Masterarbeit, 2016
122 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Relevanz für die Praxis
1.4 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 AIFM-Richtlinie
2.2 Materieller Fondsbegriff
2.3 Investmentvermögen
2.3.1 Publikumsinvestmentvermögen
2.3.2 Spezial-AIFs
2.4 Investmentfondsmarkt
3 Offene Immobilienfonds
3.1 Wesen
3.2 Bewertung des Immobiliensondervermögens
3.3 Rücknahmeregelungen
3.4 Designated Sponsoring im Börsenhandel
3.5 Immobilienfondsmarkt
4 Empirische Untersuchung
4.1 Stand der bisherigen empirischen Forschung
4.2 Aufbau der Untersuchung
4.2.1 Design der Studie
4.2.2 Modellvariablen
4.2.3 Hypothesenbildung
4.2.4 Modellformulierung
4.3 Empirische Ergebnisse
4.3.1 Deka-Immobilien Europa
4.3.2 Deka-Immobilien Global
4.3.3 Grundbesitz Europa
4.3.4 Hausinvest
4.3.5 UniImmo: Deutschland
4.3.6 UniImmo: Europa
4.3.7 WestInvest Interselect
5 Fazit und Gesamtausblick
Die Master-Thesis analysiert die Auswirkungen der regulatorischen Änderungen durch das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) und das Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) auf den Börsenhandel offener Immobilienfonds, um ein wissenschaftliches Verständnis für die Preisunterschiede zwischen NAV-Kurs und Börsenkurs zu entwickeln.
1.1 Problemstellung
Viele Offene Immobilienfonds gerieten durch die Folgen der Finanzkrise 2008 in Schieflage. Institutionelle Investoren nutzten offene Immobilienfonds vor der Finanzkrise meist als verzinstes Konto und zogen während der Finanzkrise in kurzer Zeit große Summen ab. Dies brachte insbesondere Immobilienfonds in Liquiditätsnöte, die in größerem Umfang institutionelle Gelder eingeworben hatten und deren Abzug nicht kompensiert werden konnte. Die Fonds konnten keine Fondsanteilsscheine mehr zurücknehmen und mussten vorübergehend schließen. Weil es ihnen auch in den folgenden zwei Jahren nicht gelang genügend Gebäude zu verkaufen, waren sie gezwungen zu schließen. Insbesondere größere Gewerbeimmobilien lassen sich nicht innerhalb kurzer Zeit zu fairen Preisen verkaufen, insbesondere wenn potentielle Käufer von diesem Notstand wissen. Ausgelöst durch die Finanzkrise hat sich die Europäische Union erneut mit dem Anlegerschutz auseinandergesetzt und verschiedene Richtlinien zur Transparenzsteigerung auf den Weg gebracht.
Mit der AIFM-Richtlinie wurde das Ziel ausgegeben, gemeinsame Anforderungen an Managern alternativer Investmentfonds festzulegen. Mit der Transformation dieser Richtlinien durch das Kapitalanlagegesetzbuch wurden die Rahmenbedingungen der indirekten Immobilienanlage in Deutschland neu geregelt. Das Kapitalanlagegesetzbuch bildet in Deutschland den neuen rechtlichen Rahmen für verschiedene Anlageprodukte aus dem Segment der Alternative Investments, zu denen auch die offenen Immobilienfonds gehören. Mit den neuen Regeln des Kapitalanlagegesetzbuchs versucht der Gesetzgeber u.a. den Widerspruch zwischen täglich verfügbaren Fondsanteilsscheinen und nur unflexibel liquidierbaren Immobilien aufzubrechen, indem er die tägliche Verfügbarkeit deutlich beschränkt. Seit Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs gilt für die Fondsanteilsscheinrückgabe an die Kapitalverwaltungsgesellschaft eine Mindesthalte- und Kündigungsfristen. Durch die Kündigungsfrist sollen die Fonds besser in der Lage sein, alle Rückgabewünsche der Investoren durch frühzeitige Ankündigungen zu erfüllen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Liquiditätsprobleme offener Immobilienfonds während der Finanzkrise und stellt die neue regulatorische Ausgangslage durch das Kapitalanlagegesetzbuch dar.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die AIFM-Richtlinie, den materiellen Fondsbegriff sowie die Klassifizierung von Investmentvermögen und den deutschen Investmentfondsmarkt.
3 Offene Immobilienfonds: Hier werden das Wesen, die Bewertungsmethodik, Rücknahmeregelungen und die Spezifika des Börsenhandels bei Immobilienfonds detailliert analysiert.
4 Empirische Untersuchung: Das Hauptkapitel präsentiert den Forschungsstand, das Studiendesign, die Hypothesen und die statistischen Ergebnisse der Analyse für sieben ausgewählte Immobilienfonds.
5 Fazit und Gesamtausblick: Das Fazit fasst die Auswirkungen der neuen Fristenregelungen zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen für das Asset Management.
Kapitalanlagegesetzbuch, KAGB, Offene Immobilienfonds, Börsenhandel, NAV-Spread, Anlegerschutz, Liquidität, Mindesthaltedauer, Kündigungsfrist, Regressionsanalyse, Immobilienmarkt, Portfoliomanagement, Investmentvermögen, AIFM-Richtlinie, Risikomanagement
Die Arbeit untersucht, wie sich die Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) und des Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetzes (AnsFuG) auf den Börsenhandel und die Preisbildung (Spreads) von offenen Immobilienfonds ausgewirkt hat.
Zentral sind die regulatorischen Rahmenbedingungen für alternative Investments, die Bewertung von Immobilienvermögen, die Analyse von Börsenkurs-Abweichungen und die empirische Untersuchung von Markteinflussfaktoren.
Ziel ist es, einen wissenschaftlichen Beitrag zur Erklärung der Preisunterschiede zwischen dem offiziellen Net Asset Value (NAV) und den an der Börse festgestellten Kursen von Immobilienfonds zu leisten.
Es wird eine empirische Zeitreihenanalyse mittels statistischer Verfahren durchgeführt, einschließlich Kointegrationsprüfungen und multipler linearer Regressionsanalysen, um exogene Einflussfaktoren auf den Spread zu identifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erläuterung der Fondsgrundlagen und Regularien sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem für sieben große offene Immobilienfonds die Daten ausgewertet werden.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Kapitalanlagegesetzbuch, Offene Immobilienfonds, NAV-Spread, Anlegerschutz, Liquidität und Regressionsanalyse charakterisieren.
Die Untersuchung zeigt, dass das Handelsvolumen bei vielen Fonds einen signifikanten Erklärungsbeitrag für die Spread-Entwicklung leistet, wobei die Ergebnisse jedoch je nach betrachtetem Zeitraum variieren.
Durch die Einführung von Mindesthaltedauern und Kündigungsfristen wurde der Börsenhandel als liquide Alternative zur direkten Anteilrückgabe bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft für Investoren noch relevanter.
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