Masterarbeit, 2020
204 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Hintergrund
2.1. Chronische Erkrankungen
2.2. Patient*innenzentrierte Versorgung
2.2.1. Empowerment
2.2.2. Gesundheitskompetenz
2.2.2.1. Selbstwirksamkeit
2.2.2.2. Selbstmanagement
2.2.2.2.1. Förderung des Selbstmanagements
2.2.2.2.2. Patientenschulungen
2.2.2.2.3. Selbsthilfe
2.2.2.2.4. Selbstmanagementprogramme
2.2.3. Persönlichkeit und Selbstmanagement
3. Fragestellung
4. Methode
4.1. Studiendesign
4.1.1. Fragebogenelemente
4.2. Studienpopulation
4.3. Statistisches Vorgehen
5. Ergebnisse
5.1. Teilnehmende
5.2. Veränderung der Outcomevariablen (t0-t3)
5.3. Veränderung über den Zeitverlauf
5.4. Zusammenhänge
6. Diskussion
6.1. Limitationen
7. Fazit/Ausblick
8. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die langfristige Wirksamkeit (> 1 Jahr) von Selbstmanagement-Programmen, speziell der INSEA-Kurse "Gesund und aktiv leben", auf die Selbstwirksamkeit, Selbstmanagementfähigkeit, Lebensqualität und den Gesundheitszustand von Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dabei wird analysiert, inwieweit soziodemographische und persönlichkeitsbezogene Faktoren die Ergebnisse beeinflussen und ob diese Merkmale in Zusammenhang mit Veränderungen des Selbstmanagements stehen.
2.1. Chronische Erkrankungen
Es existiert keine einheitliche Definition chronischer Krankheiten. In der Gesundheitsberichterstattung des Bundes werden chronische Erkrankungen als „langandauernde Krankheiten“ definiert (Robert Koch-Institut, 2015, S. 464). Hierzu zählen kontinuierliche oder periodisch auftretende Krankheitssymptome, welche durch verschiedenste pathologische Prozesse verursacht sein können (Maaz, Winter, Kuhlmey, 2007, S. 7). Diese können nicht „[…] vollständig geheilt werden […]“ und sie ziehen „[…] eine andauernde oder wiederkehrend erhöhte Inanspruchnahme von Leistungen des Gesundheitssystems nach sich […]“ (Robert Koch-Insitut, 2014, S. 41). Tabelle 1 verdeutlicht die Unterschiede zwischen einer akuten und einer chronischen Erkrankung.
Mögliche Erkrankungen mit chronischem Verlauf sind kardiovaskuläre Erkrankungen, vor allem Herzerkrankungen und Schlaganfälle, Erkrankungen des Bewegungsapparats, Krebserkrankungen, chronische Atemwegserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes und psychische Störungen (ebd.; WHO, 2005, S. 35).
Aufgrund der uneindeutigen Einteilung und Abgrenzung chronischer Erkrankungen, ist eine Festlegung genauer Fallzahlen erschwert. Laut des Sachverständigenrates für die Konzertierte Aktion im Gesundheitswesen (2001, S.61) ist die Hälfte der ambulanten und stationären Behandlungen die von chronisch Kranken. Die Prävalenz liegt bei Frauen bei etwa 43 Prozent, bei Männern mit 38 Prozent deutlich darunter (Robert Koch-Institut, 2014, S.41).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen chronischer Erkrankungen für das Gesundheitssystem ein und erläutert die Bedeutung von Selbstmanagement und Patientenorientierung.
2. Hintergrund: Dieses Kapitel liefert einen theoretischen Rahmen zu chronischen Erkrankungen, patientenzentrierter Versorgung, Gesundheitskompetenz, Selbstwirksamkeit, verschiedenen Selbstmanagement-Settings sowie den Einflüssen der Persönlichkeit.
3. Fragestellung: Hier werden die Forschungsfragen zur Wirksamkeit der Kurse, den Subgruppen-Effekten und den Zusammenhängen mit persönlichen Merkmalen formuliert.
4. Methode: Dieses Kapitel beschreibt das Studiendesign (Eingruppen-Pretest-Posttest), die Instrumente zur Datenerhebung (z.B. HeiQ, Selbstwirksamkeitsskala) sowie die statistischen Auswertungsverfahren.
5. Ergebnisse: Hier werden die soziodemographischen Daten der Teilnehmenden, die Veränderungen der Outcomevariablen über verschiedene Zeitpunkte und die gefundenen Zusammenhänge präsentiert.
6. Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse im Kontext der internationalen Literatur, beleuchtet Limitationen der Studie und diskutiert organisatorische Aspekte.
7. Fazit/Ausblick: Zusammenfassend wird die positive Langzeitwirkung bestätigt, wobei Anpassungen der Kursinhalte für bestimmte Subgruppen sowie eine breitere Integration in die Regelversorgung empfohlen werden.
8. Literatur: Das Literaturverzeichnis listet die verwendeten Quellen auf.
Selbstmanagement, Gesundheitskompetenz, Selbstwirksamkeit, chronische Erkrankung, Patientenorientierung, INSEA, Lebensqualität, Krankheitsbewältigung, CDSMP, Gesundheitsförderung, Prävention, psychische Gesundheit, Evaluation, Patientenuniversität, Public Health
Die Arbeit untersucht die langfristige Wirksamkeit von Selbstmanagement-Programmen für Menschen mit chronischen Erkrankungen am Beispiel der INSEA-Kurse "Gesund und aktiv leben".
Die zentralen Themen sind Gesundheitskompetenz, Empowerment, Selbstwirksamkeit, chronische Krankheitslast, sowie die Rolle der Persönlichkeit bei der Bewältigung chronischer Erkrankungen.
Das Ziel ist zu prüfen, ob die Kurse eine langfristige Wirkung auf die Lebensqualität, den Gesundheitszustand, die Selbstwirksamkeit und die Selbstmanagementfähigkeit haben und ob unterschiedliche Subgruppen verschieden stark profitieren.
Die Evaluation erfolgte mittels eines Eingruppen-Pretest-Posttest-Designs an vier verschiedenen Testzeitpunkten (t0 bis t3) unter Anwendung standardisierter Fragebögen.
Im Hauptteil werden neben der theoretischen Einbettung der Konzepte die Methodik der Datenerhebung, die detaillierten Ergebnisse zu verschiedenen Dimensionen des Selbstmanagements und die Diskussion der Befunde sowie Limitationen behandelt.
Zu den zentralen Begriffen zählen Selbstmanagement, Selbstwirksamkeit, chronische Erkrankungen, INSEA, Lebensqualität und Gesundheitskompetenz.
Die Ergebnisse zeigen, dass eine erfolgreiche Teilnahme teilweise von soziodemographischen und Persönlichkeitsmerkmalen abhängt, was eine individuellere Anpassung der Kursinhalte sinnvoll erscheinen lässt.
Die Arbeit analysiert, wie Persönlichkeitsmerkmale (Big Five) mit dem Lernerfolg und der Verbesserung der Selbstmanagementkompetenzen korrelieren, wobei beispielsweise ein hoher Neurotizismus einen Einfluss auf den Erfolg zeigen kann.
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