Bachelorarbeit, 2020
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Die Grundlagen der Schematherapie
2.1 Die psychischen Grundbedürfnisse
2.1.1 Das Bindungsbedürfnis
2.1.2 Das Bedürfnis nach Autonomie
2.1.3 Das Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung
2.1.4 Das Bedürfnis nach Spiel, Spaß, Freude, Genuss, Lustgewinn und Stimulation
2.1.5 Das übergeordnete Bedürfnis nach Konsistenz bzw. Identität
2.1.6 Wechselwirkungen zwischen den Grundbedürfnissen
2.2 Die 18 maladaptiven Schemata
2.2.1 Schemadomäne: Abgetrenntheit und Ablehnung
2.2.2 Schemadomäne: Beeinträchtigung von Autonomie und Leistung
2.2.3 Schemadomäne: Beeinträchtigung im Umgang mit Begrenzungen
2.2.4 Schemadomäne: Übertriebene Außenorientierung und Fremdbezogenheit
2.2.5 Schemadomäne: Übertriebene Wachsamkeit und Selbsthemmung
2.3 Das Modus-Modell
2.3.1 Kind-Modi
2.3.2 Innere Kritiker*innen und Bewerter*innen
2.3.3 Maladaptive Bewältigungsmodi
2.3.4 Modus des kompetenten Erwachsenen
2.4 Zusammenfassung
3 Der schematherapeutische Ansatz in der sozialpädagogischen Beratung
3.1 Abgrenzung zwischen Therapie und Beratung
3.2 Potential und Grenzen des schematherapeutischen Ansatzes in der sozialpädagogischen Beratung
4 Ressourcenaktivierung auf Grundlage des schematherapeutischen Ansatzes
4.1 Definition Ressourcenaktivierung
4.2 Ressourcenkategorien
4.3 Die Bedeutung von Ressourcenaktivierung in der sozialpädagogischen Beratung
4.4 Techniken zur Ressourcenaktivierung auf Grundlage des schematherapeutischen Ansatzes
4.4.1 Stärkenorientierung
4.4.2 Entwicklungs- und Zielorientierung
4.4.3 Achtsamkeit, Selbstwahrnehmung
4.4.4 Vorfreude, Genusskompetenz und Dankbarkeit
4.4.5 Imaginationsverfahren
4.4.6 Weitere Techniken zur Ressourcenaktivierung
4.5 Möglichkeiten zur Ressourcenaktivierung auf Grundlage des schematherapeutischen Ansatzes
4.5.1 Ressourcen und Schemata
4.5.2 Ressourcen und Grundbedürfnisse
4.5.3 Ressourcen und Modi
5 Konzeption eines Imaginationsverfahrens zur Ressourcenaktivierung
5.1 Imaginationsübung: Der innere beste Freund
5.2 Zielformulierung
5.3 Aufbau des Imaginationsverfahrens zur Ressourcenaktivierung
5.3.1 Aufbau der Imaginationsübung
5.3.2 Aufbau der Reflexion
5.4 Durchführung des Imaginationsverfahrens
5.4.1 Voraussetzungen für die Ressourcenaktivierung anhand des Imaginationsverfahren
5.4.2 Besonderheiten bei der Durchführung des Imaginationsverfahrens
5.4.3 Reflexion des Imaginationsverfahrens
5.5 Evaluation des Imaginationsverfahrens in der Praxis
6 Diskussion
7 Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein praktisches Reflexionstool zur Ressourcenaktivierung zu entwickeln, das auf dem schematherapeutischen Ansatz basiert und für die sozialpädagogische Beratung angewendet werden kann. Dabei wird untersucht, wie Klient*innen durch die Aktivierung von Ressourcen, insbesondere durch ein konzipiertes Imaginationsverfahren, ihr Wohlbefinden steigern und belastende Lebenssituationen besser bewältigen können.
Imaginationsübung – Der innere beste Freund
Schließen Sie ihre Augen und machen Sie es sich auf Ihrem Stuhl bequem. Legen Sie ihre Hände genauso ab, wie es sich für Sie gut anfühlt. Dann atmen Sie einmal ganz tief durch die Nase ein und durch den Mund aus… Atmen Sie wieder tief ein und langsam aus… Und noch ein letztes Mal tief einatmen und durch den Mund wieder aus…
Stellen Sie sich nun vor, dass Sie an einem wunderschönen Ort sind, an dem Sie sich total wohlfühlen. Sie schauen sich um und sind überwältigt von der Schönheit dieses Ortes… Und nachdem Sie diesen wunderschönen Ort bestaunt haben, suchen Sie sich ein gemütliches Plätzchen und setzen sich dort hin.
