Bachelorarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Einordnung
2.2 Grundidee
2.3 Ausgestaltungsmerkmale
2.3.1 Umfang und Verbindlichkeit
2.3.2 Obergrenze
2.3.3 Anfängliche Zuteilung und Gültigkeit der Zertifikate
2.3.4 Handelssystem
2.3.5 Aufsicht und Strafen
3 Modellbasierte Darstellung
3.1 Optimales Verschmutzungsniveau einer Ökonomie
3.2 Lizenzlösung
3.2.1 Grundlagen und Darstellung
3.2.2 Bewertung
3.2.2.1 Ökonomische Effizienz
3.2.2.2 Ökologische Effizienz
3.3 Steuerlösung als Alternative
3.4 Vergleich Lizenz- und Steuerlösung
4 Umsetzung am Beispiel des EU ETS
4.1 Ausgestaltung und Funktionsweise
4.2 Entwicklung
4.2.1 Erste und zweite Handelsperiode (2005-2012)
4.2.2 Dritte Handelsperiode (2013-2020)
4.2.3 Preisentwicklung
4.3 Beurteilung
4.4 Geplante Reformen in Phase IV
5 Fazit
Diese Arbeit untersucht den Emissionszertifikathandel als umweltpolitisches Instrument, um seine theoretische Effizienz im Vergleich zur Steuerlösung zu bewerten und seine praktische Umsetzung anhand des European Union Emissions Trading System (EU ETS) kritisch zu analysieren.
3.1 Optimales Verschmutzungsniveau einer Ökonomie
Das optimale Verschmutzungsniveau liegt vor, wenn die Kurve des Grenzschadens und die der Grenzvermeidungskosten in Abbildung 1 ein Gleichgewicht bilden. Es wird angenommen, dass diese beiden Kurven bekannt sind. Der Grenzschaden (GS) entspricht dem zusätzlichen Schaden, also den marginalen externen Kosten. Dieser Schaden entsteht bei der Produktion der letzten Einheit eines Gutes. Der Grenzschaden beschreibt die Emission E, wenn keine schadensbegrenzenden Maßnahmen ergriffen werden. Die Kurve der Grenzvermeidungskosten (GVK) entspricht den Grenzvermeidungskosten, die verursacht werden, wenn die Emissionen E in Richtung Null reduziert werden sollen. Die ersten vermiedenen Schadstoffeinheiten sind mit relativ geringen Kosten verbunden. Je höher jedoch die Schadensvermeidung, desto höher werden die hierfür notwendigen Kosten.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik des Klimawandels und Darlegung des Emissionshandels als zentrales umweltpolitisches Instrument.
2 Grundlagen: Einordnung verschiedener umweltpolitischer Instrumente und Erläuterung der theoretischen Basis sowie Ausgestaltungsmerkmale des Emissionshandels.
3 Modellbasierte Darstellung: Theoretische Herleitung des optimalen Verschmutzungsniveaus und Vergleich der Lizenzlösung mit der Steuerlösung hinsichtlich ökonomischer und ökologischer Effizienz.
4 Umsetzung am Beispiel des EU ETS: Detaillierte Analyse der Ausgestaltung, der historischen Handelsperioden sowie der Preisentwicklung und kritische Beurteilung des europäischen Systems.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis sowie Ausblick auf die Bedeutung zukünftiger Reformen.
Emissionszertifikathandel, EU ETS, Klimaschutz, Lizenzlösung, Steuerlösung, Grenzvermeidungskosten, ökologische Effizienz, ökonomische Effizienz, Emissionsberechtigungen, Zertifikatspreis, Handelssystem, Emissionsminderung, Kohlenstoffdioxid, Weitzman-Theorem, Umweltpolitik.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der theoretischen Funktionsweise und der praktischen Umsetzung des Emissionszertifikathandels als Instrument zur Bekämpfung des Klimawandels.
Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Modellierung von Umweltinstrumenten, der Vergleich zwischen Lizenz- und Steuerlösungen sowie die detaillierte Analyse des EU-Emissionshandelssystems (EU ETS).
Das Ziel ist es, die Effizienz des Emissionshandels wissenschaftlich zu fundieren, seine Stärken und Schwächen in der Praxis aufzuzeigen und die Herausforderungen für eine wirksame Klimapolitik zu diskutieren.
Die Arbeit nutzt eine modellbasierte, ökonomische Analyse (u.a. unter Einbeziehung des Weitzman-Theorems) sowie eine kritische Literatur- und Praxisanalyse des EU ETS.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Darstellung der Instrumente und eine umfangreiche Auswertung der bisherigen Handelsperioden des EU ETS inklusive der Preisentwicklung und Reformaspekte.
Zentrale Begriffe sind Emissionszertifikathandel, ökologische Effizienz, ökonomische Effizienz, Grenzvermeidungskosten, EU ETS, Zertifikatspreise und Klimaschutzinstrumente.
Sie ermöglicht eine differenzierte Bewertung, ob ein Instrument nur kurzfristig Kosten minimiert (statisch) oder langfristig den technologischen Fortschritt und Innovationen vorantreibt (dynamisch).
Das Theorem zeigt, dass bei Unsicherheit über Grenzkosten und Grenznutzen die Wahl zwischen Preis- (Steuer) und Mengeninstrumenten (Lizenz) vom Verlauf der Kurven abhängt, um Wohlfahrtsverluste zu minimieren.
Es wird als kurzfristige Maßnahme der EU beschrieben, um auf den Zertifikatsüberschuss zu reagieren, wobei der Autor hinterfragt, ob solche Maßnahmen die grundlegende Lenkungswirkung dauerhaft verbessern können.
Es dient als Kriterium für soziale Gerechtigkeit, da es fordert, dass diejenigen, die Umweltschäden verursachen, auch die damit verbundenen sozialen Kosten tragen müssen.
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