Masterarbeit, 2021
98 Seiten, Note: 1,3
A. Allgemeiner Teil
I. Ausgangslage und Problemstellung
1. Situationsanalyse und Veränderungsnotwendigkeit im deutschen Gesundheitswesen
2. Der Auslöser: Über- und Fehlversorgung
3. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Krankenhausmarkt
4. Das Zukunftsszenario: Zielbild MAGS-Gutachten und Bertelsmann-Studie
5. Anpassung der Krankenhauslandschaft und Krankenhausstruktur: Auswirkung auf die stationäre Krankenhaus-Bedarfsplanung
II. Aus der Ausgangslage und Problemstellung sich ergebende Aufgabenstellung und Zielsetzung der Arbeit
1. Stand der bisherigen Forschung, Forschungsbedarf
1.1 Stand der bisherigen Forschung
1.2 Forschungsbedarf - Relevanz in Bezug auf die Weiterentwicklung des bestehenden Forschungsgegenstands
2. Herleitung der Forschungsfrage
2.1 Theoretisch-wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Kontext
2.2 Innovative oder weiterführende Gedanken der leitenden Fragestellungen
3. Vorläufige Arbeitshypothese
3.1 Annahmen
3.2 Arbeitshypothese
4. Material, Methode und Zielsetzung
4.1 Material
4.2 Methode und Werkzeuge
5. Zielsetzung und Erkenntnisgewinn
III. Rechtlicher Hintergrund, gesundheitspolitische und sozialrechtliche Rahmenbedingungen und Einfluss auf die Krankenhäuser
1. Aktuelle gesundheitspolitische Reformgesetzgebung: Ordnungspolitischer Rahmen, gesetzliche Grundlagen
2. Krankenhausplanung
3. Krankenhausfinanzierung
4. Investitionsplanung, -Förderung und -Finanzierung
IV. Grundlagen des Innovationsmanagements
1. Begriffsdefinition
2. Innovationsauslöser, Innovationsfähigkeit, Strategiefindung und Innovationserfolg
2.1 Innovationsauslöser
2.2 Innovationsfähigkeit
2.3 Strategiefindung
2.4 Innovationserfolg
3. Krankenhausmarkt und Wettbewerb
4. Horizon Scanning
B. Hauptteil
I. Untersuchungsgegenstand und Forschungsdesign
1. Methodisches Vorgehen
1.1 Horizon Scanning
1.2 Ablauf für Bewertungsprozesse nach Granig und Perusch
2. Werkzeuge zur Chancen und Risiken-Identifikation und Analyse
2.1 SWOT-Analyse
2.4 PESTEL
2.5 Risiko-Analyse
2.6 Qualitative oder quantitative Analyse?
3. Modelle zur Risiko- und Chancenbewertung
3.1 RADAR
3.2 Nutzwertanalyse und Scoring Modell
3.3 Monte-Carlo-Simulation
4. Strategiefindung und Ableitung von Handlungsoptionen
4.1 Geo-Marketing
4.2 Portfolio-Analyse
4.3 Szenario-Analyse
4.4 Balanced Score-Card
4.5 EFQM
II. Durchführung der qualitativen Inhalts-Analyse
1. Festlegung der Kategorien
2. Beschreibung der Kategorien mit den Merkmalen, Zielgrößen und Erfolgsfaktoren
2.1 Versorgungsbedarf
2.2 Qualität
2.3 Medizinische und pflegerische Wirkungsgrößen
2.4 Ökonomische Wirkungsgrößen
3. Analyse der Effekte für die ausgewählten Faktoren und Kriterien in Bezug zu den Chancen und Risiken
3.1 Versorgungsbedarf
3.1.1 Regulatorisches Umfeld
3.1.2 Bedarfs- und leistungsorientierte Krankenhausplanung
3.1.3 Soziodemografische und sozioökonomische Faktoren
3.1.4 Zielbild und Zielstruktur
3.2 Qualität
3.2.1 Spezialisierung und Leistungskonzentration
3.2.2 Patientensteuerung und Zuweiserbindung
3.2.3 Medizinische Leistungsplanung
3.2.4 Technologische Wirkungsgrößen
3.3 Medizinische und pflegerische Wirkungsgrößen
3.3.1 Med. Leistungserbringung
3.3.2 Personalanforderungen
3.3.3 Prozessperspektive
3.4 Ökonomische Wirkungsgrößen
3.4.1 Finanzierung
3.4.2 Investitionsplanung und Investitionsfinanzierung
3.4.3 Strukturvoraussetzungen
3.4.4 Wirtschaftlichkeit
4. Wechselseitige Beziehungen und Zusammenhänge
5. Zwischenergebnis zur Durchführung der qualitativen Inhalts-Analyse
C. Schlussteil: Evaluation und Ergebnisdiskussion
I. Entwicklung von Szenarien
1. Worst-Case Szenario
2. Best-Case Szenario
II. Abschließende Bewertung der Chancen und Risiken
III. Handlungsempfehlungen
IV. Fazit , Ausblick und weiterer Forschungsbedarf
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen des Zielbilds der Bertelsmann-Studie und des MAGS-Gutachtens auf die stationäre Krankenhausversorgung in Nordrhein-Westfalen. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine qualitative Inhaltsanalyse und Szenarienbetrachtung strategische Handlungsoptionen für Krankenhausträger zu identifizieren, um die Wettbewerbsfähigkeit und Existenzsicherung in einem Umfeld von Überkapazitäten und notwendiger Leistungskonzentration zu gewährleisten.
3. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Krankenhausmarkt
Viele Krankenhäuser kämpfen derzeit um ihre Existenz. Die wirtschaftliche Lage verschlechtert sich nach Angaben im Krankenhausrating-Report 2020 zunehmend. Hiernach haben 29 Prozent der Krankenhäuser in 2018 auf Konzernebene bereits ein defizitäres Jahresergebnis ausgewiesen. Dies wird sowohl durch die Krankenhausstudie 2019 von Roland Berger, als auch in der Benchmark-Analyse der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers aus 2019 bestätigt.
Defizitäre Jahresabschlüsse lassen das Rating bzw. die Bonität schlechter werden, so dass auch die Kreditfinanzierung für notwendige Innovationen zunehmend erschwert wird. Ursächlich wird diese finanzielle Misere mit der tendenziell schlechter werdenden Bettenauslastung, einer voranschreitenden Verweildauerreduzierung, dem Rückgang stationärer Fallzahlen, der Abwertung einzelner DRGs sowie dem zunehmenden Fachkräftemangel insbesondere in OP und Funktionsbereichen, hohen Abschreibungen durch MDK Prüfungen und einer zunehmenden Forderung nach Ambulantisierung sowie einem geringen Spezialisierungsgrad in Zusammenhang gebracht.
A. Allgemeiner Teil: Behandelt die Ausgangslage, Problematik der Überversorgung und die regulatorischen sowie wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des deutschen Krankenhausmarktes.
B. Hauptteil: Detaillierte Darstellung des Forschungsdesigns, der methodischen Vorgehensweise und der qualitativen Inhaltsanalyse der Faktoren für eine zukunftsfähige Krankenhausplanung.
C. Schlussteil: Evaluation und Ergebnisdiskussion: Entwicklung von Szenarien und Ableitung von Handlungsempfehlungen zur strategischen Positionierung der Krankenhäuser.
Krankenhausmanagement, Krankenhausplanung, Bertelsmann-Studie, MAGS-Gutachten, Leistungskonzentration, Überversorgung, Innovationsmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Strategiefindung, Versorgungsbedarf, Investitionsfinanzierung, Qualitätsindikatoren, Strukturwandel, Ambulantisierung, Prozessoptimierung.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der aktuellen Strukturvorgaben (Bertelsmann-Studie und MAGS-Gutachten) auf die stationäre Krankenhausversorgung in NRW und leitet daraus Handlungsoptionen ab.
Die zentralen Felder umfassen die Krankenhausplanung, Finanzierungsmodelle, Qualitäts- und Mindestmengenvorgaben sowie die strategische Ausrichtung im Innovationswettbewerb.
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, welche Veränderungsbedarfe und strategischen Optionen sich für Krankenhausträger ergeben, um die Wettbewerbsfähigkeit unter den neuen Zielbildern zu sichern.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf Dokumentenanalyse, Horizon Scanning, SWOT-Analyse und einer Szenario-Technik zur Bewertung von Chancen und Risiken.
Der Hauptteil widmet sich der konkreten Analyse der Einflussfaktoren, der Kategorienbildung und der Durchführung der qualitativen Inhaltsanalyse sowie der Ableitung von Szenarien.
Krankenhausplanung, Leistungskonzentration, Innovationsmanagement, Wettbewerbsfähigkeit, Überversorgung und Versorgungsqualität.
Das Gutachten empfiehlt eine engere Verknüpfung von Leistungsgruppen und Investitionsförderung, um eine zielgerichtete Steuerung der Mittelverteilung zu ermöglichen.
Sie gilt als notwendiger Prozess zur Reduzierung stationärer Überkapazitäten, birgt jedoch das Risiko von Erlösminderungen, weshalb eine frühzeitige strategische Anpassung und intersektorale Kooperation entscheidend sind.
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