Examensarbeit, 2000
114 Seiten, Note: 1,7
Vorbemerkung
1. Einleitung
2. Die veränderte Lebenswirklichkeit des Kindes
2.1 Kindheit im Wandel
2.2 Individualisierung, Pluralisierung, Werteverlust - Kennzeichen heutiger Lebenswelten
2.3 Veränderte Familienstrukturen
2.3.1 Neue Familientypen
2.3.1.1 Scheidungsfamilien
2.3.1.2 Ein – Kind Familien
2.3.1.3 Ein – Eltern-Familien
2.3.1.4 Ausländer – und Aussiedlerfamilien
2.3.2 Zusammenfassung
2.3.3 Veränderte Erziehungsstile
2.4 Veränderte Zeitstrukturen
2.5 Veränderte Raumerfahrungen der kindlichen Erfahrungswelt
2.6 Kindheit als Medienkindheit
2.7 Fazit
3. Aufgaben und Ziele der Grundschule
3.1 Die Grundschule in ihrer historischen Entwicklung
3.2 Aufgaben und Ziele des heutigen Unterrichtes in der Grundschule
3.2.1 Der Erziehungsauftrag in den Richtlinien der Grundschule
3.2.2 Schulleben
3.2.3 Lernen und Leisten in den Richtlinien
3.3 Neue Aufgaben für die Grundschule angesichts veränderter Lebensbedingungen
3.3.1 Die neue Rolle des Lehrers
3.4 Schule und Medien
3.4.1 Medienerziehung
4. Möglichkeiten für die Organisation von Unterricht
4.1 Handlungssituationen
4.2 Handlungsmuster
4.3 Unterrichtsschritte
4.4 Sozialformen des Unterrichtes
4.4.1 Funktionen des Frontalunterrichtes
4.4.2 Funktionen des Gruppenunterrichtes
4.4.3 Lernen in offenen Unterrichtssituationen
4.4.3.1 Freiarbeit
4.4.3.2 Wochenplanarbeit
4.4.3.3 Projektunterricht
4.5 Fazit-Möglichkeiten für eine bessere Organisation von Grundschule
5. Lerntheoretische Grundlagen – das bahavioristische Lern-verständnis versus dem konstruktivistischen Lernverständnis
5.1 Behaviorismus
5.1.1 Kritik an behavioristischen Lernparadigmen
5.2 Theorie des Konstruktivismus
5.2.1 Konstruktion
5.2.2 Rekonstruktion
5.2.3 Dekonstruktion
5.2.4 Grundannahmen der modernen Wissenspsychologie
5.3 Anforderung an eine konstruktivistisch orientierte Lernumgebung
5.4 Die Rolle des Lehrers in einem konstruktivistisch orientierten Lernkontext
5.5 Fazit
6. Computereinsatz in der Grundschule? – zum gegenwärtigen Stand der Diskussion
6.1 Positionen der Bund – Länder – Kommission zum Einsatz des Computers in der Grundschule
6.2 Position der Bildungskommission NRW
6.3 Positionen zum Einsatz neuer Medien in den Richtlinien
6.4 Situation im Ausland
6.5 Allgemeine Positionen zum Computereinsatz in der Grundschule
6.5.1 Argumente gegen den Einsatz des Computers in der Grundschule
6.5.2 Argumente für einen pädagogisch legitimierten Computereinsatz
7. Pädagogische Ziele des Computereinsatzes in der Grundschule
7.1 Einführung des Computers im Primarbereich
7.2 Lernsoftware
7.2.1 Übungsprogramme
7.2.1.1 Alfons Lernsoftware
7.2.2 Tutorielle Systeme
7.2.3 Simulation
7.2.3.1 Sim Town
7.2.4 Mikrowelten
7.2.4.1 Die Programmiersprache Logo
7.2.5 Anwenderprogramme
7.2.5.1 Der Computer als Schreibwerkzeug in der Grundschule
7.2.6 Hypermedia Arbeitsumgebungen
7.2.7 Autorensysteme
7.3 Beurteilungskriterien für Lernsoftware
7.3.1 Die Münsteraner Bewertungsmaske
7.3.2 Die SODIS Datenbank
7.3.3 Fazit – Nutzung der Bewertungskriterien für die Auswahl von Lernsoftware
7.4 Möglichkeiten des Interneteinsatzes in der Grundschule
7.5 Unterricht der Zukunft- ABC Schützen am PC- das erste interaktive Klassenzimmer
8. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, den Computer sinnvoll in die Lernorganisation der Grundschule zu integrieren, um die Qualität des Lernens durch konstruktivistische Lernumgebungen zu verbessern. Dabei wird insbesondere beleuchtet, wie die veränderte Lebenswirklichkeit der heutigen Kinder und neue Anforderungen an den Erziehungsauftrag der Schule einen Wandel der Unterrichtskultur notwendig machen.
