Bachelorarbeit, 2020
36 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Thema und Aufbau
1.2 Die aktuelle Lage der Schulen hinsichtlich des Wohlbefindens
2. Theoretische Grundlage
2.1 Die „Broaden-and-Build-Theory of positive Emotions“ von Barbara Fredrickson
3. Effekte positiver Emotionen im Schulkontext
3.1 Steigerung des Wohlbefindens
3.2 Förderung des Lernens durch den Erweiterungs- und Aufbaueffekt positiver Emotionen
3.3 Erhöhung des SchülerInnen-Engagement
3.4 Auslösen des Einsatzes persönlicher Stärken
3.5 Förderung einer positiven Sinnfindung
4. Variationen positiver Emotionen und dessen Förderungsmöglichkeiten in der Schule
4.1 Freude und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.2 Dankbarkeit und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.3 Heiterkeit und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.4 Interesse und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.5 Hoffnung und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.6 Stolz und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.7 Vergnügen und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.8 Inspiration und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.9 Ehrfurcht und dessen Förderungsmöglichkeiten
4.10 Liebe
5. Schlussfolgerungen für die Schulen und die Lehrpersonen
6. Zusammenfassung der Ergebnisse
6.1 Aussichten auf mein späteres Berufsleben
Die Arbeit untersucht das Potenzial positiver Emotionen im schulischen Kontext und analysiert, wie diese durch gezielte pädagogische Maßnahmen und das Verhalten der Lehrpersonen gefördert werden können, um das Wohlbefinden und den Lernerfolg der SchülerInnen zu steigern.
2.1 Die „Broaden-and-Build-Theory of positive Emotions“ von Barbara Fredrickson
Die „Broaden-and-Build-Theory of positive Emotions“ stellt eine Erweiterungs- und Aufbauhypothese der positiven Emotionen dar. Fredrickson (2001) drückt mit dieser Theorie ihre Überzeugung aus, dass Erfahrungen mit positiven Emotionen das menschliche Gedanken- und Handlungsrepertoire erweitern (Broaden), wodurch dauerhafte persönliche Ressourcen aufgebaut werden (Build). Hierbei handelt es sich um physische, intellektuelle, soziale und psychologische Ressourcen, die als Reserven dienen, um künftige Schwierigkeiten besser zu bewältigen. Laut Fredrickson (2001) sind positive Emotionen nicht nur ein Zeichen von optimalem Wohlbefinden, sondern auch ein Mittel, um Wohlbefinden zu erreichen und zwar nicht nur für den gegenwärtigen angenehmen Moment, sondern auch, um das Gesamtwohlbefinden dauerhaft zu verbessern.
Aus dieser Theorie und den dazu begleitenden empirischen Belegen geht hervor, dass die Fähigkeit positive Emotionen zu erfahren, eine grundlegende menschliche Stärke sein kann und für die Entwicklung und das Aufblühen eines Individuums von zentraler Bedeutung ist (Fredrickson, 2001).
Denn negative Emotionen grenzen das Repertoire an Gedanken und Handlungen der Menschen ein und positive Emotionen erweitern es und bauen dauerhafte persönliche Ressourcen auf. Die Einschränkung, die dem Erleben der negativen Emotionen zukommt, ist in lebensbedrohlichen Situationen sinnvoll. Hier wird das momentane Repertoire eingeschränkt, um schnell und entschlossen zu handeln. Fredrickson (2001) argumentiert, dass positive Emotionen hingegen nicht in lebensbedrohlichen Situationen auftreten und demnach keine Einschränkung erforderlich ist. Im Gegenteil. Empirische Untersuchungen (Fredrickson & Brainigan, 2000) haben ergeben, dass positive Emotionen wie Freude, Interesse, Zufriedenheit, Stolz und Liebe das momentane Repertoire an Gedanken und Handlungen der Menschen erweitern.
1. Einleitung: Hinführung zur Positiven Psychologie und Erläuterung des Fokus auf das Wohlbefinden in der Schule.
2. Theoretische Grundlage: Vorstellung der Broaden-and-Build-Theory, die erklärt, wie positive Emotionen Ressourcen erweitern und aufbauen.
3. Effekte positiver Emotionen im Schulkontext: Analyse der positiven Auswirkungen auf Wohlbefinden, Lernprozesse, Engagement, persönliche Stärken und Sinnfindung.
4. Variationen positiver Emotionen und dessen Förderungsmöglichkeiten in der Schule: Detaillierte Untersuchung von zehn spezifischen Emotionen und praktischen Methoden zu deren Förderung.
5. Schlussfolgerungen für die Schulen und die Lehrpersonen: Zusammenführende Betrachtung der pädagogischen Möglichkeiten und der Wichtigkeit der Lehrereinstellung.
6. Zusammenfassung der Ergebnisse: Synthese der Kernergebnisse und Reflexion der persönlichen Anwendung im Lehrerberuf.
Positive Psychologie, Wohlbefinden, Broaden-and-Build-Theory, Lehrerverhalten, Schülerengagement, Lernförderung, Resilienz, Emotionale Ansteckung, Positive Bildung, Freude, Dankbarkeit, Hoffnung, Interesse, Schulerfolg, Ressourcenaufbau.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Rolle positiver Emotionen im schulischen Alltag und untersucht, wie diese gezielt gefördert werden können, um SchülerInnen zu unterstützen.
Zentrale Themen sind die Positive Psychologie, die Steigerung des schulischen Wohlbefindens sowie die Vermittlung von Strategien, mit denen Lehrkräfte positive Emotionen im Unterricht induzieren können.
Das Ziel ist es, den Nutzen positiver Emotionen für den Lernerfolg aufzuzeigen und konkrete, praxistaugliche Methoden für Lehrpersonen zu identifizieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung psychologischer Theorien, insbesondere der Broaden-and-Build-Theory, ergänzt durch die Analyse empirischer Studien zu Unterrichtskontexten.
Der Hauptteil analysiert zehn spezifische positive Emotionen und bietet für jede einzelne fundierte Ansätze zur praktischen Förderung im Schulalltag.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Broaden-and-Build-Theory, Resilienz, Engagement, pädagogischer Optimismus und gezielte Interventionsmethoden geprägt.
Die Arbeit erläutert das Konzept der „emotionalen Ansteckung“, bei der positive oder negative Stimmungen der Lehrkraft unbewusst auf die SchülerInnen übertragen werden.
Dies ist eine der vorgestellten Methoden, um das Bewusstsein für positive Erlebnisse und soziale Bindungen zu stärken, was wiederum die Lernatmosphäre verbessert.
Es beschreibt die notwendige Grundhaltung der Lehrkraft, an die Entwicklungsfähigkeit der SchülerInnen zu glauben, anstatt sie durch eine pessimistische Fehlerfokussierung zu demotivieren.
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