Examensarbeit, 2019
63 Seiten, Note: 2,0
Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
1. Einleitung
2. Das politische System der Vereinigten Staaten von Amerika
2.1 Historie
2.2 Gewaltenteilung in den USA
2.2.1 Legislative
2.2.2 Exekutive
2.2.3 Judikative
2.3 Kongresswahlen
2.4 Präsidentschaftswahlen
2.4.1 Das Nominierungsverfahren der Präsidentschaftskandidatenbewerber
2.4.2 National conventions
2.4.3 Bundesweite Wahl des US-Präsidenten
3. Das politische System der Bundesrepublik Deutschland
3.1 Historie
3.2 Gewaltenteilung in Deutschland
3.2.1 Übersicht über die Gewaltenteilung
3.2.2 Exekutive
3.2.3 Judikative
3.3 Die Bundestagswahl
3.3.1 Wahlvoraussetzungen
4. Der politische Online-Wahlkampf
4.1 Social Media – Nutzen, Bedeutung und Risiken für die Politik
4.1.1 Neue Optionen für Politiker
4.1.2 Veränderungen für den Bürger in der politischen Meinungsbildung
4.2 Geschichte des Online-Wahlkampfs
4.3 Die Veränderungen des Online-Wahlkampfes seit 2008
4.4 Voraussetzungen des Online-Wahlkampfs im Vergleich
4.4.1 Internetnutzung
4.4.2 Wahlsystem
4.4.3 Rolle der Medien
4.4.4 Finanzierung von politischem Wahlkampf
4.4.5 Zusammenfassung
4.5 Einflüsse amerikanischer Wahlkämpfe in Deutschland
5. Politischer Wahlkampf in sozialen Netzwerken an Beispielen
5.1 Definition von Social Media und sozialen Netzwerken
5.2 Nutzung sozialer Netzwerke durch Parteien und Politiker
5.3 Vergleich von aktiven Social-Media-Auftritten
5.3.1 Grundgedanken zum Vergleich
5.3.2 Auswahl der Politiker
5.3.3 Vergleichskriterien
5.3.4 Ergebnisse
5.3.5 Analyse der Ergebnisse
6. Online-Wahlkämpfe – Thema für den Politikunterricht?
7. Fazit
Diese Arbeit untersucht die unterschiedliche Nutzung sozialer Netzwerke in den Wahlkämpfen der USA und Deutschlands und evaluiert, inwiefern dieses Thema im Politikunterricht der Sekundarstufe I behandelt werden sollte.
1. Einleitung
Es ist Dezember 2007 in den USA. Im November des folgenden Jahres soll ein neuer Präsident für die Vereinigten Staaten von Amerika gewählt werden. Die zweite und damit letzte Amtszeit von George W. Bush Jr. geht auf das Ende zu. Derweil versuchen sich viele Politikerinnen und Politiker in Stellung zu bringen, um sein Nachfolger zu werden. Unter ihnen eine gewisse Frau namens Hillary Clinton, Ehefrau des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und Teil des „politischen Establishments“.
Sie gilt unter den Demokraten als große Favoritin im Vorwahlkampf – dem parteiinternen Wahlkampf, bei dem der Sieger für die jeweilige Partei ins finale Rennen um das höchste Amt der USA gehen darf. Clinton liegt in den bundesweiten Umfragen unangefochten vorne. Ihre Konkurrenten? John Edwards, Dennis Kucinic, Bill Richardson, Joe Biden, Chris Dodd, Mike Gravel und Barack Obama. Während die fünf zuerst genannten Kandidaten bereits im Januar aufgrund der aussichtslosen Lage ihre Kandidatur zurückziehen und Chris Dodd im März – wohl auch aufgrund seiner Chancenlosigkeit – zu den Liberalen wechselt, um dort sein Glück zu versuchen, so bleibt der am Anfang der Kampagne noch recht unbekannte Senator aus Illinois, Barack Obama, weiter im Rennen.
Mehr noch: er gewinnt zunächst recht überraschend die so wichtige erste Vorwahl der Demokraten in Iowa mit knapp 8 % Vorsprung vor seinen Parteirivalen. In den kommenden Monaten folgt ein spektakulärer Triumphzug des damals 46-Jährigen. Er setzt sich am Ende nicht nur gegen seine parteiinterne Konkurrentin Clinton – die ihre Kandidatur nach der letzten Vorwahl selbst zurückzog – sondern auch gegen den republikanischen Kontrahenten John McCain im Wahlkampf durch und wurde so der 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika.