Die neue Rolle des Lehrers
Bestand die zentrale Aufgabe des Lehrers früher in der bloßen Vermittlung wissenschaftsorientierter Inhalte, wird eine Abkehr vom lehrerzentrierten Unterricht in immer stärkerem Maße gefordert. Lernmethoden, die die Eigenständigkeit und Selbständigkeit des Schülers fördern, erhalten eine immer größere Bedeutung. Von Lehrern fordern solche Unterrichtsformen die Fähigkeit zur Zurücknahme der Person. Der heutige Lehrer nimmt immer häufiger die Position des Beraters ein und gibt seine frühere Rolle als alleiniger Koordinator und Wissensvermittler vermehrt an den Schüler ab, der in Freiarbeitsphasen seinen Lernprozess eigenverantwortlich gestalten kann.
Die Richtlinien verlangen ebendies vom Lehrer; nämlich „Lernsituationen so zu gestalten, dass die Kinder zunehmend in die Lage versetzt werden, mitzudenken, mitzuplanen und mitzugestalten“ (Richtlinien, 12) So wird die Selbständigkeit gefördert und bloße Wissensvermittlung von Seiten des Lehrers vermieden. Der Lehrer kann seine Aufmerksamkeit auf die Organisation der Lernprozesse jedes einzelnen richten, jeden individuell beraten, und die Lernumgebung für jeden Schüler entsprechend gestalten. Er kann individuelle Hilfen und Material anbieten. Der Lehrer übernimmt diesbezüglich auch eine Art Vermittlerfunktion, wenn er den Schülern das ihnen dienlichste Lernarrangement anbietet.
1. Einleitung: Stellt das Forschungsanliegen dar, den Computereinsatz im Kontext einer gewandelten kindlichen Lebenswelt und neuer Lerntheorien zu untersuchen.
2. Die veränderte Lebenswirklichkeit des Kindes: Beschreibt den Wandel der Kindheit durch Individualisierung, neue Familienstrukturen, Medienkonsum sowie veränderte Zeit- und Raumerfahrungen.
3. Aufgaben und Ziele der Grundschule: Beleuchtet den historischen Auftrag der Grundschule und die Notwendigkeit, Schule heute als Lebens- und Lernort zu gestalten, wobei die Rolle des Lehrers neu definiert wird.
4. Möglichkeiten für die Organisation von Unterricht: Analysiert verschiedene Sozialformen und methodische Großformen, um das Lernen individuell zu fördern und offene Unterrichtssituationen zu schaffen.
5. Lerntheoretische Grundlagen – das bahavioristische Lern-verständnis versus dem konstruktivistischen Lernverständnis: Grenzt traditionelle behavioristische Lernauffassungen von modernen, aktivierenden konstruktivistischen Ansätzen ab.
6. Computereinsatz in der Grundschule? – zum gegenwärtigen Stand der Diskussion: Diskutiert kontroverse Positionen zum Medieneinsatz und bewertet Chancen sowie Risiken der Computernutzung im Primarbereich.
7. Pädagogische Ziele des Computereinsatzes in der Grundschule: Konkretisiert Einsatzmöglichkeiten wie Lernsoftware, Simulationen, Mikrowelten und das Internet anhand didaktischer Bewertungskriterien.
8. Resümee: Fasst zusammen, dass der Computer bei kritischer Auswahl und Einbettung in ein pädagogisches Konzept die Lernqualität im Sinne des konstruktivistischen Lernens sinnvoll unterstützen kann.
Grundschule, Computer, Medienkompetenz, Konstruktivismus, Lernsoftware, Unterrichtsorganisation, Neue Medien, Individualisierung, Pädagogik, offener Unterricht, Schulentwicklung, Medienerziehung, Lehren und Lernen, Internet, Simulationen.
Die Arbeit untersucht, ob und wie der Computer sinnvoll als Werkzeug in die Lernorganisation der Grundschule integriert werden kann, um Lernprozesse zu bereichern.
Zu den Schwerpunkten gehören die veränderte Lebenswirklichkeit von Kindern, die Aufgaben der modernen Grundschule, Lerntheorien sowie konkrete Medienformen wie Lernsoftware und das Internet.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob der Computer die Qualität des Lernens verbessern kann, insbesondere unter Berücksichtigung konstruktivistischer Lernumgebungen.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse, der Reflexion offizieller Richtlinien sowie der Auswertung von Modellprojekten basiert.
Der Hauptteil behandelt den theoretischen Rahmen (Behaviorismus vs. Konstruktivismus), die aktuelle Diskussion über Medien an Schulen sowie die didaktische Evaluation und Auswahl von Computerprogrammen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Grundschule, Medienkompetenz, konstruktivistisches Lernen und Lernorganisation charakterisiert.
Sie dient als exemplarisches Instrument, um Computer-Lernsoftware systematisch auf ihre technische und didaktische Qualität hin zu überprüfen und zu bewerten.
Die Autorin ist skeptisch und sieht den Einsatz von Programmiersprachen in der Grundschule als zu zeitaufwendig und für den Aufbau von Anwendungskompetenz nicht zwingend erforderlich an.
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