Masterarbeit, 2017
155 Seiten, Note: 1
Einleitung
1 Definition der Begriffe Gesundheit und Krankheit
2 Bildung
2.1 Armut und Bildung
2.2 Gesundheit und Bildung
2.3 Armut und Gesundheit
3 Gesundheitsdeterminanten im Setting Schule
4 Gesundheitsförderung im Bereich Schule
4.1 Gesundheitsvorsorge / Prävention
4.2 Gesundheitserziehung, Gesundheitsbildung und Gesundheitsberatung
4.3 Gesundheitliche Aufklärung
5 Das Salutogenese Modell nach Antonovsky
6 Ottawa Charta
7 Public Health
8 Schulgesundheitspflege
8.1 Begriffsbezeichnungen von School nurses
8.2 Tätigkeitsprofil, Kompetenzen und Einsatzgebiete von School nurses
8.3 Erfahrungen mit School nurses aus internationaler und europäischer Sicht
8.4. Qualifizierung einer School nurse im internationalen und europäischen Raum
9 Best Practice Beispiel Brandenburg und Hessen
10 Entwicklung des Curriculums für Schulgesundheitspflege in Brandenburg und Hessen
11 Das Primarschulsystem in Österreich
11.1 Ganztagsschulen in Österreich
11.2 Kinder mit besonderen Bedürfnissen in Österreichs Schulsystem
11.3 Präventionsmaßnahmen und Gesundheitsförderung im Schulsystem
12 Die gesetzliche Ausgangslage in Österreichs Schulsystem
12.1 Novelle des Gesundheits‐ und Krankenpflegegesetzes
12.2 Aufgabenbereiche und Kompetenzen von Gesundheits‐ und KrankenpflegerInnen
12.3 Paragraph 66 des Schulunterrichtsgesetzes in Österreich
13 Empirischer Teil
13.1 Hypothese, Forschungsfragen und Forschungsziele
13.2 Planung und methodisches Design
13.3 Das qualitative und leitfadengestützte ExpertInneninterview
13.4 Die Kontaktaufnahme mit den InterviewpartnerInnen
13.5 Darstellung des Auswertungsverfahrens
13.6 Gütekriterien
14 Darstellung der Ergebnisse
14.1 Ergebnisinterpretation
14.2 Kritische Diskussion
14.3 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Bedeutung von Gesundheitsförderung und Prävention im frühen Kindesalter zu beleuchten und das Potenzial einer Integration des Berufsbildes "School nurse" in das österreichische Primarschulsystem zu evaluieren, um eine bessere Versorgung chronisch kranker Kinder zu gewährleisten und andere Berufsgruppen zu entlasten.
1 Definition der Begriffe Gesundheit und Krankheit
In diesem Kapitel werden die beiden Begriffe Gesundheit und Krankheit definiert und ein möglicher Zusammenhang erläutert.
In der Verfassung der Weltgesundheitsorganisation (folgend als WHO) (2014) wurde im Jahr 1946 bereits festgehalten, dass der Begriff Gesundheit einen „[…] Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen” beschreibt (WHO 2014: 1). Nach Vorgabe der WHO ist der Besitz eines bestmöglichen Gesundheitszustandes ein menschliches Grundrecht ohne Unterscheidung in Bezug auf Rasse, Religion, politischer Gesinnung und wirtschaftlicher oder sozialer Position (ebd: 1).
Gesundheit und Krankheit sind eng miteinander verbunden und daher ist es schwierig, den Gesundheitsbegriff separat zu beschreiben. Gesundheit sagt aus, dass ein Wohlbefinden und die Abwesenheit von Beschwerden vorliegen. Hurrelmann (2000b) definiert den Begriff Gesundheit wie folgt:
„Gesundheit bezeichnet den Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung in Einklang mit den Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet. Gesundheit ist beeinträchtigt, wenn sich in einem oder mehreren dieser Bereiche Anforderungen ergeben, die von der Person in der jeweiligen Phase im Lebenslauf nicht erfüllt und bewältigt werden können. Die Beeinträchtigung kann sich, muss sich aber nicht, in Symptomen der sozialen, psychischen und physisch-physiologischen Auffälligkeit manifestieren.” (Hurrelmann 2000b: 8)
Einleitung: Es wird das Interesse am Thema Gesundheitsförderung begründet, das aus beruflichen Kontakten mit kranken Patienten resultiert, sowie die Relevanz der Primarstufe als präventiver Ansatz betont.
