Bachelorarbeit, 2020
38 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Aktuelle Unternehmensbesteuerung in Deutschland
2.1 Besteuerung von Kapitalgesellschaften
2.2 Besteuerung von Personenunternehmen
2.2.1 Personengesellschaften im Einkommensteuerrecht
2.2.2 Einzelunternehmen im Einkommensteuerrecht
2.2.3 Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG
2.3 Gewerbesteuerliche Behandlung
2.4 Verlustausgleich
3 Rechtsformneutralität
4 Belastungsvergleich der Unternehmensformen
5 Das Optionsmodell
6 Kritische Beurteilung des Optionsmodells
6.1 Steuerliche Zweifelsfragen
6.1.1 Adressatenkreis der Optionsmöglichkeit
6.1.2 Behandlung von Sonderbetriebsvermögen
6.1.3 Behandlung von Verlust- und Zinsvorträgen
6.1.4 Voraussetzung eines einstimmigen Gesellschafterbeschlusses
6.1.5 Bindungsfrist und mögliche Rückoption
6.1.6 Internationale Anerkennung
6.2 Betriebswirtschaftliche Auswirkungen
6.2.1 Schaffung von Rechtsformneutralität
6.2.2 Einfluss auf Investitions- und Finanzierungsentscheidungen
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht die bestehenden Unterschiede in der Besteuerung zwischen Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften in Deutschland und analysiert, ob die Einführung eines Optionsmodells geeignet ist, eine rechtsformneutrale Besteuerung zu erzeugen und betriebswirtschaftlich zu rechtfertigen.
6.1.1 Adressatenkreis der Optionsmöglichkeit
Bundeswirtschaftsminister Altmaier, Bundesfinanzminister Scholz, die Bundestagsfraktion der CDU/CSU und der IDW definieren die Gestaltung eines Optionsmodells nur in Verbindung mit Personengesellschaften. Die aktuellen Meinungen werfen eine Divergenz zum Gesetzentwurf aus dem Jahr 2000 auf. Damals stellte die Regierung ein Optionsmodell für Personenunternehmen in Aussicht, welches für Einzelunternehmen und Personengesellschaften galt.
In der Meinung von Hey lässt sich eine Ungleichbehandlung der Einzelunternehmer im Vergleich zu Personengesellschaften oder Kapitalgesellschaften nicht rechtfertigen. Sie zieht dazu einen Vergleich von einem Einzelunternehmen und einer Ein-Mann-GmbH. Hinter beiden Rechtsformen stehen jeweils nur ein Unternehmer bzw. Gesellschafter. Im deutschen Steuerrecht führen die beiden genannten Rechtsformen aktuell zu unterschiedlichen Belastungen gleich hoher Einkommen. Diese unterschiedlichen Belastungen lassen sich auch nicht durch andere Erfassungs- und Besteuerungstechniken für Einzelunternehmen rechtfertigen.
Jetzige Überlegungen lockern zwar die Grenze zwischen Transparenz- und Trennungsprinzip auf, jedoch verschiebt sich durch eine Ausgrenzung von Einzelunternehmen die vormalige Grenze der Besteuerung lediglich auf eine niedrigere Hierarchieebene. Dies wiederum wirft die Frage auf, ob die Gewährung einer Option nur für Personengesellschaften eine rechtsformneutrale Besteuerung erzielt. Deshalb ist eine Ausgrenzung der Einzelunternehmen seitens des Gesetzgebers zu hinterfragen.
1 Einleitung: Vorstellung des dualistischen Steuersystems und der Relevanz der Debatte um ein Optionsmodell zur Erreichung von Rechtsformneutralität.
2 Aktuelle Unternehmensbesteuerung in Deutschland: Detaillierte Darstellung der steuerlichen Unterschiede zwischen Kapitalgesellschaften (Trennungsprinzip) und Personenunternehmen (Transparenzprinzip).
3 Rechtsformneutralität: Theoretische Einordnung und Diskussion des Konzepts der Rechtsformneutralität im Kontext steuerpolitischer Gerechtigkeitsprinzipien.
4 Belastungsvergleich der Unternehmensformen: Empirischer Vergleich der Steuerbelastung unter Anwendung verschiedener Szenarien, insbesondere unter Berücksichtigung der Thesaurierungsbegünstigung.
5 Das Optionsmodell: Skizzierung der Konzeption und der proklamierten Ziele eines Optionsmodells für Personengesellschaften.
6 Kritische Beurteilung des Optionsmodells: Fundierte Analyse steuerlicher Zweifelsfragen und betriebswirtschaftlicher Auswirkungen bei einer etwaigen Implementierung.
7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf die Notwendigkeit weiterer Reformüberlegungen.
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Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit der Idee auseinander, Personengesellschaften durch ein Optionsmodell wahlweise wie Kapitalgesellschaften zu besteuern, um das Ziel einer rechtsformneutralen Besteuerung zu erreichen.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig den Dualismus der deutschen Unternehmensbesteuerung, das Prinzip der Rechtsformneutralität sowie die konkrete Ausgestaltung und die steuerlichen Folgen eines fiktiven Optionsmodells.
Die Kernfrage ist, ob die Einführung eines solchen Optionsmodells tatsächlich eine rechtsformneutrale Besteuerung erzeugen kann und ob es betriebswirtschaftlich gerechtfertigt ist.
Die Arbeit nutzt eine kritische Literaturanalyse, eine juristische Auslegung bestehender Steuergesetze sowie Belastungsvergleiche zur Illustration der steuerlichen Auswirkungen.
Der Hauptteil analysiert die aktuellen Besteuerungsunterschiede, führt Belastungsvergleiche durch und erörtert spezifische Zweifelsfragen wie die Behandlung von Sonderbetriebsvermögen oder Verlustvorträgen bei einer Optionsausübung.
Zentrale Begriffe sind Rechtsformneutralität, Optionsmodell, Transparenzprinzip, Trennungsprinzip sowie die Thesaurierungsbegünstigung nach § 34a EStG.
Da aktuelle Reformvorschläge Einzelunternehmen häufig ausschließen, befürchten Kritiker, dass eine Rechtsformneutralität dadurch nicht erreicht wird, sondern sich die steuerliche Problematik lediglich auf eine andere Ebene verschiebt.
Die Überführung von Sonderbetriebsvermögen in eine fiktive Kapitalgesellschaft ist steuerlich komplex, da bei einer Aufdeckung stiller Reserven hohe Steuernachzahlungen drohen, was die Entscheidung für die Option beeinflussen kann.
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