Masterarbeit, 2021
107 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung & Zielsetzung
1.1 Vielfalt trifft auf Anspruch
1.2 Ziel und Methodik der Untersuchung
1.3 Die Rollen der Führungskräfte
2. Die theoretische Basis: Forschungsstand und Kontext
2.1 Darstellung des untersuchten Sachgebietes
2.1.1 Organisatorischer Rahmen
2.1.2 Beispielhafte Aufgaben im untersuchten Bereich
2.1.2.1 Kurzdarstellung der Aufgaben
2.1.2.2 Ausgewählte Teile der Personensorge
2.1.2.2.1 Das Aufenthaltsbestimmungsrecht
2.1.2.2.2 Die Regelung des Umgangs
2.1.2.2.3 Die Gesundheitssorge
2.1.3 Herausforderungen an die Leitung
2.1.4 Aktuelle Situation im untersuchten Sachgebiet
2.1.4.1 Neuausrichtung der Infrastruktur
2.1.4.2 Kooperative Arbeit, Beteiligung und Transparenz
2.1.4.3 Kontinuierliche Modernisierung und Automatisierung
2.2 Belastung, Beanspruchung und Stress
2.2.1 Belastung und Beanspruchung
2.2.2 Stress
2.2.2.1 Ausgewählte Definitionen
2.2.2.2 Stressoren als Arbeitsplatzmerkmale
2.2.2.3 Reaktionen auf den Stressor Fairness
2.2.2.4 Einwirkung auf Stressoren durch Ressourcen
2.3 Ausgewählte Arbeitsmodelle
2.3.1 Das Job Characteristics Modell (JCM Modell)
2.3.2 Das Job-Demands-Job Control Modell
2.3.3 Das Job-Demands-Ressource Modell
2.3.4 Arbeit 4.0 Modell
2.4 Ausgewählte Dimensionen der Arbeit 4.0
2.4.1 Autonomie
2.4.2 Digitalisierung
2.4.2.1 Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung
2.4.2.2 Prozessautomatisierung
2.4.2.3 Künstliche Intelligenz (KI): Der Computer als Entscheider
3. Basis des Arbeitsmodells: Implementierung von Automatisierung
3.1 Taxonomie der Arbeit
3.1.1 Stakeholder im Bereich der Amtsvormundschaft
3.1.2 Stakeholder-Cluster im Überblick
3.1.2.1 SH-C Klient
3.1.2.2 SH-C Institution
3.1.2.3 SH-C Mitarbeitende
3.1.3 Arbeitsgebiete-Cluster und deren Items
3.1.3.1 Definition der Ausprägung
3.1.3.2 AC und deren Merkmale
3.1.4 Cluster-Items – Arbeitsvorfälle messen und auswerten
3.2 Das elektronische Posteingangsbuch
3.2.1 Darstellung des elektronischen Posteingangsbuches
3.2.2 Datenerfassung im elektronischen Posteingangsbuch
3.2.3 Verarbeitung der erfassten Daten
3.2.4 Nutzung und Auswertung der erfassten Daten
3.4 Klienten-Analyse, Beschäftigungs- und Belastungsgrad
3.4.1 Klienten-Analyse
3.4.2 Beschäftigungsgrad der Mitarbeitenden
3.4.3 Belastungsgrad der Mitarbeitenden
3.4.4 Interpretation und Früherkennung von Stress
3.5 Automatisierte Allokation
3.5.1 Grundlagen – Menschliche Beteiligung
3.5.2 RPA-Prozess – Wie der Roboter arbeitet
3.6 Wirkung der Automatisierung
4. Zusammenfassung der Erkenntnisse
5. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells
6. Fazit und Ausblick
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter als Führungsinstrument. Unter Einsatz digitaler Verfahren, insbesondere der Prozessautomatisierung, sollen Mitarbeitende dauerhaft arbeits- und einsatzfähig gehalten werden, indem durch transparente Allokation und Entlastung die psychische Belastung reduziert wird.
2.1.2.2.1 Das Aufenthaltsbestimmungsrecht
Aus dem Aufenthaltsbestimmungsrecht folgt für die Mitarbeitenden, dass ihnen generell die Zustimmung zum Wohnort des gewöhnlichen, tatsächlichen oder dauerhaften Aufenthalts nach §§ 163 ff. BGB obliegt. Weiterhin umfasst es die Inhalte, die Herausgabe des jungen Menschen von jedem zu verlangen, insbesondere dann, wenn sein Aufenthalt widerrechtlich ist (§ 1632 BGB).
In der Praxis ist der Aufenthalt beispielsweise widerrechtlich, wenn das Jugendamt durch das Familiengericht zum Vormund bestellt wurde und der Klient noch bei den Eltern wohnt. Verweigern diese die Herausgabe, findet ein zwangsweiser Eingriff statt. Dieser erfolgt unter Anwendung von Gewalt durch hinzuzuziehende Polizeibeamte. Eine solche Maßnahme kann traumatisierend für den Klienten und die weiteren Beteiligten sein. Es wird versucht, derartige Eingriffsformen zu vermeiden, dennoch finden sie regelmäßig statt.
