Examensarbeit, 2002
92 Seiten, Note: 2,0
EINLEITUNG
GENESIS 38 IN DER EINHEITSÜBERSETZUNG
HISTORISCH-KRITISCHE METHODE
- PRINZIPIEN
- BESCHREIBUNG
- BEWERTUNG
- ZIEL
TEXTKRITIK
- WAS BEDEUTET TEXTKRITIK
- GESCHICHTE DER TEXTKRITIK
- TEXTKRITIK IN GENESIS 38
LITERARKRITIK
- WAS BEDEUTET LITERARKRITIK
- PRAKTISCHES VORGEHEN BEI DER LITERARKRITIK
- LITERARKRITIK IN GENESIS 38
FORMKRITIK / FORMANALYSE
- WAS BEDEUTET FORMKRITIK
- PRAKTISCHES VORGEHEN BEI DER FORMKRITIK
- FORMKRITIK DER ERSTEN EINHEIT VON GENESIS 38
- FORMKRITIK DER ZWEITEN EINHEIT VON GENESIS 38
GATTUNGSKRITIK
- WAS BEDEUTET GATTUNGSKRITIK
- PRAKTISCHES VORGEHEN BEI DER GATTUNGSKRITIK
- GATTUNGSKRITIK IN GENESIS 38
TRADITIONSKRITIK
- WAS BEDEUTET TRADITIONSKRITIK
- PRAKTISCHES VORGEHEN BEI DER TRADITIONSKRITIK
- TRADITIONSKRITIK IN GENESIS 38
REDAKTIONSKRITIK / VERFASSERKRITIK
- WAS BEDEUTET REDAKTIONSKRITIK
- PRAKTISCHES VORGEHEN BEI DER REDAKTIONSKRITIK
- REDAKTIONSKRITIK IN GENESIS 38
RESÜMEE
FAZIT
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, eine umfassende historisch-kritische Exegese von Genesis 38 durchzuführen, um den Sinngehalt der Erzählung im Kontext der Josephsgeschichte zu erschließen und ihre Bedeutung für den heutigen Menschen zu beleuchten.
Literarkritik in Genesis 38:
Wenn man sich der Literarkritik in Genesis 38 widmen will, merkt man schnell, dass man auch hier keine allgemeingültige Lösung für die Literarkritik finden wird. Beim Lesen von Genesis fällt einem kritischen Leser schon auf, dass Genesis 38 nicht wirklich in den Gesamtzusammenhang der Josephsgeschichte hineinpasst. Erfuhr man doch in Genesis 37 noch wie Josef verkauft wurde, findet man sich auf einmal in Genesis 38 bei Juda und Tamar wieder. Dieser grobe Themenwechsel ist eigentlich schon Anhaltspunkt genug, um den Text nach vorn hin abzugrenzen, da hier ein Themenwechsel vorliegt und auch ein Subjektwechsel stattfindet. Weiterhin liegt hier auch noch ein Ortswechsel vor. Befand man sich am Ende Genesis 37 in Ägypten ist man in Genesis 38 schon in Addulam. Das führt zu einem erzählerischen Bruch. Ebenso besteht eine Spannung zwischen Genesis 38,30 und 39,1, da ab „Gen 39 die in Gen 37 begonnene Novelle über Josef fortgesetzt wird“. War man gerade noch bei Tamar und der Geburt der Zwillinge findet man sich in Genesis 39 auf einmal bei Josef wieder, der in Ägypten ist. Auch hier ist der grobe Themenwechsel, Ortswechsel und der vorliegende Subjektwechsel wieder Anhaltspunkt genug, um eine eindeutige Abgrenzung nach hinten vorzunehmen. Genesis 39 reiht sich also fast lückenlos an Genesis 37, wodurch Genesis 38 noch mehr als „episodisches Einschiebsel“ wirkt und somit einem Fremdkörper gleicht. Diese „gefühlsmäßige“ Abgrenzung kann man auch noch auf rein sprachlicher Ebene und am hebräischen Schriftbild beweisen.
EINLEITUNG: Das Ziel der Arbeit ist eine historisch-kritische Untersuchung von Genesis 38, um die diachrone Sinngebung zu erfassen.
GENESIS 38 IN DER EINHEITSÜBERSETZUNG: Wiedergabe des biblischen Textes der Einheitsübersetzung als Grundlage der Untersuchung.
HISTORISCH-KRITISCHE METHODE: Erläuterung der Prinzipien, Beschreibung und des Ziels der historisch-kritischen Exegese.
TEXTKRITIK: Untersuchung der ursprünglichen Textgestalt durch Abgleich mit Manuskripten und dem Masoretischen Text.
LITERARKRITIK: Analyse der Abgrenzung und Einheitlichkeit des Textes sowie seiner möglichen literarischen Herkunft.
FORMKRITIK / FORMANALYSE: Sprachliche Analyse der Textstruktur, Metrik und Satzebene zur Bestimmung der Formmerkmale.
GATTUNGSKRITIK: Bestimmung der literarischen Gattung und des soziokulturellen "Sitz im Leben" der Erzählung.
TRADITIONSKRITIK: Analyse der Traditionen und Vorstellungen, die in die Erzählung eingeflossen sind.
REDAKTIONSKRITIK / VERFASSERKRITIK: Untersuchung des Werdegangs des Textes und der beabsichtigten Aussageabsichten des Autors.
RESÜMEE: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfrage zur Emanzipation und theologischen Bedeutung von Genesis 38.
FAZIT: Abschließende Reflexion über das Erreichen des exegetischen Ziels.
Genesis 38, Juda, Tamar, Historisch-kritische Methode, Exegese, Literarkritik, Formkritik, Gattungskritik, Traditionskritik, Redaktionskritik, Altes Testament, Josephsgeschichte, Levirat, Heilsplan Gottes, Didaktik.
Die Arbeit befasst sich mit einer historisch-kritischen Untersuchung des alttestamentarischen Textes Genesis 38, um dessen Sinn und theologische Intention zu erschließen.
Die zentralen Themen sind die methodische Analyse der biblischen Textentstehung, die Rolle von Juda und Tamar sowie die Frage nach der Funktion der Erzählung innerhalb der Josephsgeschichte.
Das primäre Ziel ist es, durch Anwendung historisch-kritischer Methoden zu prüfen, ob in Genesis 38 lediglich die Emanzipation der Frau thematisiert wird oder ob der Autor ein anderes, tiefergehendes theologisches Ziel verfolgt.
Es wird die historisch-kritische Exegese angewandt, untergliedert in Textkritik, Literarkritik, Formkritik, Gattungskritik, Traditionskritik und Redaktionskritik.
Der Hauptteil gliedert sich in methodische Kapitel, die die einzelnen Schritte der historisch-kritischen Analyse erläutern und diese konsequent auf Genesis 38 anwenden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Genesis 38, Juda, Tamar, historisch-kritische Methode, Exegese und theologische didaktische Belehrung charakterisiert.
Weil Genesis 38 den Erzählfluss der Josephsgeschichte (Genesis 37 und 39) scheinbar unterbricht und einen deutlichen Themen-, Subjekt- und Ortswechsel darstellt.
Die Bestimmung des "Sitz im Leben" hilft zu verstehen, in welcher soziokulturellen Situation der Text entstand und welchen Zweck – etwa als Belehrung oder gesellschaftskritische Warnung – er verfolgte.
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