Sie bemerken nun wie Sie immer entspannter werden und mehr Frieden empfinden. Ihr ganzer Körper entspannt sich. Ihr Gesicht wird weich. Ihre Stirn entspannt sich… Ihre Augen. Ihr Kiefer… Dann spüren Sie wie sich Ihr Nacken entspannt, wie Ihr Hals und Ihre Schultern ganz weich werden... Sie bemerken wie sich Entspannung in Ihren Armen ausbreitet, Ihren Händen und Fingerspitzen… Ihr Rücken entspannt sich, Ihr Brustkorb… Und Sie fühlen wie Ihr Bauch weich wird und sich entspannt… Dann spüren Sie wie sich Ihre Oberschenkel, Ihre Knie und Unterschenkel entspannen… Ihre Füße, bis in die Zehenspitzen… Sie sind jetzt total entspannt. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, um diese Entspannung zu genießen…
1 Einführung: Die Arbeit beleuchtet die Belastungen durch Krisen wie die Corona-Pandemie und führt in die Relevanz schematherapeutischer Ansätze zur Ressourcenaktivierung in der Sozialen Arbeit ein.
2 Die Grundlagen der Schematherapie: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Konzepte der Schematherapie, darunter psychische Grundbedürfnisse, maladaptive Schemata und das Modus-Modell.
3 Der schematherapeutische Ansatz in der sozialpädagogischen Beratung: Hier wird der Transfer der Schematherapie in den Kontext der Beratung vollzogen und die Abgrenzung zur klinischen Therapie diskutiert.
4 Ressourcenaktivierung auf Grundlage des schematherapeutischen Ansatzes: Das Kapitel definiert Ressourcenaktivierung und stellt spezifische Techniken (z.B. Stärkenorientierung, Imagination) vor, die auf schematherapeutischen Konzepten basieren.
5 Konzeption eines Imaginationsverfahrens zur Ressourcenaktivierung: Dieser Teil präsentiert die konkrete Anleitung zur Übung "Der innere beste Freund" sowie deren Vorbereitung, Durchführung und Reflexion.
6 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit dem Nutzen und den Grenzen des schematherapeutischen Ansatzes sowie des Imaginationsverfahrens in der Praxis.
7 Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf die Bedeutung des Modells für die Soziale Arbeit.
Schematherapie, Ressourcenaktivierung, Imaginationsverfahren, sozialpädagogische Beratung, Modus-Modell, Grundbedürfnisse, Kompetenter Erwachsener, Selbstwertgefühl, Selbstwirksamkeit, Stressbewältigung, Reflexion, Innere Anteile, Adaptive Schemata.
Die Arbeit untersucht, wie schematherapeutische Konzepte genutzt werden können, um in der sozialpädagogischen Beratung Ressourcen von Klient*innen zu aktivieren und deren psychisches Wohlbefinden zu stärken.
Die Arbeit verbindet theoretische Grundlagen der Schematherapie (Bedürfnisse, Schemata, Modi) mit Methoden der Ressourcenaktivierung und der praktischen Anwendung von Imaginationsübungen.
Das Hauptziel ist die Entwicklung eines praktischen Reflexionstools, das Klient*innen befähigt, den Modus des "kompetenten Erwachsenen" zu stärken und negative Überzeugungen durch die Imagination eines "inneren besten Freundes" zu verändern.
Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die bestehende Literatur und Modelle der Schematherapie (Young, Roediger, Grawe) auf den Bereich der sozialpädagogischen Beratung überträgt und daraus ein praktisches Interventionsinstrument ableitet.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Ressourcenaktivierungstechniken. Den Kern bildet die Konzeption und Beschreibung des Imaginationsverfahrens "Der innere beste Freund" inklusive Durchführungshinweisen und Evaluationsmöglichkeiten.
Schematherapie, Ressourcenaktivierung, sozialpädagogische Beratung und das Imaginationsverfahren "Der innere beste Freund" sind die zentralen Begriffe der Arbeit.
Der Modus des kompetenten Erwachsenen ist die übergeordnete Instanz, die in der Lage ist, Ressourcen zu integrieren, Gefühle zu reflektieren und situationsangepasste Entscheidungen zu treffen, statt auf maladaptive kindliche Muster zu reagieren.
Es ermöglicht Klient*innen einen leichten, niedrigschwelligen Zugang zur eigenen Ressourcenaktivierung, fördert die Selbstakzeptanz und kann durch die Personifizierung als "innerer bester Freund" einen stabilisierenden Gegenpol zu inneren Kritikern bieten.
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