Bachelorarbeit, 2020
70 Seiten, Note: 1,0
Einleitung
1 Psychische Störungen
1.1 Prävalenz
1.2 Auswirkungen
1.3 Störungsbild Schizophrenie
1.3.1 Epidemiologie
1.3.2 Ätiologie
1.3.3 Symptomatik
1.3.4 Verlauf
1.3.5 Behandlungsmöglichkeiten
2 Stigmatisierung
2.1 Prozess der Stigmatisierung
2.2 Ursachen und Funktionen
2.3 Formen
2.3.1 Grundlegende Komponenten von Stigmatisierung
2.3.2 Stigmatisierende Darstellungen in den Medien
2.4 Folgen
2.5 Strategien zur Entstigmatisierung
2.5.1 Protest
2.5.2 Aufklärung
2.5.3 Kontakt
2.5.4 Individuelle Stigmabewältigung durch Empowerment
3 Erwerbsarbeit und psychische Störungen
3.1 Die Bedeutung von Erwerbsarbeit
3.2 Arbeitsmarktsituation von Menschen mit psychischen Störungen
4 Fragestellung
5 Ausgewählte Programme zur Entstigmatisierung
5.1 Fighting the stigma because of Schizophrenia – Open the Doors
5.2 See Change
6 Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung
6.1 Identifizierung von Möglichkeiten
6.1.1 Allgemeine Möglichkeiten
6.1.2 Möglichkeiten am Beispiel eines Workshops
6.2 Identifizierung von Grenzen
7 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, wirksame Maßnahmen zur Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie im spezifischen Kontext der Erwerbsarbeit zu identifizieren und kritisch zu beleuchten. Dabei wird der Frage nachgegangen, welche Strategien – unter Berücksichtigung sowohl individueller als auch struktureller Barrieren – einen erfolgreichen Wiedereinstieg oder Verbleib im Erwerbsleben unterstützen können.
Komponente 1 – Differenzierung und Etikettierung von Unterschieden
Zu Beginn der Stigmatisierung steht die Wahrnehmung bestimmter vorhandener Merkmale einer Person. Die meisten davon werden gesellschaftlich ignoriert und stellen keine Relevanz dar (z. B. die Farbe des eigenen Autos). Ein Teil dieser Merkmale ist jedoch sozial relevant und führt zu einer Unterscheidung. Dabei handelt es sich um Merkmale, die eine Abweichung von der Allgemeinheit darstellen (Link & Phelan, 2001, 367). Diese Unterschiede bezeichnen Link und Phelan (2001) als Etikett. Andere Begriffe wie Attribut erachten sie als unpassend, da sich diese auf die Person selbst bzw. ihre innewohnenden Eigenschaften beziehen. Ein Etikett hingegen wird von außen befestigt und verdeutlicht so, dass die Identifizierung menschlicher Unterschiede ein Produkt gesellschaftlicher Prozesse ist (ebd., 368). Unterschiede können bspw. aufgrund von Symptomen einer psychischen Störung identifiziert werden. Es müssen aber nicht immer sichtbare Abweichungen sein. Auch das Wissen um eine Diagnose – unabhängig davon, ob sich Symptome beobachten lassen oder nicht – ist ausreichend, um eine Person mit einem Etikett zu versehen (Schulze, 2004, 850-851).
1 Psychische Störungen: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Epidemiologie, Auswirkungen und das spezifische Störungsbild der Schizophrenie unter Verwendung eines bio-psycho-sozialen Ansatzes.
2 Stigmatisierung: Hier werden der Prozess, die Ursachen, Funktionen und Formen von Stigmatisierung erläutert sowie Strategien wie Protest, Aufklärung, Kontakt und Empowerment vorgestellt.
3 Erwerbsarbeit und psychische Störungen: Das Kapitel beleuchtet die Bedeutung von Erwerbsarbeit als zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe sowie die besonderen Barrieren für Betroffene auf dem Arbeitsmarkt.
4 Fragestellung: In diesem Kapitel wird das Erkenntnisinteresse der Arbeit konkretisiert und die zentrale Forschungsfrage zur Identifizierung von Entstigmatisierungsmaßnahmen im Arbeitskontext hergeleitet.
5 Ausgewählte Programme zur Entstigmatisierung: Hier werden die internationalen Programme „Fighting the stigma because of Schizophrenia – Open the Doors“ und „See Change“ als Praxisbeispiele für Antistigma-Arbeit vorgestellt.
6 Möglichkeiten und Grenzen der Entstigmatisierung: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen mit den Praxisbeispielen, um Möglichkeiten zu identifizieren und die Grenzen der Wirksamkeit von Antistigma-Maßnahmen kritisch zu hinterfragen.
7 Schlussbetrachtung und Ausblick: Hier werden die wichtigsten Erkenntnisse zusammengeführt, die Forschungsfrage beantwortet und ein Fazit zur Bedeutung nachhaltiger, mehrebenenorientierter Antistigma-Strategien gezogen.
Schizophrenie, Stigmatisierung, Entstigmatisierung, Erwerbsarbeit, Berufliche Rehabilitation, Soziale Ausgrenzung, Empowerment, Antistigma-Programme, Diskriminierung, Psychische Gesundheit, Soziale Distanz, Arbeitsmarktintegration, Wissensvermittlung, Kontaktstrategie, Vorurteile.
Die Arbeit untersucht, wie Stigmatisierung gegenüber Menschen mit Schizophrenie den Zugang und den Verbleib in der Erwerbsarbeit erschwert und welche Maßnahmen zu einer effektiven Entstigmatisierung in diesem Bereich beitragen können.
Zu den Schwerpunkten gehören das Verständnis des Störungsbildes Schizophrenie, die Analyse von Stigmatisierungsprozessen, die Bedeutung von Arbeit für die Identität und Gesundheit sowie Strategien zur Überwindung von Diskriminierung.
Die Arbeit fragt: „Welche Möglichkeiten zur Entstigmatisierung von Menschen mit Schizophrenie lassen sich im Kontext von Erwerbsarbeit identifizieren?“
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse basiert, um aktuelle wissenschaftliche Konzepte und praktische Antistigma-Programme zu evaluieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu psychischen Störungen und Stigmatisierung, eine Analyse der Arbeitsmarktsituation für Betroffene sowie die Untersuchung konkreter Entstigmatisierungs-Programme und deren Möglichkeiten und Grenzen.
Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Schizophrenie, Entstigmatisierung, Erwerbsarbeit, Empowerment und Diskriminierung geprägt.
Da Menschen mit Schizophrenie zu den am stärksten stigmatisierten Gruppen gehören, dient dieses Krankheitsbild in der Arbeit als Fokus, um die Auswirkungen von Stigmatisierung exemplarisch zu verdeutlichen.
Der direkte Kontakt zwischen Betroffenen und anderen Personengruppen wird als eine der effektivsten Strategien bewertet, um Vorurteile abzubauen und soziale Distanz durch individuelle Begegnung zu verringern.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Antistigma-Maßnahmen am Arbeitsplatz aktuell noch zu wenig Aufmerksamkeit erhalten und dass nur durch eine langfristige, auf mehreren Ebenen ansetzende Strategie eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation der Betroffenen erreicht werden kann.
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