Masterarbeit, 2007
77 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
1.2 Forschungsziel und Methodik
2 Unternehmen und die natürliche Umwelt
2.1 Umwelt, Ökologie und Ökonomie
2.2 Entwicklung hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft
2.3 Unternehmensverantwortung und Nachhaltigkeit
2.4 Ökosystemdienstleistungen
2.5 Millennium Ecosystem Assesment
3 Umweltberichterstattung
3.1 Definition
3.2 Historische Entwicklung
3.3 Formen und Instrumente der Umweltberichterstattung
3.4 Motive einer freiwilligen Umweltberichterstattung
4 Bewertung der Ökosystemdienstleistungen
4.1 Wertegehalt von Ökosystemdienstleistungen
4.2 Anreize zur Bewertung von Ökosystemdienstleistungen
4.3 Ansätze zur Bewertung von Ökosystemdienstleistungen
4.4 Monetäre Bewertung von Ökosystemdienstleistungen
4.5 Herausforderungen der ökonomischen Bewertungsmethoden
5 Pumas Environmental Profit and Loss (E P&L)
5.1 Die Praxis der E P&L
5.2 Motive von Puma für die E P&L
5.3 Bewertungsmethode der E P&L von Puma
5.4 Ergebnisse der E P&L von Puma
6 Kritische Würdigung der E P&L von Puma
6.1 Stärken
6.2 Schwächen
6.3 Resultat
7 Fazit
7.1 Limitationen
7.2 Ausblick
Das Hauptziel dieser Masterarbeit ist die kritische Analyse der ökologischen Gewinn- und Verlustrechnung (E P&L) von Puma, um zu verstehen, wie Unternehmen Umweltauswirkungen in monetären Werten erfassen und intern kommunizieren. Die Forschungsfrage untersucht die Motive hinter Pumas Ansatz, die Anwendung ökonomischer Bewertungsmethoden sowie die strategische Relevanz dieser Berichterstattung für das Risikomanagement und die Wettbewerbsfähigkeit.
1.1 Ausgangssituation und Problemstellung
Umweltweltkatastrophen, wie radioaktiv verseuchte Gebiete, Plastikinseln in den Ozeanen, Öl verklebte Landschaften und ausgedörrte Salzseen, stellen eine Bedrohung für das Fortleben vieler Ökosysteme und somit eine große Herausforderung für eine nachhaltige Entwicklung auf der Erde dar (Unger 1994, S. 1; Barton 1999, S. 211). Bereits bis 2050 werden um die 30% mehr Menschen auf der Welt leben (WBCSD 2010). Durch die wachsende Bevölkerung insbesondere in den Entwicklungsländern und den erhöhten Pro-Kopf-Verbrauch der Industrieländer steigt die Nachfrage nach knappen Ressourcen (Jöhr 1982, S. 8; UN 2004, S. 25; UN 2015).
Um dieser stet wachsenden Nachfrage u.a. nach Nahrung, Wasser, Fasern und Treibstoffen gerecht zu werden, ändert der Mensch die weltweiten Ökosysteme auf eine dramatische und unumkehrbare Art und Weise (MEA 2005b, S. 4; WBCSD 2010, S. 2 f.). Dabei kämen die Vorteile eines weltweit funktionierenden Ökosystems nicht nur einem Individuum zugute, sondern stünden dem Gemeinwohl zur Verfügung (TEEB 2010, S. 6, Jones 2010, S. 131). Leider werden sie jedoch unter dem Gesichtspunkt der Nicht-Ausschließbarkeit und Nicht-Rivalität hauptsächlich als öffentliche Güter bzw. Kollektivgüter behandelt (Samuelson 1954, S. 387; Hess 1980, S. 375; Barton 1999, S. 208 ff.; Chee 2004, S. 549). Da öffentliche Güter keinen Preis oder ökonomisch eindeutigen Handelswert haben, werden sie nicht über Märkte gehandelt (Boyd/Banzhaf 2007, S. 617).