Eine weitere traumatisierende Form der Tätigkeit sind die Entscheidung und das Verfahren über eine freiheitsentziehende Unterbringung des Kindes nach § 1631b BGB. Hierbei erfolgt eine psychiatrische Begutachtung sowie eine üblicherweise gewaltsame Festsetzung und Verbringung des Kindes in eine geschlossene Abteilung eines Fachkrankenhauses. Derartige Aktionen finden ebenfalls unter Einbeziehung der Polizei statt. Die Einwirkung unmittelbaren Zwangs, von Fixierungsmaßnahmen und der Hinzuziehung eines Notarztes zur notwendigen Sedierung des Mündels ist üblich.
Im Regelfall wird eine Maßnahme vom Richter am Familiengericht für sechs Wochen genehmigt; in einigen Fällen auch für mehrere Monate. Eine Obergrenze ist gesetzlich nicht definiert, Verlängerungsanträge und Beschlüsse sind möglich. Entscheidend ist, ob der Klient eine Gefahr für sich und / oder Dritte darstellt.
1. Einleitung & Zielsetzung: Einführung in die Problematik der emotionalen Belastung in Jugendämtern und Darstellung des Forschungsziels, ein neues Arbeitsmodell zur Entlastung mittels Automatisierung zu entwerfen.
2. Die theoretische Basis: Forschungsstand und Kontext: Analyse der Arbeitssituation in Jugendämtern, Definition von Stressoren und Belastungsfaktoren sowie Vorstellung theoretischer Arbeitsmodelle wie Arbeit 4.0.
3. Basis des Arbeitsmodells: Implementierung von Automatisierung: Detaillierte Beschreibung der praktischen technischen Umsetzung durch ein elektronisches Posteingangsbuch und die automatisierte Allokation von Klienten zur Steigerung der Fairness.
4. Zusammenfassung der Erkenntnisse: Kritische Reflexion der Ergebnisse, wobei die Entlastung durch automatisierte, transparente Prozesse bestätigt und weiterer Forschungsbedarf identifiziert wird.
5. Entwurf eines neuen Arbeitsmodells: Vorstellung des "AKTIV"-Modells, das JCM-Modell und Arbeit 4.0 um neue Dimensionen wie Automatisierung und KI erweitert, um als Führungsinstrument zu dienen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassung des Nutzens digitaler Lösungen für die Verwaltungsarbeit und Ausblick auf künftige Potenziale der Künstlichen Intelligenz.
Amtsvormundschaft, Jugendamt, Arbeitsmodell, Prozessautomatisierung, Robotic Process Automation, RPA, Arbeitsbelastung, Stressmanagement, Fairness, Digitalisierung, Verwaltungsmodernisierung, elektronische Akte, Führungsinstrument, Personalbemessung, Arbeit 4.0
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung eines neuen Arbeitsmodells für Jugendämter, um Mitarbeitende in einem emotional belastenden Umfeld durch den Einsatz digitaler Technologien dauerhaft arbeits- und einsatzfähig zu halten.
Zentrale Themen sind die psychische Belastung im Sozialdienst, die Bedeutung von Fairness und Transparenz bei der Arbeitsallokation sowie die Anwendung moderner IT-Lösungen (RPA) in der öffentlichen Verwaltung.
Ziel ist die Schaffung eines Führungsinstruments ("AKTIV"-Modell), das auf Basis objektiver Daten (automatisierte Allokation) eine faire Arbeitsverteilung sicherstellt und so Stress bei den Beschäftigten reduziert.
Der Autor stützt sich auf eine Literaturrecherche und qualitative, unstrukturierte Interviews mit Mitarbeitenden sowie auf die deskriptive Modelltheorie nach Stachowiak, ergänzt durch eigene Praxiserfahrungen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen (Arbeit 4.0, Belastungsmodelle) erläutert, eine Taxonomie der Arbeit erstellt und die technische Implementierung einer automatisierten Fallallokation mittels Microsoft SharePoint und Power Automate beschrieben.
Die Begriffe "Automatisierung", "Amtsvormundschaft", "Belastungsgrad", "Transparenz", "Fairness" und "Arbeit 4.0" sind zentral für das Verständnis des Modells.
In der bisherigen Praxis wurde die Arbeit oft intransparent und subjektiv (willkürlich) durch Vorgesetzte verteilt, was zu Frust und Haftungsrisiken führte. Die automatisierte Lösung verteilt Fälle anhand messbarer Belastungsdaten, was als deutlich fairer empfunden wird.
Es dient als beweiskräftiges Messinstrument, um Arbeitsvorfälle zu erfassen, zu klassifizieren und schließlich mittels mathematischer Formeln den individuellen Belastungsgrad der Mitarbeitenden objektiv zu berechnen.
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