Diplomarbeit, 2016
153 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 Reformpädagogik 1890-1933
2.1 Unterschiedliche Auffassungen
2.2 Versuch einer Definition der Reformpädagogik
2.3 Phasen nach Willy Potthoff
3 Historische Einordnung
3.1 Pioniere der Reformpädagogik
3.2 Situation im Kaiserreich 1871-1918
3.3 Weimarer Republik 1918-1933
3.4 Zeit des Nationalsozialismus 1933-1945
3.5 Entwicklung nach 1945
3.5.1 Ostdeutschland
3.5.2 Westdeutschland
3.5.3 Vereinigtes Deutschland
3.6 Internationale Betrachtung
4 Landerziehungsheimbewegung
4.1 Schule Schloss Salem
4.1.1 Kurt Hahn
4.1.2 Geschichte der Schule Schloss Salem
4.1.3 Organisation der Schule
4.1.4 Aktuelle Zahlen
4.1.5 Mitarbeiter
4.1.6 Elternschaft
4.1.7 Bildungs- und Erziehungskonzept der Schule
4.1.8 Standorte
4.1.9 Das Leben an der Schule - Ein Tag auf Schloss Salem
4.2 Bernhard Bueb
4.2.1 Pädagogische Ansichten und Grundsätze
4.2.2 Reaktion der Fachwissenschaftler
4.3 Das aktuelle Leitungsgremium
5 Bielefelder Laborschule
5.1 Hartmut von Hentig und ausgewählte Bildungsvorstellungen
5.2 Organisation der Laborschule
5.3 Pädagogische Konzeption und seine Besonderheiten
5.3.1 Grundsätze
5.3.2 Jahrgangsstufen
5.3.3 Beurteilungssystem
5.4 Personal
5.5 Schulgebäude und Schulgelände
5.6 Elternschaft und Elternrat
5.7 Schülerschaft
5.8 Entwicklung der Laborschule bis heute – aktuelle Zahlen
5.9 Oberstufen-Kolleg
6 Pro und Kontra der Reformpädagogik
7 Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Entwicklung der Reformpädagogik zu analysieren und deren Für und Wider kritisch zu hinterfragen. Dabei soll aufgezeigt werden, aus welchen historischen Bedingungen heraus die Bewegung entstand, wie sich ausgewählte Beispielschulen entwickelt haben und welcher Stellenwert ihnen in der heutigen Zeit zukommt.
3.1 Pioniere der Reformpädagogik
Auseinandersetzungen mit Kritik sowie Veränderungsvorschläge und daraus resultierende reformpädagogische Bemühungen lassen sich, laut Benner, schon weit vor der Zeit, welche als eigentliche Epoche der Reformpädagogik bezeichnet wird, erkennen. Für ihn kann Reformpädagogik nicht auf eine bestimmte Zeitspanne reduziert werden. Oelkers Meinung nach lassen sich zahlreiche analoge Ideen und Ansätze, zu den zwischen 1890 und 1933 entstandenen reformpädagogischen Konzepten und Theorien, in früheren Zeiten finden und führen sogar bis in die Antike zurück. Die Rede ist von „Pionieren“ der Reformpädagogik.
Einer dieser „Pioniere“ der Reformpädagogik war zum Beispiel der griechische Philosoph Platon (427 v. Chr.-347 v. Chr.) aus der Zeit der Antike, in der das Lernen „… ein Prozess des Drillens und des Memorisierens…“ war. In der damaligen Schule herrschte eine harte Disziplin, welche durch körperliche Züchtigung durchgesetzt wurde. Pädagogen vertraten die Meinung, dass die Jungen nur mit Hilfe von Schlägen lernen konnten. „Die Ohren eines Jungen sind auf seinem Rücken, er hört, wenn er geschlagen wird…“, war der Standpunkt vieler Pädagogen in dieser Zeit.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Bildungsreformen angesichts aktueller gesellschaftlicher Wandlungsprozesse und PISA-Ergebnisse.
2 Reformpädagogik 1890-1933: Dieses Kapitel definiert den Begriff Reformpädagogik etymologisch und historisch und stellt die Phaseneinteilung nach Willy Potthoff vor.
3 Historische Einordnung: Hier werden die Pioniere der Bewegung von der Antike bis zur Nachkriegszeit sowie die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland historisch kontextualisiert.
4 Landerziehungsheimbewegung: Dieses Kapitel widmet sich der Landerziehungsheimbewegung, insbesondere der Schule Schloss Salem und der pädagogischen Philosophie von Bernhard Bueb.
5 Bielefelder Laborschule: Der Fokus liegt auf der Entstehung und Organisation der Laborschule Bielefeld unter Hartmut von Hentig sowie dem pädagogischen Konzept.
6 Pro und Kontra der Reformpädagogik: Eine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen Reformdebatte unter Einbeziehung prominenter Stimmen wie Bernhard Bueb, Hartmut von Hentig und Michael Winterhoff.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit reformpädagogischer Ansätze im Kontext moderner Bildungsanforderungen.
Reformpädagogik, Landerziehungsheime, Schule Schloss Salem, Laborschule Bielefeld, Kurt Hahn, Hartmut von Hentig, Bernhard Bueb, Erziehung, Bildung, Schulentwicklung, PISA-Studie, Disziplin, Kindgerechtheit, Persönlichkeitsbildung, Moderne.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Reformpädagogik, ihrer historischen Entwicklung und ihrer praktischen Umsetzung an zwei exemplarischen Schulen in Deutschland.
Zentrale Themen sind die Geschichte der Reformbewegung, die Landerziehungsheimbewegung, moderne Schulkonzepte der 68er-Bewegung sowie die kontroversen Debatten um Disziplin, Erziehung und Schulentwicklung.
Das Ziel ist es, die reformpädagogischen Konzepte der Schule Schloss Salem und der Laborschule Bielefeld zu untersuchen, um zu verstehen, wie diese Schulen auf gesellschaftliche Umbrüche reagieren und welche Rolle sie heute spielen.
Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literatur- und Textarbeit, der Auswertung statistischer Daten sowie der Untersuchung von Selbstdarstellungen und wissenschaftlichen Fachanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Reformpädagogik, eine detaillierte Analyse der Schule Schloss Salem und eine vertiefende Darstellung der Laborschule Bielefeld sowie eine Diskussion aktueller pädagogischer Positionen.
Schlüsselbegriffe sind Reformpädagogik, Schule Schloss Salem, Laborschule Bielefeld, Persönlichkeitsbildung, Schulentwicklung und Erziehung.
Bernhard Bueb leitete die Schule von 1974 bis 2005 und prägte durch sein umstrittenes, strenges Erziehungskonzept und seine Streitschrift "Lob der Disziplin" die Wahrnehmung der Salemer Pädagogik maßgeblich.
Der Psychiater kritisiert ein "partnerschaftliches Erziehungskonzept", das Kinder überfordere und zu Entwicklungsstörungen führe, da es an notwendigen Strukturen, klaren Anweisungen und Grenzsetzungen mangele.
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