Was man heute weiß: Barack Obama hatte als großen Vorteil gegenüber allen seinen Konkurrenten eine völlig neue Strategie. Er setzte besonders viel auf die Kommunikation durch die Internetmedien, gewann hierdurch an Bekanntheit und Popularität, konnte durch Mails und Aufrufen in sozialen Netzwerken Millionen von Menschen erreichen und sammelte so vor allem eines, was man im Wahlkampf der USA unbedingt braucht: sehr viel Geld.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Erfolg von Barack Obama im Jahr 2008 als Startpunkt für die Bedeutung des Internets in Wahlkämpfen und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Unterschiede zu deutschen Wahlkampagnen.
2. Das politische System der Vereinigten Staaten von Amerika: Das Kapitel erläutert die Gewaltenteilung, die Rollen von Kongress und Präsident sowie die spezifischen Abläufe der Kongress- und Präsidentschaftswahlen.
3. Das politische System der Bundesrepublik Deutschland: Hier wird der historische Kontext, die Gewaltenteilung sowie die Funktionsweise der Bundestagswahl und die Rolle der Parteien in Deutschland beschrieben.
4. Der politische Online-Wahlkampf: Dieses Kapitel analysiert Nutzen und Risiken von Social Media in der Politik, beleuchtet die Geschichte des Online-Wahlkampfs und vergleicht die Voraussetzungen in den USA und Deutschland.
5. Politischer Wahlkampf in sozialen Netzwerken an Beispielen: Anhand konkreter Profile prominenter Politiker aus beiden Ländern werden quantitative und qualitative Unterschiede in der Social-Media-Nutzung herausgearbeitet.
6. Online-Wahlkämpfe – Thema für den Politikunterricht?: Die Arbeit prüft, ob die Vermittlung dieser Themen den Anforderungen des Bildungsplans Baden-Württemberg für die Sekundarstufe I entspricht.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und bestätigt die Relevanz der Thematik für den schulischen Politikunterricht.
Online-Wahlkampf, Soziale Netzwerke, USA, Deutschland, Politisches System, Social Media, Bundestagswahl, Präsidentschaftswahl, Internet, Politische Bildung, Bildungsplan, Wahlkampfstrategie, Digitale Kommunikation, Politische Partizipation, Online-Fundraising
Die Arbeit untersucht, wie soziale Netzwerke in politischen Wahlkämpfen in den USA und Deutschland genutzt werden und welche Unterschiede dabei bestehen.
Die Schwerpunkte liegen auf den politischen Systemen beider Nationen, der historischen und praktischen Entwicklung des Online-Wahlkampfs sowie der didaktischen Einordnung dieses Themas in den Politikunterricht.
Das Ziel ist es, die Unterschiede der Online-Wahlkampf-Strategien aufzuzeigen und zu ergründen, warum sich deutsche Politiker bislang weniger starker Methoden bedienen als ihre US-amerikanischen Kollegen, sowie die Relevanz für den Schulunterricht zu bewerten.
Der Autor nutzt einen komparativen Ansatz, kombiniert mit einer Analyse von Sekundärliteratur zu den politischen Systemen und einer eigenen empirischen Recherche zur Social-Media-Nutzung ausgewählter Politiker im November 2019.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der politischen Institutionen, die Analyse der Online-Kommunikation von Politikern wie Donald Trump oder Angela Merkel und die vergleichende Untersuchung quantitativer sowie qualitativer Daten.
Die wichtigsten Begriffe sind Online-Wahlkampf, Soziale Netzwerke, Politische Systeme, digitale Kommunikation, Bildungsplan und politische Partizipation.
Während Trump intensiv eine Vielzahl an Netzwerken für wahlkampfbasierte und aggressive Kommunikation nutzt, zeichnet sich der Auftritt Merkels durch eine geringere Frequenz, eine Konzentration auf offizielle Regierungsarbeit und eher informative Inhalte aus.
Der Bildungsplan dient als Grundlage für die Argumentation, dass das Thema soziale Netzwerke und politischer Wahlkampf aufgrund festgelegter Kompetenzen ein notwendiger Bestandteil des Gemeinschaftskundeunterrichts in der Sekundarstufe I ist.
Sanders wird als prominentes Beispiel für einen US-Politiker mit hoher Reichweite und systematischer Online-Strategie herangezogen, um den deutlichen Kontrast zur Online-Präsenz deutscher Oppositionspolitiker wie Annalena Baerbock oder Christian Lindner zu verdeutlichen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