1 Definition der Begriffe Gesundheit und Krankheit: Die grundlegenden Begriffe werden anhand der WHO-Definition sowie wissenschaftlicher Perspektiven wie der von Hurrelmann theoretisch fundiert.
2 Bildung: Der Zusammenhang zwischen Armut, Bildung und Gesundheit wird analysiert, wobei betont wird, dass Bildung die stärkste Kraft gegen eine Vererbung von Armut darstellt.
3 Gesundheitsdeterminanten im Setting Schule: Das Modell von Dahlgren und Whitehead wird angewendet, um Einflussfaktoren auf die Gesundheit im schulischen Bereich zu identifizieren.
4 Gesundheitsförderung im Bereich Schule: Es erfolgt eine inhaltliche Differenzierung zwischen Prävention, Gesundheitserziehung, -bildung, -aufklärung und -beratung.
5 Das Salutogenese Modell nach Antonovsky: Das Modell wird als ressourcenorientierter Ansatz zur Gesundheitsentstehung vorgestellt.
6 Ottawa Charta: Die Prinzipien der Konferenz von 1986 werden als Basis für moderne öffentliche Gesundheitsarbeit erläutert.
7 Public Health: Der Begriff wird als interdisziplinäre Wissenschaft für öffentliche Gesundheit definiert und seine Bedeutung für Pflegeberufe hervorgehoben.
8 Schulgesundheitspflege: Das internationale Berufsbild der "School nurse" wird detailliert mit seinen Aufgabenfeldern beschrieben.
9 Best Practice Beispiel Brandenburg und Hessen: Das Pilotprojekt wird als konkretes Umsetzungsmodell und potenzielle Orientierung für Österreich analysiert.
10 Entwicklung des Curriculums für Schulgesundheitspflege in Brandenburg und Hessen: Es wird dargelegt, wie die Ausbildung für Schulpflegekräfte strukturiert ist.
11 Das Primarschulsystem in Österreich: Der Status Quo, der Trend zur Ganztagsschule und die Herausforderungen durch chronisch kranke Kinder werden diskutiert.
12 Die gesetzliche Ausgangslage in Österreichs Schulsystem: Die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Novelle des GuKG 2016 bezüglich der Pflegekompetenzen werden erläutert.
13 Empirischer Teil: Die qualitative Forschungsmethode, das Design und die Datenerhebung der Masterthesis werden transparent dargelegt.
14 Darstellung der Ergebnisse: Die Befunde der Experteninterviews werden kategorial ausgewertet und kritisch diskutiert, um den Bedarf an School nurses zu belegen.
Gesundheitsförderung, School nurse, Vulnerabilität, Schulsystem, Diplomierte/r Gesundheits- und KrankenpflegerIn, Prävention, Kindergesundheit, Inklusion, Chronische Krankheiten, Public Health, Ganztagsschule, Kärnten, GuKG, Bildungsarmut, Gesundheitskompetenz.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung des Berufsbildes "School nurse" in das österreichische Primarschulsystem zur Stärkung der Gesundheitsförderung und Prävention.
Die Schwerpunkte liegen auf der Verknüpfung von Bildung und Gesundheit, der gesetzlichen Ausgangslage in Österreich, internationalen Erfahrungen mit Schulpflegekräften und der empirischen Bedarfsermittlung in Kärnten.
Das Ziel ist die Beschreibung des Kompetenzbereichs einer School nurse und die Beantwortung der Frage, welche Bedeutung deren Integration für das Kärntner Volksschulsystem hat.
Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, das auf leitfadengestützten ExpertInneninterviews mit LehrerInnen, DirektorInnen und Fachleuten aus dem Gesundheitswesen basiert.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen (Salutogenese, Ottawa Charta, Public Health), analysiert internationale Best-Practice-Beispiele und untersucht die aktuelle Situation im österreichischen Schulsystem.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Gesundheitsförderung, School nurse, Inklusion und chronische Erkrankungen im Schulalltag charakterisiert.
Alle befragten Gruppen befürworten die Integration als Bereicherung, weisen jedoch auf die Herausforderungen bezüglich Finanzierung und gesetzlicher Rahmenbedingungen hin.
Obwohl die finanzielle Situation in Kärnten derzeit eng ist, betont die Autorin, dass Investitionen in Gesundheitsförderung bereits im Kindesalter langfristig Kosten im Sozial- und Gesundheitssystem reduzieren können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

