Bachelorarbeit, 2017
71 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen des Liquiditäts- und Kreditrisikos
2.1 Liquiditätsrisiko
2.1.1 Begriff
2.1.2 Liquidity at Risk
2.2 Kreditrisiko
2.2.1 Begriff
2.2.2 Expected Loss
2.2.3 Unexpected Loss
2.2.4 Value at Risk
2.3 Bankwesen
2.3.1 Probability of Default
2.3.2 Bank Run
3 Modelltheoretische Basis einer Bank
3.1 Theorie der Finanzintermediation
3.2 Kredit- und Liquiditätsrisikozusammenhang
3.2.1 Weitere Modellannahmen
3.2.2 Modellerweiterung
3.2.3 Andere Modellerweiterungen
4 Empirische Untersuchungen
4.1 Spreads als Indikatoren
4.2 Bankenausfall als Erwartungswert
5 Zusammenfassung
Die Arbeit beleuchtet die komplexe Beziehung und mögliche Wechselwirkungen zwischen Liquiditäts- und Kreditrisiken in Kreditinstituten, wobei das Modell von Diamond und Dybvig als theoretische Grundlage dient und durch erweiterte Ansätze zur Realitätsnähe ergänzt wird.
3.2.1 Weitere Modellannahmen
Diamond und Dybvig merken in ihrer Zusammenfassung an, dass ein entscheidender Punkt in ihrem Modell nicht ausgeführt wurde und weiterer Untersuchung bedürfen wird. Es handelt sich um die Einführung von risikobehafteten Investitionen. Bisher wurden im Modell von Diamond und Dybvig lediglich zwei risikofreie Investitionen benutzt, zum einen die Einlagerung der Güter zur nächsten Periode, die zwar keine Kosten beinhaltet, aber auch keine Vermehrung dieser erbringt. Zum anderen die Investition in die Produktion, welche langfristig ist und im Zeitpunkt des Abschlusses einen Ertrag generiert und bei vorzeitigem Abbruch lediglich den Investitionsbetrag vollständig auszahlt. Es stellt sich zusehends die Frage, wie man eine risikobehaftete Investitionsmöglichkeit in das Modell implementieren kann. Bereits im Fazit von Diamond und Dybvig wird erwähnt, dass solch eine, Risiko beinhaltende, Investitionsmöglichkeit auch ein Portfolio aus Krediten darstellen kann.
Ein Portfolio aus Krediten stellt für den Kreditgeber eine Form der Investition dar, die mit Risiko verbunden ist, denn eine Gewissheit über die vollständige Tilgung und Bezahlung der Zinsen durch den Kreditnehmer ist nicht immer gewährleistet. Es kann also durchaus zu Ausfällen im Portfolio kommen und somit die Rendite des Portfolios beeinträchtigen. Im schlechtesten Fall können die Ausfälle in größeren Mengen die Stabilität der Bank beeinträchtigen.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Relevanz des Liquiditäts- und Kreditrisikos im Bankwesen, insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise von 2007.
2 Grundlagen des Liquiditäts- und Kreditrisikos: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begrifflichkeiten und quantitativen Methoden wie VaR und Liquidity at Risk, um das Verständnis für Risikoarten in Banken zu schaffen.
3 Modelltheoretische Basis einer Bank: Es erfolgt eine theoretische Fundierung durch das Modell von Diamond und Dybvig sowie eine Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Kredit- und Liquiditätsrisiken anhand von Modellerweiterungen.
4 Empirische Untersuchungen: Das Kapitel widmet sich empirischen Analysen, die Zusammenhänge zwischen Marktindikatoren wie Spreads und der Ausfallwahrscheinlichkeit von Banken prüfen.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die zentralen Erkenntnisse und weist auf den Bedarf an weiterer Forschung hinsichtlich der Korrelation von Liquiditäts- und Kreditrisiken hin.
Bankwesen, Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Finanzintermediation, Diamond-Dybvig Modell, Bank Run, Expected Loss, Unexpected Loss, Value at Risk, Finanzkrise, Interbankenhandel, Korrelation, Risikoquantifizierung, Basel III, Einlagensicherung
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem Liquiditäts- und dem Kreditrisiko bei Banken und analysiert, wie diese das Ausfallrisiko beeinflussen.
Die zentralen Themen umfassen die theoretische Bankenmodellierung (insbesondere Diamond-Dybvig), die Definition und Quantifizierung von Risikoarten sowie empirische Studien zu Bankenausfällen.
Das Ziel ist es, eine Brücke zwischen der theoretischen Fundierung durch Finanzmodelle und der empirisch beobachtbaren Realität hinsichtlich der Beziehung von Kredit- und Liquiditätsrisiken zu schlagen.
Die Arbeit kombiniert eine modelltheoretische Herleitung (Lagrange-Optimierung) mit einer Literaturanalyse bestehender empirischer Studien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die modelltheoretische Basis durch das Modell von Diamond und Dybvig samt Erweiterungen sowie empirische Untersuchungen zu Spreads und Bankenausfallgründen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Bank Run, Modelltheorie, Diamond-Dybvig und empirische Korrelationsanalyse.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass zwischen beiden Risikoarten eine positive Korrelation besteht; eine Zunahme des Liquiditätsrisikos geht oft mit einer Erhöhung des Kreditrisikos einher.
Es bildet die theoretische Basis, um die Existenzbegründung von Banken und die Entstehung von Bank Runs sowie die vorteilhafte Risikoverteilung durch Sichteinlagen zu erklären.
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