Masterarbeit, 2019
107 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Was ist Star Trek?
2.1. Was ist Science-Fiction?
2.2. Gene Roddenberry, DESILU-Studios und NBC
2.3. Das Konzept der Serie
3. Pax Americana
3.1. Das Selbstbild der USA nach den Weltkriegen
3.2. „Ganz neue Dimensionen“
3.2.1. Zusammenfassung
3.2.2. Analyse
3.3. „Das Jahr des roten Vogels“
3.3.1. Zusammenfassung
3.3.2. Analyse
4. Der Schrecken des Atomkriegs
4.1. Die Sowjet-Union und die Volksrepublik China als Gegenspieler
4.2. „Spock unter Verdacht“
4.2.1. Zusammenfassung
4.2.2. Analyse
4.3. „Kampf um Organia“
4.3.1. Zusammenfassung
4.3.2. Analyse
5. Der Vietnamkrieg
5.1. Stellvertreterkriege und die Pazifismusbewegung
5.2. „Griff in die Geschichte“
5.2.1. Zusammenfassung
5.2.2. Analyse
5.3. „Der erste Krieg“
5.3.1. Zusammenfassung
5.3.2. Analyse
6. Die Chance zur friedlichen Koexistenz
6.1. Tauwetter
6.2. „Das Gleichgewicht der Kräfte“
6.2.1. Zusammenfassung
6.2.2. Analyse
6.3. „Star Trek VI: Das unentdeckte Land“
6.3.1. Zusammenfassung
6.3.2. Analyse
7. Roddenberry zwischen Anspruch und Wirklichkeit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, inwiefern die Science-Fiction-Serie "Raumschiff Enterprise" (TOS) als historische Quelle für die Weltsicht von Gene Roddenberry und dessen Auseinandersetzung mit der geopolitischen Realität des Kalten Krieges fungiert. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie die Darstellung weltpolitischer Konflikte in der Serie das humanistische Menschenbild des Autors und die Diskrepanz zur realen US-Außenpolitik widerspiegelt.
1. Einleitung
Eine Geschichte kann die Wahrheit sein, oder vollkommen erdacht oder alles dazwischen. Für eine Geschichte ist es nicht relevant, ob sie nun wahr ist oder nicht. Ihr Zweck ist nur die Übermittlung einer Botschaft. Und dennoch kann man mit Geschichten Geschichte schreiben. Denn Geschichten erzählen uns, was der Geschichtenerzähler für wichtig hielt. Und dies ist beeinflusst von seinem eigenen Leben und seinen eigenen Erfahrungen. Gerade eine Geschichte, die in einem Medium festgehalten wurde, also nicht mündlich weitergeben wurde, ist ein Fixpunkt. Sie ist fest in ihrer Zeit und den entsprechenden Wertvorstellungen, Sorgen und Entwicklungen verankert.
Dies bedeutet also, ein Roman oder ein Gedicht kann genauso historische Quelle sein wie es ein Brief oder ein amtliches Dokument ist. Wie stark die Umwelt der Autoren in ihren Werken widergespiegelt wird, hängt dabei nicht nur von den Präferenzen des kreativen Schöpfers ab, sondern kann auch vom Genre des Werkes beeinflusst werden. Gerade phantastische Geschichten, die scheinbar nichts mit der realen Welt, in der wir leben, gemein haben, sind oft die besten Reflektionsflächen für den Zeitgeist. Ob es nun die epischen Abenteuer des Odysseus sind, der Zyklopen blendet und Sirenen widersteht, oder die des Captain James T. Kirk, der Klingonen austrickst und Computer von der Selbstzerstörung überzeugt, sie alle bilden einen Abdruck der Welt, in der ihre Schöpfer lebten. Während also Homer die griechische Kolonisation des Mittelmeerraums miterlebte und dieser literarisch in der Odyssee ein Denkmal setzte, agierten Gene Roddenberry und seine zahlreichen Kollegen in einer Zeit, in der die Welt in Ost und West geteilt war.
