Bachelorarbeit, 2018
47 Seiten, Note: 1,3
Diese Arbeit untersucht die Relevanz des Themas Suizid im Schulunterricht und diskutiert die Verwendung des Jugendromans „Tote Mädchen lügen nicht“ sowie der gleichnamigen Netflix-Serie im Deutschunterricht. Ziel ist es aufzuzeigen, dass Suizid, als ein im Leben von Schülern präsentes Thema, auch in der Schule thematisiert werden muss, ohne dabei eine suizidale Handlung auszulösen.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und skizziert die Zielsetzung der Arbeit. In Kapitel 2 wird der Begriff „Suizidalität“ erläutert und die verschiedenen Bezeichnungen für Suizid diskutiert. Es werden statistische Daten zu Suizidraten bei Jugendlichen in Deutschland vorgestellt und Geschlechterunterschiede im Suizidverhalten beleuchtet. Kapitel 3 thematisiert die Medienwirkung und die Gefahr der Nachahmung von Suizidhandlungen. In Kapitel 4 wird die Relevanz von Suizid als Thema im Schulunterricht erörtert und die Möglichkeiten einer unterrichtlichen Auseinandersetzung mit dem Thema, unter Berücksichtigung der curricularen Vorgaben, beleuchtet. Kapitel 5 untersucht den Jugendroman „Tote Mädchen lügen nicht“ und analysiert die Bedeutung der Gerüchte, die angedeuteten Suizidgründe und die Wertung des Suizids. Kapitel 6 diskutiert die Verwendbarkeit des Jugendromans im Deutschunterricht. Kapitel 7 befasst sich mit dem Einsatz von Filmen und Serien im Deutschunterricht, bevor Kapitel 8 die Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ näher betrachtet. In diesem Kapitel werden die mediale Resonanz, die Unterschiede zur Buchvorlage, die Darstellung von Mobbing und Vertuschung, sowie die Gefahr der Banalisierung des Suizids diskutiert. Schlussendlich werden in Kapitel 9 Rückschlüsse für die Verwendung des Jugendromans gezogen und die Prävention, auch des Buches vor der Serie, hinterfragt.
Die zentralen Themen dieser Arbeit sind Suizid, Suizidalität, Suizidprävention, Jugendroman, Netflix-Serie, Deutschunterricht, Medienwirkung, Mobbing, soziale Isolation, Banalisierung, und die Wertung des Suizids.
Ja, da Suizid in der Lebenswelt von Jugendlichen präsent ist. Eine sachliche Auseinandersetzung im Unterricht kann zur Prävention beitragen und Warnsignale entmystifizieren, ohne Suizidhandlungen auszulösen.
Der Werther-Effekt beschreibt die Gefahr von Nachahmungstaten durch mediale Berichterstattung. Der Papageno-Effekt bezeichnet hingegen die präventive Wirkung, wenn über Bewältigungsstrategien in Krisen berichtet wird.
Der Roman bietet viele Anknüpfungspunkte für Themen wie Mobbing und soziale Isolation. Experten raten jedoch zur Vorsicht bei der Netflix-Serie, da diese den Suizid sehr explizit und teilweise verherrlichend darstellt.
Dazu gehören sozialer Rückzug, drastische Verhaltensänderungen, das Verschenken von geliebten Gegenständen, verbale Ankündigungen oder die Beschäftigung mit dem Tod in Aufsätzen oder Zeichnungen.
Indem sie klare Richtlinien befolgen: Keine Details zu Methoden nennen, Hilfsangebote (Telefonseelsorge) immer miterwähnen und das Thema in einen Kontext von Resilienz und Problemlösung einbetten.
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