Dies führt dazu, dass Unternehmen den Umweltfaktoren bzw. den externen Effekten keine monetären Größen zuordnen, an denen sie schließlich gemessen werden könnten (Barton 1999, S. 209 ff.). Des Weiteren kann es dazu kommen, dass Aspekte, die außerhalb des ökonomischen Prinzips (Maximierung der Differenz zwischen Nutzen und Kosten) liegen, entweder vernachlässigt oder gar nicht erst abgebildet werden (ebd.). Das veranlasst Unternehmen in der Regel, die Natur unkontrolliert zu übernutzen und auszubeuten (Grunewald/Bastian 2010, S. 29). Werden tradierte Denkmuster, dass die natürlichen Ressourcen grenzenlos frei zur Verfügung stehen, wie bisher fortgeführt und Umweltgüter weiterhin in Kosten-Nutzen-Kalkülen der gängigen Wirtschaftsverhalten global vernachlässigt, wird die Natur größtenteils irreversibel geschädigt (Faber/Manstetten 1992, S. 16, Jones 2010).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Dringlichkeit der Nachhaltigkeitsdebatte ein und erläutert das Ziel der Arbeit sowie die methodische Vorgehensweise.
2 Unternehmen und die natürliche Umwelt: Das Kapitel beleuchtet das Spannungsfeld zwischen ökonomischen Zielen und ökologischen Notwendigkeiten sowie die Rolle der Ökosystemdienstleistungen.
3 Umweltberichterstattung: Hier werden Definitionen, die historische Entwicklung und verschiedene Formen sowie Motive für eine freiwillige Umweltberichterstattung definiert.
4 Bewertung der Ökosystemdienstleistungen: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Ansätze und Methoden zur monetären Bewertung von Ökosystemleistungen sowie die damit verbundenen Herausforderungen.
5 Pumas Environmental Profit and Loss (E P&L): Eine detaillierte Untersuchung der von Puma angewandten Praxis, der Motive und der Methodik zur Erstellung ihrer E P&L.
6 Kritische Würdigung der E P&L von Puma: Eine tiefgreifende Evaluierung der Stärken und Schwächen der E P&L von Puma sowie ein Resultat der bisherigen Bilanzierung.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, identifiziert Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung im Bereich Umweltberichterstattung.
Umweltberichterstattung, Ökosystemdienstleistungen, Puma, E P&L, Nachhaltigkeit, monetäre Bewertung, externe Effekte, Unternehmensverantwortung, Risikomanagement, Wertschöpfungskette, ökologische Bilanzierung, Umweltschutz, Business Case, Stakeholder-Theorie, Legitimitätstheorie.
Die Arbeit analysiert die ökologische Gewinn- und Verlustrechnung (E P&L) der Firma Puma als Pionierleistung in der monetären Bewertung von unternehmensbezogenen Umweltauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Zentrale Themen sind die Integration von Nachhaltigkeit in Unternehmensstrategien, die ökonomische Bewertung von Ökosystemdienstleistungen (ÖSD) und die moderne Umweltberichterstattung als Kommunikationswerkzeug.
Ziel ist es, den aktuellen Stand der Debatte über Nachhaltigkeit und UBE aufzuarbeiten und die E P&L von Puma kritisch zu würdigen, um deren Anwendbarkeit und Relevanz für die breitere Wirtschaft zu prüfen.
Es handelt sich um eine literaturbasierte, konzeptionelle Arbeit, die auf der Auswertung von Fachberichten, wissenschaftlicher Literatur und spezifischen Pumas-Unternehmenspublikationen basiert.
Der Hauptteil deckt theoretische Grundlagen zur Umwelt-Ökonomie-Interaktion ab, erläutert verschiedene Bewertungsmethoden von ÖSD und detailliert die konkrete Praxis sowie die Ergebnisse der E P&L von Puma.
Wichtige Begriffe sind E P&L, Ökosystemdienstleistungen, externe Effekte, Nachhaltigkeitsbericht, Monetarisierung von Umweltkosten und Stakeholder-Management.
Durch die Transformation von Umweltauswirkungen in monetäre Werte kann Puma potenzielle Risiken (wie steigende Ressourcenpreise oder regulatorische Änderungen) besser identifizieren und strategisch steuern.
Kritisiert werden methodische Limitationen, insbesondere die Abhängigkeit von modellierten Daten und Annahmen (BT-Methode) sowie die fehlende Harmonisierung mit bestehenden internationalen Standards der UBE.
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