Bachelorarbeit, 2019
48 Seiten, Note: 1.3
1 EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION
1.2 RESEARCH GAP UND RELEVANZ
1.3 FRAGESTELLUNG UND ZIEL
1.4 AUFBAU
2 ALTERNATIVE LITERATUR - ÜBERBLICK
2.1 INSTITUTIONSBASIERTE THEORIEN
2.2 NORMENBASIERTE THEORIEN
2.3 USA UND ERWARTUNGEN AUS DER LITERATUR
3 RESEARCH DESIGN
3.1 THEORETISCHES ARGUMENT
3.2 HYPOTHESEN
3.3 VORGEHENSWEISE
3.4 OPERATIONALISIERUNG
3.4.1 Macht
3.4.2 Compliance
4 EMPIRIE
4.1 1945 BIS ENDE DES KALTEN KRIEGES
4.2 90ER-JAHRE UND JAHRTAUSENDWENDE
4.3 OBAMA UND TRUMP-ÄRA
5 FAZIT
5.1 ZUSAMMENFASSUNG ERGEBNISSE
5.2 IMPLIKATIONEN ERGEBNISSE
5.3 LIMITATIONEN / NACHTEILE
5.4 AUSBLICK
Die Arbeit untersucht, ob die Machtposition der USA seit Ende des Zweiten Weltkriegs einen direkten Einfluss auf ihr Compliance-Verhalten bei völkerrechtlichen Verträgen hat. Ziel ist es, durch die Analyse dreier historischer Zeitperioden eine Kausalität zwischen veränderter Machtverteilung und der Einhaltung bzw. Verletzung internationaler Regeln aufzuzeigen.
1.1 Motivation
Dem Völkerrecht wird gemeinhin grosse Bedeutung beigemessen. Das bestätigen Wissenschaftler wie Praktiker des Völkerrechts, sowie diverse empirische Erkenntnisse. (Guzman, 2002) Das Ende des Kalten Krieges erzeugte einen ausserordentlichen Optimismus, dass friedliche Konfliktbeilegungen durch die Institutionalisierung gemeinsamer Normen und Regelungen möglich sind. Die Begeisterung hielt nicht allzu lange an. Spätestens 9/11 brachte Ernüchterung. Doch schon vor Jahrtausendwende lief nicht alles optimal, auch wenn man das nicht wahrhaben wollte. Schwerfällige Strafgerichte, aggressive Handelsintegration und schwache Vertragsmechanismen, die den immer globaler werdenden Problemen nicht gewachsen waren, können zwar noch als verbesserungswürdig abgetan statt als Versagen eingestuft werden. Doch das Eingreifen der NATO im Balkankrieg ohne die Zustimmung des UN-Sicherheitsrat, war eine klare Völkerrechtsverletzung. (Goldsmith & Posner, 2005)
Dass diese Zuwiderhandlung von Vereinigten Staaten ausging, ist kein Zufall. Aus der Sicht von Völkerrechtsanwälten ist die USA das grösste Problem des Völkerrechts (Goldsmith & Posner, 2005). Immer wieder handeln sie eigensinnig und vertragsbrüchig. Abgesehen von der Intervention im Kosovo beispielsweise sowie durch ihre militärische Reaktion auf den elften September gegen internationales Recht: die Invasion im Irak widersprach eindeutig der UN-Charta. (Goldsmith & Posner, 2005)
Es gibt auch aktuellere Beispiele. So ist die aktuelle Situation an der mexikanisch-amerikanischen Grenze gemäss einem Interview mit der Direktorin von Amnesty International Amerika (2018) ein Verstoss gegen die Genfer Flüchtlingskonvention. Des Weiteren ist die Tatsache allgemein bekannt, dass in amerikanischen Gefängnissen Terrorverdächtige Folterungen, beispielsweise durch Waterboarding, unterzogen werden, was wiederum das Folterverbot verstösst.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Problematik des Compliance-Verhaltens der USA ein, begründet die Relevanz der Forschungsfrage und erläutert den strukturellen Aufbau der Arbeit.
2 ALTERNATIVE LITERATUR - ÜBERBLICK: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über institutions- und normenbasierte Theorien der Internationalen Beziehungen und leitet die Erwartungen an das Verhalten der USA ab.
3 RESEARCH DESIGN: Hier wird das theoretische Argument entwickelt, Hypothesen formuliert und die Vorgehensweise sowie die Operationalisierung der Schlüsselvariablen Macht und Compliance festgelegt.
4 EMPIRIE: Dieser Abschnitt analysiert das tatsächliche Verhalten der USA in drei historischen Phasen (Kalter Krieg, 90er/Jahrtausendwende, Obama/Trump-Ära) im Hinblick auf ihre Machtposition.
5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse der empirischen Untersuchung zusammen, zieht Rückschlüsse auf die Forschungsfrage, beleuchtet Limitationen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungspotenziale.
USA, Völkerrecht, Compliance, Macht, Hegemonie, Institutionen, Internationale Beziehungen, Unilateralismus, Multilateralismus, Aussenpolitik, Völkerrechtsverletzung, Machtasymmetrie, Verträge, Normen, Interessen.
Die Arbeit analysiert das Spannungsfeld zwischen den USA als Weltmacht und ihrer Einhaltung internationaler Verträge (Compliance).
Die zentralen Themen sind internationale Beziehungen, Völkerrecht, die Rolle von Hegemonen sowie die Kausalität zwischen Machtausübung und Regelbefolgung.
Die Forschungsfrage lautet, ob die Machtposition der USA seit Ende des Zweiten Weltkriegs einen direkten Einfluss auf ihr Compliance-Verhalten hat.
Die Arbeit nutzt einen historisch-vergleichenden Ansatz („most similar systems“) und analysiert drei spezifische Zeitperioden, um das US-Verhalten empirisch zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Compliance-Theorien) und eine empirische Analyse der historischen US-Aussenpolitik in Bezug auf ihre Machtbasis.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie USA, Compliance, Macht, Völkerrecht, Hegemonie und internationale Institutionen definiert.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass mehr Macht die Unabhängigkeit eines Staates erhöht, wodurch internationale Verträge als weniger verbindlich wahrgenommen werden und das Risiko für Non-Compliance steigt.
Macht wird anhand von drei Säulen definiert und gemessen: militärische Macht (nukleares Inventar/Ausgaben), wirtschaftliche Macht (BIP pro Kopf) und diplomatische Macht (Rolle bei globalen Krisen).
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