz zwar eingeschränkt ist, da Fragen und Interessen der Lerngruppe variieren können, der Erkenntnisgewinn und die pädagogische Relevanz jedoch überwiegen.
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