1. Einleitung: Diese Einleitung erläutert die Relevanz von Science-Fiction als historische Quelle und definiert die Zielsetzung, Roddenberrys Sicht auf den Kalten Krieg durch die Analyse von Episoden zu untersuchen.
2. Was ist Star Trek?: Dieses Kapitel bietet eine Definition des Genres Science-Fiction, zeichnet Roddenberrys Werdegang und die Entstehungsgeschichte der Serie nach und stellt ihr Konzept vor.
3. Pax Americana: Hier wird das Selbstbild der USA nach dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet und an den Episoden "Ganz neue Dimensionen" und "Das Jahr des roten Vogels" analysiert.
4. Der Schrecken des Atomkriegs: Das Kapitel befasst sich mit der Rolle der Sowjetunion und Chinas und analysiert diese Themen anhand der Folgen "Spock unter Verdacht" und "Kampf um Organia".
5. Der Vietnamkrieg: Dieses Kapitel thematisiert die US-amerikanische Beteiligung am Vietnamkrieg und untersucht deren Verarbeitung in den Episoden "Griff in die Geschichte" und "Der erste Krieg".
6. Die Chance zur friedlichen Koexistenz: Hier wird die Hoffnung auf Entspannung anhand der Episoden "Das Gleichgewicht der Kräfte" und des Films "Star Trek VI: Das unentdeckte Land" diskutiert.
7. Roddenberry zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Das abschließende Kapitel synthetisiert die Ergebnisse und reflektiert die Widersprüche zwischen Roddenberrys humanistischem Anspruch und den realpolitischen Zwängen, die in der Serie sichtbar werden.
Star Trek, Gene Roddenberry, Kalter Krieg, Science-Fiction, Vietnamkrieg, Sowjetunion, USA, Pazifismus, Raumschiff Enterprise, Außenpolitik, Humanismus, Allegorie, Föderation, Weltpolitik, Fernsehgeschichte.
Die Arbeit untersucht, wie die Fernsehserie "Raumschiff Enterprise" (TOS) das weltpolitische Klima des Kalten Krieges reflektiert und wie Gene Roddenberrys Weltanschauung die Drehbücher prägte.
Zentrale Themen sind die Rolle der USA als globale Supermacht, der Einfluss des Vietnamkrieges auf die Autorenschaft, die Darstellung des ideologischen Gegners (UdSSR/China) sowie der Wunsch nach friedlicher Koexistenz.
Das Ziel ist es, Star Trek als historische Quelle zu nutzen, um die Sichtweise der Autoren auf den Kalten Krieg zu identifizieren und die Diskrepanz zwischen humanistischer Vision und politischer Realität darzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer historisch-analytischen Methode. Anhand von Transkripten der Episoden sowie Interviews und Leitfäden der Serie wird ein Vergleich zwischen fiktionaler Darstellung und historischem Sachstand gezogen.
Der Hauptteil gliedert sich in Themenblöcke wie "Pax Americana", "Der Schrecken des Atomkriegs" und den "Vietnamkrieg", die jeweils mit historischen Abrissen und anschließender Analyse spezifischer Star-Trek-Episoden verknüpft sind.
Die wichtigsten Begriffe sind Star Trek, Kalter Krieg, humanistische Utopie, Stellvertreterkriege, Vietnamkrieg und die Oberste Direktive als Gegenentwurf zum Imperialismus.
Der Film dient als Abschlussanalyse, da er nach dem Ende des Kalten Krieges entstand und zeigt, wie die Autoren – auch nach Roddenberrys Tod – rückblickend mit der Allegorie des Kalten Krieges in ihrem eigenen Universum umgingen.
Die Arbeit arbeitet einen Widerspruch heraus: Einerseits propagiert die Serie Frieden, andererseits wird Gewalt in den untersuchten Episoden häufig als notwendiges Übel oder Mittel zur Konfliktlösung innerhalb der Pax Americana dargestellt.
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